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Beiträge vom » März, 2011 «

Mit der Bahn von Nord nach Süd

Donnerstag, 31. März 2011 | Autor:

Heute mittag bin ich von Hamburg-Harburg zu einem morgigen Termin nach Mannheim gefahren. Und zwar mit der Bahn, denn mit ihr brauchte ich vom Büro ins Hotel gut fünfeinhalb Stunden, mit dem Flugzeug wäre es über Frankfurt kaum schneller gegangen.

Da es zur Mittagszeit los ging, hatte ich nach dem Umsteigen in Hannover Hunger und ging in den Speisewagen. Die Mitropa versucht die Küche mit von Schubeck konzipierten Gerichten zu verbessern, ich habe mich aber an das auch schon in vor-Mitropazeiten gereichte Hühnerfrikassee gehalten.

Während ich kurz vor Göttingen am Essen war, kam ein leicht schwankender asiatisch aussehender Mann von etwa vierzig Jahren in den Wagen und setzte sich neben eine sehr hausfraulich aussehende Deutsche im Alter von etwa 60-70 Jahren und fing mit ihr ein Gespräch an. Seinem gebrochenen Deutsch war zu entnehmen, dass er seit 5 Jahren in Hamburg lebt, aus Estland stammt, aber eine kirgisische Mutter habe. Er sei auf dem Weg, seine Kinder in Nordhausen zu besuchen.

Geduldig und all ihre mütterliche Erfahrung ausspielend, unterhielt sich die Frau geduldig mit ihm und nahm seine Antworten in gebrochenem Deutsch zur Kenntnis. Sanft und mit der Unterstützung der Kellnerin und der Zugbegleitung hielt sie ihn davon ab, noch etwas zu Essen zu bestellen und sorgte durch beständiges Einreden dafür, dass er fluchend und “Sch..e” rufend tatsächlich in Göttingen den Zug verließ.

Die arme Frau war so erschöpft, dass sie sich an den Tisch einer anderen Frau in gleichem Alter setzte und mit ihr einen Kaffee trank, wobei sie mehrfach bemerkte, dass sie so etwas noch nicht erlebt habe. Danach war es ruhig im nur spärlich besetzten Speisewagen.

Wenn der Zug in den Mittelgebirgen um Kassel nicht in dunklen Tunneln war (in denen teilweise der Empfang mit dem iPhone erstaunlicherweise besser als außerhalb war), zog draußen die mittlerweile doch recht grüne Landschaft vorbei. Auf den Feldern waren Gruppen von wild und sogar ein Storchenpaar zu sehen, das einen sprießenden Acker nach Nahrung absuchte.

Langsam wurden die Backsteinhäuser in den Dörfern durch weiß verputzte 1-2-Familienhäuser, die norddeutschen Kirchen mit ihren wehrhaften Türmen durch solche mit Zwiebeltürmen ersetzt.

Und als dann der Zug die Rhein-Main-Ebene erreichte, wurde plötzlich klar, dass Frühling ist. Die Forsythien zeigten nicht nur Knospen, sondern standen in voller gelber Blüte, es gab Bäume voll mit rosa, andere mit violetten Blüten. Besonders auffällig allerdings waren die vielen Sträuche und Bäume mit dichtem Besatz von weißen Blüten, bei den mein noch vom Winter beeinflusstes Gehirn sich zuerst noch wunderte, wie sich den bei diesen Temperaturen und um diese Tageszeit so ein dicker Reif entwickeln könne.

Noch einmal wurde dann das frühlingshafte Denken aus aktuellem Anlass doch getrübt, als der Zug den Bahnhof von Biblis passierte. Doch dann war Mannheim erreicht, übrigens auf die Minute pünktlich.

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Thema: Arbeitszimmer, Hotelzimmer | Ein Kommentar

Nuklearer Notstand in der Europäischen Union

Dienstag, 29. März 2011 | Autor:

Nach dem Tschernobyl-GAU wurde von der Europäischen Union eine Verordnung erlssen, nach der im Falle eines nuklearen Notstandes die Grenzwerte für Radioaktivität in der Nahrung hochgesetzt werden können. Das war dazu gedacht, die Versorgung der Bevölkerung aufrecht zu erhalten.

Am letzten Freitag hat die Kommission jetzt den nuklearen Notstand erklärt und die erhöhten Grenzwerte für Lebensmittel in Kraft gesetzt. Inweit allerdings so ein halbes Promille der nach Deutschland eingeführten Lebensmittel der Grundversorgung dient, ist allerdings doch schwer zu bezweifeln.

Man sollte also offensichtlich jetzt Lebensmittel aus Japan meiden. Mehr hierzu in diesem Artikel.

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Thema: Vorgarten | Beitrag kommentieren

Flora nach dem Wochenende

Montag, 28. März 2011 | Autor:

Primeln

Eigentlich war das Wochenende ja ein wenig trübe und kaum hat die Arbeitswoche wieder angefangen, lacht einen die Sonne an. Da traf es sich gut, dass Hanna wenigstens für einen kleinen Farbtupfer gesorgt hat, indem sie am Sonnabend schnell bei Hellweg ein paar Primeln besorgte, die jetzt auf der Terrasse für einen Farbtupfer sorgen, jedenfalls so lange, bis die eigenen Blüten anfangen zu sprießen. Die Indigoletta treibt schon kräftig und auch eine der drei Clematis scheint die Attacken der Kater gut überstanden zu haben.

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Thema: Dachterrasse | Beitrag kommentieren

Großdemos gegen Atomkraft

Freitag, 25. März 2011 | Autor:

Gegen AtomkraftMorgen findet in Berlin eine Großdemonstration gegen Atomkraft statt. Es ist eine von vier Großdemonstrationen in den Millionenstädten der Bundesrepublik (die drei anderen folgerichtig in Hamburg, München und Köln).

Nähere Infos zur Berliner Demo gibt es hier, jeder der irgendwie Zeit hat und laufen kann, sollte mitmachen.

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Thema: Vorgarten | Beitrag kommentieren

Europäisches Haus

Donnerstag, 24. März 2011 | Autor:

Europäisches Haus Berlin

Gestern war der Anlass, aus dem ich die ganze Woche in Berlin bin, denn dieser Anlass war mittendrin (in der Woche). In der Vertretung der EU-Komission am Pariser Platz gab es eine Veranstaltung zum Umweltprogramm der EU, dem LIFE+-Programm.

Ich war schon ein paar Jahre nicht mehr am Brandenburger Tor und es hat sich doch eine ganze Menge verändert. Bei strahlendem Sonnenschein waren sehr viele Touristen unterwegs, besonders Spaniern scheint Berlin zu gefallen. Dazwischen die Lobbyisten und Beamten, deren Mittagessen wohl aus Donuts und Kaffee zu bestehen scheint und der eine oder andere Politiker, z.B. habe ich Franz Müntefering etwas verloren in Richtung Unter den Linden laufen sehen.

Die Mischung der Gebäude ist interessant, das Adlon mit seinen schweren schwarzen Fahrdienstlimousinen davor, die Botschaften mit ihren schweren schwarzen Diplomatenlimousinen. Zwei Banken, aber auch die Akademie der Künste, ein größeres Polizeiaufgebot an der abgesperrten Straße zur britischen Botschaft (wobei interessanterweise an der US-Botschaft keine Polizei zu sehen war, dazwischen Andenkenverkäufer und Würstchenbuden.

Im Zusammenhang mit der Kanzlerbahn (der U55) ist die S-Bahnstation “Unter den Linden” in Brandenburger Tor umbenannt worden, zum Glück hat man wenigstens eins der alten gekachelten Stationsschilder in der Station gelassen, ansonsten hängen die blauen Einheitsschilder. Wahrscheinlich als Ausgeich hat man dafür das U-Bahn-Zeichen direkt vor dem Europäischen Haus antikisierend gestaltet, einschließlich des Stationsnamens in Frakturschrift.

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Thema: Arbeitszimmer, Vorgarten | Beitrag kommentieren

Flora und Fauna mitten in der Woche

Mittwoch, 23. März 2011 | Autor:

Krokus auf der Terrasse

Nachdem wir die Töpfe vor eineinhalb Wochen auf die Terrasse geräumt haben, sprießt alles mit Macht. Es ist auch warm genug, um die Terrassentür offen zu lassen. Nur Linus hat von Zeit zu Zeit das Bedürfnis, sich zu verkriechen, und er tut das am liebsten in Hannas Armbeuge, wenn sie am Computer sitzt.

Linus in Hannas Arm

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Thema: Dachterrasse, Katzenhöhle | Beitrag kommentieren

Hamburg – Anfang der 70er

Dienstag, 22. März 2011 | Autor:

Diesen Film musste ich einfach posten, da er die Stadt darstellt, wie ich sie aus meiner Schul- und Studienzeit erinnere, einschließlich der damals noch vorhandenen Straßenbahn.

Hamburg – Great City on a Great River from Friedemann Wachsmuth on Vimeo.

via: Hamburg vs. Berlin

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Thema: Rumpelkammer | Beitrag kommentieren

Naschkatzen

Samstag, 19. März 2011 | Autor:

Naschkatzen

Manchmal bewahrheiten sich Worte, wie man hier sieht. Das sind vier Naschkatzen, die sich um Axel versammeln um ein Stück Katzenstick zu ergattern.

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Thema: Katzenhöhle | Ein Kommentar

Der lustigste Witz der Welt

Freitag, 18. März 2011 | Autor:

Und nun mal zu ganz etwas Anderem (And now to something completely different).

Die englischsprachigen Kenner wissen jetzt, was oder zumindest wer jetzt kommt.

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Thema: Rumpelkammer | 2 Kommentare

Wirtschaftsinteressen gegen Sicherheit gegen Wahlinteressen

Dienstag, 15. März 2011 | Autor:

Ich fass es einfach nicht, wie blöd sind unsere Politiker eigentlich? Da erdreistet sich Westerwelle, gestern in einem Interview zu sagen: “Jetzt geht Sicherheit vor Wirtschaftsinteressen.”

Ja, wie jetzt? Weiß er, was er mit diesem Satz zugibt? Dass bisher in dieser Regierung die Wirtschaftsinteressen vor der Sicherheit kamen?  Dass die Regierung vorher gelogen hat? Wer soll ihr denn sowieso noch glauben?

Es ist zu befürchten, dass große Teile des Wahlvolkes das trotzdem noch tun, wenn sie nicht sowieso zu den Nichtwählern abwandern.

Nachtrag: Plötzlich steuert schwarz-gelb panisch zurück. Friedbert Pflüger, jetzt Direktor des European Centre for Energy and Resource Security am King’s College in London, meint, Schwarz-Gelb habe die Gefahren der Atomkraft verharmlost und plädiert für eine radikale und totale Abkehr von der Atomkraft. Pflüger war selbst Mitglied der großen Koalition. Und nicht auch Fraktionschef der Berliner CDU vor Kurzem, bis er geschasst wurde? Oder befreit das Absägen in der eigenen Partei die Köpfe und erlaubt unabhängiges Denken?

Mappus dagegen nimmt Neckarwestheim vom Netz und meint, das wird nicht wieder in Betrieb genommen. Grundlage war offensichtlich die Aussage von EnBW, dass das AKW nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden kann. Wie praktisch, hat doch Mappus im letzten Jahr mehr oder weniger im Alleingang die EnBW in den Besitz des Landes gebracht.

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Thema: Vorgarten | Beitrag kommentieren