Krankenhausschnippsel

Gespart. Das Essen bei Vivantes im Klinikum am Friedrichshain war 2009 noch besser. Damals konnte man zum Frühstück und Abendessen seinen Belag und auch die Menge an Brot/Brötchen noch selber auswählen. Und es gab zum Nachmittagskaffee noch wenigstens einen Keks oder ein winziges Stück Kuchen. Letzteres ist ganz weg gefallen, der Belag wird zugeteilt und ist etwas zu knapp, selbst bei den servierten 2 Scheiben Brot oder Brötchen.

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Gedenken. Apropos Essen: das erinnert mich an meine Mandeloperation im Alter von ca. 10-12 Jahren. Ich kann mich lebhaft daran erinnern, dass wir immer Eis zum Nachtisch bekamen, damals ein ungeheurer Luxus und für mich als zum Teil unterernährtem Kind absolut toll.

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Gerissen. Das war mir auch noch nicht bekannt: Eine beliebte Gruppe von Antibiotika (die Gruppe der Fluorchinolone) hat eine seltene Nebenwirkung. Mein Bettnachbar beim ersten Aufenthalt wollte sich seine Socken anziehen, es machte Peng und seine Achillessehne war angerissen. Eine bekannte Folge dieser wegen ihrer Breitbandwirkung sehr beliebten Gruppe von „Antibiosen„, wie der Medizinstudent im Praktikum immer zu sagen pflegte. Der Ausdruck ist für ein Antibiotikum zwar verwandt, aber trotzdem haarscharf daneben.

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Geblutet. Es gibt eine eigene Berufsbezeichnung für jemanden, der fürs Blutabnehmen zuständig ist, die stand auf dem Namensschild der Frau, die eben solches bei mir gemacht hat. Leider habe ich das Wort nicht aufgeschrieben, vielleicht kann mir einer unserer Leser dabei helfen.

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Gescheitert. Auch Diagnose will geplant sein. Für eine diagnostische Untersuchung musste ich 6 Minuten über Krankenhausflure wandern, während ein Gerät gewisse Körperzustände aufzeichnete. Etwa zur Halbzeit waren die Batterien dieses Gerätes alle und die Arzthelferin konnte keine neuen auftreiben. Damit war die Untersuchung gescheitert und musste am nächsten Tag noch einmal gemacht werden.

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Getestet. Ein EKG habe ich schon häufig gehabt, ein EEG war mir zumindest bekannt. Neu war für mich die ENG (Elektroneurographie), der ich mich unterziehen musste. Dabei werden Nerven durch Strom gereizt und die Leitfähigkeit gemessen, um Schädigungen festzustellen. Zum Glück ist die Stromstärke relativ gering, allerdings hatte ich ein wenig das Gefühl, wie eine Elektrofolter bei entsprechender Stromstärke wirken könnte.

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Genesen? Mittlerweile (seit gestern Abend) bin ich auch vom zweiten Krankenhausaufenthalt zurück. Mein Nerv am Fuß ist zwar geschädigt aber noch lebendig, so dass mit einiger Krankengymnastik mein Fuß wohl wieder hergestellt werden kann.

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2 Kommentare zu Krankenhausschnippsel

  1. Hanna sagt:

    Ohne Axel damit zu verunglimpfen, läuft er im Moment wie jemand der in Monty Pythons „Ministry for silly walks“ angestellt ist…Da er nicht den Fuß abrollen kann, muß er immer das eine Bein anheben. Das heißt wohl auch Hahnentritt… Ich bin so glücklich, nach all den Wochen mit traurigsten und ängstlichen Zeiten, das mein Liebster wieder nachts neben mir schläft, und das sogar ohne zu Husten, zu Röcheln, ohne Panikzustände…nur mit dem gewohnten und geliebten Schnarchen!!!

  2. Clarissa sagt:

    Blut, nehmen häufig MTA’s Medizinisch Technische Assistenten/in im Krankenhausbetrieb auch liebevoll die Vampirtruppe genannt.

    Au ja Krankenhäuser und Essen, das verträgt sich seit Jahren schon nicht mehr. Bei dem Verpflegungssatz müsste das ganz anders aussehen.

    Gute und vor allen Dingen schnelle Besserung.

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