Mediendiskussion

Über einen Wissenschaftler, dem ich bei Twitter folge, hatte ich die Gelegenheit, am Dienstag Abend an einer Gruppendiskussion zum Thema Gebrauch von Medien zur Informationsbeschaffung teilzunehmen. Die Diskussion fand statt im Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg. Das Institut bereitet eine große Telefonumfrage vor im Zusammenhang mit einer regelmäßig (z.B. jährlich) durchzuführenden Befragung zu den medienübergreifenden Informationsrepertoires der deutschen Bevölkerung mit Förderung des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Zu der Diskussion hatten sich 8 Teilnehmer versammelt. Wie zu erwarten war, war ich der Älteste, dann war da noch eine Studentin von 44 Jahren, alle anderen waren in den Zwanzigern. Vorher hatte ich den Eindruck, es würde eine Diskussion von Twitternutzern, es stellte sich aber heraus, dass ich interessanterweise der Twittervertreter war, alle anderen nutzen andere Medien.

In dieser Gruppe gab es einige für mich interessante Ergebnisse der Diskussion:

  • Das Radio spielt als Informationsquelle kaum eine Rolle. Bis auf die 44-jährige Studentin wird das Radio kaum anders benutzt als Unterhaltungsquelle während des Autofahrens.
  • Das Gleiche gilt für die Printmedien, die praktisch keine Bedeutung haben.
  • Hauptinformationsquellen sind Fernsehen und Internet.
  • Interessanterweise sind die Fernsehquellen Nachrichtensendungen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, die Privatsender spielen kaum eine Rolle. Vielleicht wollte das aber auch nur keiner zugeben.
  • Besonders wichtig im Internet sind Google und Wikipedia.
  • An zweiter Stelle stehen dann Newsportale wie Spiegel Online oder aber auch GMX oder Ähnliches.
  • Blogs benutzte außer mir nur ein anderer Teilnehmer.
  • Für Informationen und Kontakte im privaten Umfeld wird hauptsächlich Facebook verwendet, StudiVZ und Verwandte sollen mehr oder weniger Out sein.
  • Als Twittervertreter war ich auch der Einzige, der Twitter entsprechend nutzt.

Ich bin gespannt auf die Ergebnisse der Studie, die ich Mitte des Jahres erhalten soll. Das Überraschendste kam dann zum Schluss der neunzigminütigen Diskussion: ich bekam unerwarteterweise noch 25 € als Aufwandsentschädigung.

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Ein Kommentar zu Mediendiskussion

  1. Ursel sagt:

    Ich erkenne mich in der Beschreibung sehr genau wieder…

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