Neue Nationalgalerie

Neue Nationalgalerie Dauerausstellung

Es gibt so Dinge, die macht man nur, wenn Gäste da sind. Ich bin jetzt seit 10 Jahren in Berlin ansässig, aber in die Neue Nationalgalerie habe ich es noch nicht geschafft. Da aber unser guter Freund Michael zur Zeit auf Besuch ist und sich speziell für etwas modernere Kunst interessiert, war es gestern so weit und ich bin mit ihm in die Dauerausstellung im Keller der Nationalgalerie gegangen.

Schwerpunkt der Ausstellung sind Bilder und Plastiken von deutschen Künstlern oder Künstlern, die in Deutschland gearbeitet haben, aus der Zeit von 1900-1945. Darunter waren viele Werke von Künstlern, die ich durchaus schätze, von Georg Grosz und Otto Dix über Max Beckmann zu Hannah Höch, Ernst Ludwig Kirchner nicht zu vergessen.

Die Ausrichtung auf deutsche Künstler fand ich gut, nur hätte das etwas konsequenter durchgezogen werden können. Aber man konnte sich nicht verkneifen, auch einen kleinen eher unbedeutenden Picasso aufzuhängen oder den in Deutschland kaum vertretenen Surrealismus durch Dali und Magritte vorzuführen. Da hätte ich mir ein wenig mehr Konsequenz gewünscht.

Etwas nervig war es auch, dass Bilder, die unterwegs waren zu anderen Ausstellungen, kommentarlos durch Schwarz-Weiß-Reproduktionen in Originalgröße ersetzt waren. Ich möchte nicht wissen, wie viele Besucher sich angesichts eines schwarz-grauen Bildes von Franz Marc gefragt haben, warum es „Turm der blauen Pferde“ heißt.

Alles in Allem ist der Besuch dieser Sammlung sehr zu empfehlen, da der Überblick über die deutsche Kunst in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts doch recht umfassend ist.

Michael in der Neuen Nationalgalerie Berlin

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Ein Kommentar zu Neue Nationalgalerie

  1. Clarissa sagt:

    nun komme ich noch mit einer Empfehlung; Die Brücke http://www.bruecke-museum.de/ ist auch sehr interessant ich war als Jugendliche sehr oft dort.

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