Stores

Aufhängen von GardinenUnter Stores verstehe ich in erster Linie große Ladengeschäfte mit offenen Schaufenstern. Aber unter Stores versteht man klassischerweise auch Gardinen, die ein Fenster blickdicht machen sollen, aber trotzdem noch Licht hereinlassen. Der Name stammt laut Wikipedia vom lateinischen Storea („Binsenmatte/Decke“). So was wie Binsenmatten waren in den 70er Jahren sehr beliebte Rollos für Studenten.

Ich selbst habe nur in meiner ersten Wohnung Stores gehabt. Das war in einer Erdgeschosswohnung, wo ein gewisser Blickschutz Sinn macht. Zudem hatte ich damals als Student kein Geld für entsprechende Fensterdekorationen und die Stores waren praktischerweise schon in der Wohnung installiert.

Verblüfft war ich aber heute, als ich über das Hauptstadtblog auf einen Artikel der Stadtschreiberin von Neukölln stieß, die mangelnde Stores beziehungsweise blanke Fenster als zunehmendes Zeichen der Gentrifizierung ansieht, Gardinen zeigen also alteingesessene Einwohner an. Bedeutet das jetzt in unserem Hinterhof, dass hinter zugezogenen Stores die Ureinwohner wohnen? Dass ich mit meinen storelosen Wohnungen seit fast 30 Jahren ein mieser Vorbote der Gentrifizierung bin?

Foto: Commons:Bundesarchiv

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