Witze über Seine Majestät Wulff

Der Spott, die Enthüllungen und das Gerede über Wulff hört nicht auf. extra3 kann also nicht recht haben, wenn sie schreiben: „Letzter Präsident: Beleidigte Leberwurst. Dieser Präsident: Salami-Taktiker. Aber Wurst sind sie beide.“ Wenn das so Wurst wäre, dann würde nicht jeder darüber reden. Oder Witze machen. Wobei extra3 dabei richtig gut ist, Sie geben Tipps, wie Wulff das Ganze vergessen machen könnte oder zeigen das endgültige Rechtfertigungsvideo. Natürlich ist das Thema auch im Karneval ein gefundenes Fressen.

Dabei ist das mit dem Witzemachen gar nicht so ungefährlich. Historisch in der Nachfolge des Tatbestands der Majestätsbeleidigung gibt es bis heute in unserem Strafgesetzbuch der „Verunglimpfung des Staatsoberhaupt“. Wenn Der Bundespräsident zustimmt, dann kann so ein Verunglimpfer mit Gefängnis bis zu 5 Jahren bestraft werden. Gestern war in Berlin so ein Verfahren angesetzt, ist dann aber kurz vorher geplatzt, weil Wulff seine Zustimmung offensichtlich zurückgezogen hatte. Da kann man sich solche Situationen durchaus vorstellen.

Die Berliner Zeitung hat heute übrigens ein sehr interessantes Interview mit Günter Wallraff (dem Mann, der bei Bild Hans Esser war) veröffentlicht. Wallraff kritisiert darin hauptsächlich die Bild und kann die Reaktion von Wulff nachvollziehen, der sehr erbost war, da die Bild ihn vorher immer gefördert hatte. Am interessantesten fand ich die Bemerkung von Wallraff, dass Bild angefangen hätte den Bundespräsidenten zu kritisieren, nachdem dieser in einer Rede erklärte, der Islam gehöre zu Deutschland.

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