Himmel und Hölle

Haus eines Schirmmachers

Heute war Gotik-Tag. Wir fuhren mit der Metro ins alte Viertel Barcelonas und machten uns im sehr gemächlichen Tempo auf, den historischen Teil zu entdecken, der zwischen dem 10. und 15. Jahrhundert entstanden ist. Unser Weg führte uns an einem Schirmmacherhaus vorbei, zumindest vermuten wir, aufgrund des Fassadenschmuckes, dass es ein Hersteller von Fächern und Schirmen war, der jedem Käufer auch gleich einen historischen Exkurs in das Herkunftsland der Ideen für Fächer und Schirme, nämlich China mitgab. Noch heute wirkt dieser Unterricht in Völkerkunde ein wenig humoristisch an.

Hanna kauft Bild

Durch ein paar enge Gassen, die im Sommer bestimmt gut gegen die Hitze schützen, kamen wir dann an einer der ältesten Kirchen im Zentrum diese Quartiers an und konnten ein kleines Bild von einer Künstlerin als Souvenir erwerben. Es wird wohl schon bald einen Ehrenplatz erhalten.

Karneval in Barcelona

Ganz dezent merkte man übrigens auch, dass in Barcelona Karneval gefeiert wird, der aber nicht alles Leben für sich beansprucht, sondern eher im Hintergrund läuft.

Barcelona Brücke

Dann kamen wir zur ältesten Kathedrale Barcelonas, die immer noch von Teilen der Stadtmauer und sogar Resten aus der römischen Besatzungszeit umgeben ist. Für mich ist es so faszinierend, über Straßen und Wege zu gehen, auf denen teilweise vor 2000 Jahren schon Menschen alltäglich langgingen.

Gasse in Barcelona

Das Pflaster allerdings war die Hölle für uns beide, so dass wir uns dann doch entschieden wieder in unser Viertel zu fahren um dort ein kleines Restaurant in der Nähe unseres Hotels aufzusuchen, von dem wir schon im Internet nur Gutes gelesen hatten. Und das war der Himmel.

Gegrilltes Kanninchen

Wir aßen`kleine`Vorspeisen, bekamen einen tollen Wein, alles zu angemessenen Preisen und der Höhepunkt war die Schokoladensauce zu meinen Profiteroles heladas, die vor unseren Augen mit sehr viel Liebe und Ausdauer vom Barmann hergestellt wurde. Eine wahre Köstlichkeit!!!

Nachtisch

Wir wollten heute Abend dort noch einmal essen gehen, aber wir sind jetzt am frühen Abend noch so gesättigt, das es wohl nur eine Kleinigkeit aus der Barküche des Hotels geben wird, denn die mittelalterlichen Steine haben ein Übriges getan, mich ein wenig Schachmatt zu setzen. Trotzdem ein toller Tag.

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