Jahreszeit

Langsam geht mir dieser so genannte Winter auf die Nerven. Dieses ewige Grau, nur durchbrochen von ein paar Regentropfen. Oder Braun, wenn ich auf der Fahrt von und nach Hamburg aus dem Fenster sehe. An Flüssen und Seen weiß man dann manchmal nicht, wo das Wasser aufhört und der Himmel anfängt. Oder umgekehrt.

Eigentlich habe ich Ende Dezember gedacht, der Januar zeigt dann doch ein wenig Sonne, aber nein, er machte einfach dort weiter wo der Dezember aufgehört hat.

So richtig Lust macht das zu kaum etwas. Ich bin unlustig zu schreiben, zu fotografieren. Meinen normalen Zug am Montag von Berlin erreiche ich schon seit Wochen nicht mehr, ich stehe auf und sage dann nach einer halben Stunde, na ja, ich nehme doch einen Zug später. Es ist auch nicht mehr motivierend im Dunklen aus dem Haus zu gehen und im Dunklen wieder zurück zu kommen. Der einzige Trost ist da nur, dass es anderen auch so geht.

Selbst den Katern ist es auf dem Boden zu ungemütlich, wo sie sich sonst gern für Stunden hin verziehen, da machen sie jetzt eine kurze Runde und legen sich in der Wohnung schlafen. Nein, das stimmt nicht, nach 5 Minuten denken sie wieder an den Boden, verlangen lautstark, dass die Tür geöffnet wird, um dann nach wenigen Minuten wieder lautstark Einlass zu begehren.

Heute kam dann doch noch die Sonne hervor, die im Winter aber meist mit Minusgraden daher kommt. Und was bedeuten Minusgrade? Ja, klar, Schwierigkeiten bei Bahn und S-Bahn. Triebwerkschaden bei meinem ICE nach Berlin (eingefroren?) und schon bei der Abfahrt wenigstens 30 Minuten Verspätung bei dem glücklicherweise als Ersatz bereit gestelltem alten IC. Und wenn ich mir die Zeiten der anderen Züge so zu Gemüte führte, ist die Pünktlichkeit mit Eintritt des Frosts rapide gesunken. Da klammert man sich an kleine positive Sachen, wie den Umstand, dass ich im Ersatzzug einen Sitzplatz fand, dazu noch in einem zur 2. Klasse umdeklarierten 1.-Klasse-Waggon.

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