Sprachwandel

Ein Witz, den mir mein Kollege gestern erzählt hat, hat mich dazu angeregt, über den Sprachwandel nachzudenken.

Viele Leute denken ja, eine Sprache muss so bleiben, wie sie es in der Schule gelernt haben, aber eine Sprache, die sich nicht verändert, das ist eine tote Sprache, denn Benutzung führt zur Veränderung. Da ist die eine Seite, der technische Wandel. Oder wer hätte vor 20 Jahren einen Satz verstanden wie: „Das was ich mit meinem Smartphone gegoogelt habe, muss ich doch gleich einmal Twittern!“ Alle drei Wörter, die jemand vor 20 Jahren nicht kannte, stehen heute im Duden.

Es gibt natürlich Auswüchse, besonders die, die über das Englische reinkommen, die Anglizismen (Lied: Wise Guys – Denglisch), Verkürzungen aus Chats und Emails, weil Leute nicht so schnell Tippen können (Jasper: Der HDL-Song) oder falscher Gebrauch von Apostrophs, Bindestrichen und Leerzeichen. Die bekannteste Sprachkritische Kolumne ist sicher Der Zwiebelfisch von Bastian Sick.

Man kann sich an so manchem stören, vieles ist aber sicher unvermeidlich, da spielt auch die Jugendsprache eine große Rolle. Wie sagte Goethe (von der eben verlinkten Webseite kopiert): „Ich hör‘ es gerne, wenn die Jugend plappert: Das Neue klingt. Das Alte klappert.“

Wenn Hannas Schwester aus Kanada kommt, dann wundert sie sich häufig, was hier für ein Deutsch gesprochen wird, aber sie hat halt die Entwicklungen seit der Mitte der 60er nicht mitbekommen.

Ach, apropos Jugendsprache und Verständnis zwischen den Generation, den Witz, den mir mein Kollege erzählt hatte, will ich dann auch noch nachliefern:

Sagt der Vater zum Sohn: „Mein Sohn, zwei Worte will ich in unserem Haus nicht hören, das eine ist Geil und das andere ist Scheiße“. Der Sohn: „Geht klar, Papa. Und welche beiden Worte sind das?“

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Ein Kommentar zu Sprachwandel

  1. Ursel sagt:

    „Gefällt mir“ 😉 – Gute Beispiele hast Du da gewählt.

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