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Beiträge vom » November, 2010 «

Schlichtung

Dienstag, 30. November 2010 | Autor:

So richtig kann ich das nicht nachvollziehen. Da setzen sich die Gegenparteien ein paar Monate hin und es kommt dann ein Schlichterspruch von Heiner Geissler. Und was ist das unmittelbare Fazit?

Die Bahn hat äußerst schlampig geplant und muss nachbessern. Das kostet dann mindestens ein paar hundert Millionen, wenn nicht gar Milliarden. Dafür gibt es Extragleise, behindertengerechte Tunnel und als Beruhigungspille die Empfehlung, das frei werdende Kopfbahnhofsgelände in eine Stiftung einzubringen, um Spekulationen zu verhindern.

Stuttgart21plus nennt Geissler das. Ich habe den Eindruck, das “Plus” steht eindeutig für mehr Geld.

In meiner Twittertimeline wird das entsprechend kommentiert:

@Fritztram: #Grube sinngemäß: ‘Also ich freu mich! Stuttgart21plus ist ja eh das Selbe wie Stuttgart21. Toll!’ #S21

@dieternuhr: Wikileaks sagt: Stuttgart 21 wird durchgezogen. Aber mit Windrädchen auf dem Zugdach! Na, prima, guter Kompromiss!

@Fritztram: Aber ‘Demokratie’ ist auch, wenn viele dagegen sind und alle die Milliarden zahlen dürfen. #S21

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Start in die Weihnachtszeit

Sonntag, 28. November 2010 | Autor:

Adventskranz

Wie immer kommt Weihnachten schneller als gedacht. Aber trotzdem wünschen wir allen unseren Lesern einen schönen 1. Advent gehabt zu haben.

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Thema: Wohnzimmer | Beitrag kommentieren

Zubehör für Streetview

Donnerstag, 25. November 2010 | Autor:

Das nächste Mal, wenn ich einen der schwarzen Opels mit Kameraaufbau erblicke, dann lege ich meine Pixelhaube an.

via: Twitter (@Fritztram)

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Menschen: Die Junggebliebene

Mittwoch, 24. November 2010 | Autor:

Im Wartezimmer beim Zahnarzt sitzt sie mir gegenüber: Faltig, ein wenig verhutzelt, aber in einem flotten fliederfarbenen, angesichts des kalt gewordenen Wetters aber offensichtlich wärmenden Hosenanzug, darunter ein dicker, grobgestrickter, in einer dunkleren fliederfarbenen Wolle abgestimmter Rollkragenpullover. Sie liest im Hamburger Abendblatt und schaut einmal auf, versucht mich anzusprechen, aber ich höre auf meinem iPhone gerade Musik, offensichtlich mit einem erfreuten Lächeln, wie sie mir später erzählt, und gehe nicht ein auf den Gesprächsversuch.

In der Praxis gibt es offensichtlich Verzögerungen im Betriebsablauf, wie man bei der Deutschen Bahn sagen würde, was hier eigentlich eher ungewöhnlich ist. Die Frau wird dann irgendwann in das Wartezimmer gerufen, kommt aber kurz danach wieder heraus, wird gebeten noch zu warten und setzt sich dann neben mich. Im Abendblatt sucht sie nach einem Rätsel, was es in dieser Zeitung nicht gibt, und stößt auf einen Artikel über die Antarktis. Das gibt einen neuen Anlass zum Gespräch, ich stelle meine Musik auf stumm.

“in die Antarktis muss man fahren, ich war schon zweimal dort und sie ist wunderschön!”. Und sie fängt an zu erzählen, dass Reisen ihr Hobby sei, sie brauche sonst nichts, sie lege in ihrem Alter keinen Wert mehr auf Markenklamotten, sie sei ja auch nicht besonders schön, nicht mehr. Sie erzählt davon, wie sie nach ihrer Pensionierung erst einmal ein Jahr auf Weltreise gegangen war, um Abstand zu gewinnen von ihrem geliebten Job, Australien, China, Japan, Indien. Und danach sei sie immer wieder auf Reisen gegangen.

Irgendwann wird ein gebrechlicher man von zwei, in signalfarbige Schutzanzüge gekleideten Sanitätern in den Warteraum gebracht, offensichtlich sehr gebrechlich. Die Frau erzählt, dass sie auch so einTeil hätte, sie habe es aber im Auto gelassen, denn sie brauche es eigentlich nicht, um laufen zu können, sondern um gerade zu gehen, ihre einzige Schwäche sei die Wirbelsäule.

Ich beginne, so langsam meine Schätzungen zu korrigieren, von eine alt aussehenden 70jährigen mehr in Richtung einer eher jung aussehenden 80jährigen. Und dann erzählt sie von ihrer bevorstehenden Weltreise, mit dem Schiff entlang des Äquators, 141 Tage lang. Sie empört sich über den Zuschlag von 995 €, den sie hat zahlen müssen aufgrund ihres Alters, und dass sie das unverschämt findet und dass sie darum kämpfen würde, ihn zurück zu bekommen, wenn sie von der Reise zurück kommt.

Und dann nennt sie ihr Alter. Sie ist 90 Jahre, genauso alt, wie Hannas Mutter. Hannas Mutter lebt demenzkrank im Heim und wird nie wieder reisen.

Frühere “Menschen”-Artikel: Die eingebildete Mutter, Die Mutter, Die Betriebswirtin, Der Rocker, Die Punks, Der Professor, Die Blonde, Der Gitarrist, Der 68er, Die Pappprinzessin, Der Miniaturgeneral, Die Überempfindliche, Die Kneipenbesitzerin, Der Verwirrte

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Thema: Rumpelkammer | 2 Kommentare

Axel kurz vor der Firma

Mittwoch, 24. November 2010 | Autor:

…von Google erwischt! Soll ich das nun verpixeln lassen?


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Thema: Arbeitszimmer, Rumpelkammer | 4 Kommentare

Terrorgefahr

Montag, 22. November 2010 | Autor:

Heute morgen wimmelte es am Hauptbahnhof in Berlin nur so von Polizisten mit schusssicheren Westen und Maschinenpistolen.

Nur aus der Geschichte scheinen sie nicht gelernt zu haben. Ich konnte beobachten, wie ein junger Mann mit Kapuzensweatshirt und Rucksack kontrolliert wurde, er musste seinen Ausweis vorzeigen und seinen Rucksack öffnen.

So ging es mir in den 70er Jahren auch auf dem Höhepunkt der Anschläge der RAF. Wie ich vielleicht schon erwähnt habe, lag mein Rekord an Ausweiskontrollen an einem Tag bei neun, und ja, damals war ich noch jung und hatte lange Haare. Dabei hatten die RAF-Leute schon längst ihre Haare gekürzt, trugen Anzug und Schlips und fuhren Mittelklassewagen.

Ich wüsste also heute, wie ich als Terrorist aufzutreten hätte: Kurzgeschorener Kopf, Hornbrille, dunkler Anzug und natürlich ein Note- oder Netbook dabei, zur Not tut es auch ein iPad. In der anderen Hand wäre ein Latte Macchiato to Go. Im Budget wäre dieses Outfit allemal drin!

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Thema: Vorgarten | Beitrag kommentieren

Fauna am Wochenende

Sonntag, 21. November 2010 | Autor:

Hund und Katze

Linus und Lara verhalten sich hier ganz typisch wie Hund und Katze, oder?

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Thema: Katzenhöhle | Beitrag kommentieren

Fluchten

Mittwoch, 17. November 2010 | Autor:

Vor ein paar Tagen hat mir eine gute Freundin eine Nachricht zukommen lassen, die mich seitdem beschäftigt. Es hatte sich die S. durch einen Sturz von der Rheinbrücke in Köln das Leben genommen. Eigentlich ist das eine Notiz, die ich in der Tageszeitung einfach zur Kenntnis genommen hätte, ohne dass sie mich besonders berührt hätte, denn ich persönlich kannte die S. nicht einmal. Aber unsere gute Freundin hat vor einiger Zeit mit der S. zusammen gelebt, nur dass sie damals noch nicht die S. war, sondern der O. Was nichts anders heißt, als dass die S. eine Transsexuelle, MzF, war.

Noch vor zwei Jahren wäre mir als typischer Sch…liberaler egal gewesen, ob jemand transsexuell ist oder nicht. Ich hätte gedacht, dass das Verhältnis jeder Person zu ihrem Geschlecht und ob sie/er sich als Mann oder Frau fühlt, seine/ihre ureigenste persönliche Sache sei, und dass jeder das Recht auf eine Geschlechtsumwandlung hat. Aber das war auch sehr einfach, denn ich kannte keine Transsexuellen, insofern war meine Haltung rein theoretisch.

Dann lernte ich über bekannte einen ehemaligen Fussballschiedsrichter kennen, der sich einer Umwandlung unterzogen hatte und, von der Presse durchaus beachtet, auch als Frau Spiele geleitet hatte. Ich möchte sie , wie auch vorher in diesem Blog als “Pauline” bezeichnen ( wie hier, hier, hier, hier und hier). Pauline hat (anscheinend sehr freimütig) von ihrer Vergangenheit als Mann erzählt, auch von kriminellen Aktivitäten und hat mit vielen Erzählungen unser Herz gewonnen. Nur nach und nach wurde offensichtlich, dass die Geschlechtsumwandlung offensichtlich nichts an der Persönlichkeit geändert hatte. Pauline baute gegenüber den Leuten in ihrer Umgebung ihre eigene Wahrheit auf und haute ab, als ihre Geschichten als Lügengebäude entlarvt wurden. Bis dahin hatte sie aber die Leute, die ihr wohlgesonnen waren, abgezockt. Man muss sagen, sie hat sich wie ein Heiratsschwindler verhalten, also durchaus kriminell, wie nach ihren eigenen Aussagen auch vor ihrer Geschlechtsumwandlung. Und das, wie sich nach und nach herausstellte, nicht nur einmal, sondern mehrfach.

Auch O. bzw. S. hatte unsere Freundin um Geld erleichtert, auch wenn S. sich der Situation eher stellte und offensichtlich in die private Insolvenz ging, um ihre Schulden zurückzuzahlen. Insofern war die Situation anders als bei Pauline.

Die meisten unserer Leser haben wahrscheinlich nie mit Transsexuellen zu tun gehabt in ihrer näheren Umgebung. Ich kann aber nicht umhin, aus meinen Erfahrungen, die zugegeben statistisch nicht sehr relevant sind, meine eigenen Schlüsse zu ziehen. Transsexuelle vertreten immer die Meinung, dass ihre psychischen Probleme damit zusammen hängen, dass sie mit ihrem psychischen Geschlecht im falschen physischen Körper gefangen seien.

Ich komme allerdings zu dem Schluss, dass die Operation nichts anderes ist als eine Flucht vor den eigenen, anders gearteten Problemen ist. Eine Flucht, die aufgrund der falschen Einschätzung zum Scheitern verurteilt ist, die ursprünglichen Probleme treten wieder auf. Bei der S. ganz extrem, sie endeten in der finalen Flucht, der Selbsttötung. Bei Pauline im Ignorieren der eigenen Verfehlungen und einer nicht ganz so finalen Flucht, nämlich im Ortswechsel.

Ironischerweise ist Pauline nach Köln geflüchtet, dort, wo sich S. das Leben genommen hat.

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Thema: Rumpelkammer | 11 Kommentare

Flora und Fauna am Wochenende

Sonntag, 14. November 2010 | Autor:

Clematis im Herbst

Diese Clematisblüte, die kräftig gegen den Herbst ankämpft, möchte ich noch nachreichen, auch wenn das Foto vom letzten Wochenende stammt. (Die Blüte ist noch da, und es kommt sogar noch eine neue Knospe).

Hannas Herbstarbeiten

Ansonsten nutzt Hanna das relativ warme Wetter aus, um die Terrasse für den Winter vorzubereiten. Auf der einen Seite sind da die Blumenzwiebeln, die für das nächste Frühjahr gesetzt werden müssen.

Blumenzwiebeln

Wie man sieht, gab es da eine reichhaltige Lieferung. Aber das ist noch nicht alles, manche Pflanzen brauchen einen Frostschutz, zum Beispiel durch überstülpen eines Fleecesackes.

Verpackte Pflanze

Und natürlich sollte es jedem unserer regelmäßigen Leser klar sein, dass Hanna das alles nicht allein macht, sondern das fleißige Helfer mitwirken. Besonders graue Helfer sind eifrig dabei.

Katzenhelfer

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Thema: Dachterrasse, Katzenhöhle | Beitrag kommentieren

Sprachverwirrung

Sonntag, 14. November 2010 | Autor:

Gratis

Ich weiß nun wirklich nicht, wer so einen Gartenengel besitzen möchte. Interessant ist aber das “100% Gratis”. Gibt es auch 50% Gratis? Bedeutet das dann: “Halber Preis”? Und ist es 100% Gratis, wenn man etwas bestellen muss?

Bakker wirft Fragen über Fragen auf!

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Thema: Rumpelkammer | Beitrag kommentieren