Flughafen BER: Klüngeleien, Intransparenz, Geldverschwendung

640px-Flughafen Willy Brandt (Schönefeld) Eingang

Photo: OTFW, Lizenz: CC 2.5 Generic

Berlin ist ja eigentlich die Bundeshauptstadt und sieht sich am liebsten schon wie in den zwanziger Jahren in einer Liga mit London, Paris und New York. Die Politik hält da aber nicht ganz mit der Welt mit und veranstaltet Sachen die man asl nichts Anderes bezeichnen kann als als Provinposse.

Aktuelles Beispiel ist natürlich das Drama um den sogenannten Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg-International oder auch Willy-Brandt-Flughafen (ob der sich wohl wohlgefühlt hätte, seinen Namen an so ein Beispiel von politischem Mismanagement zu geben?). Wann dieser Großbau in Betrieb gehen kann, weiß noch keiner, alle wissen allerdings, dass das erheblich Geld kosten kann. Wieviel ist auch nicht klar, aber die Rede ist von weit über 1 Mrd. €. Es ist auch klar, dass das die Betreibergesellschft nicht aufbringen kann, aber auch, dass sie nicht so einfach pleite gehen kann wie z.B. die Cargolifter AG.

Natürlich will die Opposition auch wissen, warum das alles so gekommen ist, es werden also Untersuchungen durchgeführt, und die Ergebnisse zu Papier gebracht in einem so genannten „Sachstandsbericht“. Nun sollte man meinen, dass die Geldgeber durchaus ein Recht haben, über diesen Sachstand in Kenntnis gesetzt zu werden, und der Geldgeber ist in diesem Fall, ja, wer wohl? Natürlich der häufig für dumm verkaufte sprichwörtliche Michel, die Steuerzahler.

Das meinten die Piraten auch und haben in ihrer naiven Anhänglichkeit an das Prinzp der Transparenz das Papier auf ihrer Webseite veröffentlicht (unter dem Link redmine.piratenfraktion-berlin.de/dmsf/uber ist der „Sachstandsbericht BER“ als PDF herunterladbar). Der Tagesspiegel schreibt hierzu:

Das von den Piraten veröffentlichte Dokument beinhaltet keine persönlichen Daten, Adressen oder Telefonnummern. Es ist eine nüchterne Auflistung des Sachstandes beim BER. Es enthält keinerlei Markierungen oder Hinweise auf eine Geheimhaltungsstufe. Die Informationen des Dokuments sind, da es auch um die finanzielle Situation des Flughafens geht, sogar von öffentlichem Interesse, da es sich dabei hauptsächlich um Steuergelder handelt. So geht aus dem Papier beispielsweise hervor, wie sich die Kostensteigerung von 1,7 Milliarden Euro zusammensetzt. Auch Details zum Zeitplan sind enthalten, die keiner besonderen Geheimhaltung bedürfen sollten.

Trotzdem hat unser ehemals beliebter Bürgermeister Wowereit vor Wut geschäumt als er es mitbekam, angeblich weil das Dokument Betriebsgeheimnisse enthält.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Und kommt mir nicht damit, dass das typisch Sozi ist. In der zweitgrößten Stadt Deutschlands ist die CDU für ein entsprechendes, weltweit bekanntes Planungsdesaster verantwortlich.

Elbphilharmonie August 2011

Photo: Mr. TI., Lizenz: CC 2.5 Generic

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Ein Kommentar zu Flughafen BER: Klüngeleien, Intransparenz, Geldverschwendung

  1. Anita sagt:

    BER Ja lass niemals Amateure die Arbeit von Profis machen, das kann nur in die Hose gehen.

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