In den Dezember

Zwei Wochenenden mit Gästen sind zwar sehr schön, können aber doch sehr anstrengend sein. Nachdem Elisabeth und Börje wieder nach Schweden geflogen sind kam dann unsre liebe Freundin und Tierärztin Antonia zu uns. Wie das so ist in Mitteleuropa, gingen beide Besuche nicht ohne den Konsum einer gehörigen Menge Ethanol in der einen oder anderen Form vonstatten, so dass der Rest des letzten Wochenendes dann doch eher der Regeneration gewidmet war.

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Neben dem Klönen war auch das jährliche Impfen unserer Viererbande ein Anlass für den Besuch Antonias. Das Impfen ist eigentlich nicht so ein großes Problem, allerdings haben die Katzen erhebliche Einwände, wenn es darum geht, eingefangen zu werden. Hanna verdrückt sich dann immer, sie wäre mit Sicherheit keine gute Tierärztin geworden, und ich muss dann die tatkräftige Unterstützung leisten. Ohne ein paar sichtbare Schrammen geht das dann nicht ab.

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Es wird Winter, ob die Probleme der Bahn damit zu tun hatten weiß ich nicht. Am Montag saß ich in einem ICE-T und wunderte mich schon, dass er nach dem Schließen der Türen in Berlin noch fast 5 Minuten am Bahnsteig wartete. Dass, und die Tatsache, dass der Zug auf der Strecke nicht mehr als 180 km/h fuhr, obwohl die Trasse auf 220 km/h ausgelegt ist, ließen die 20 Minuten Verspätung (bei 90 Minuten Fahrzeit doch recht viel) schon befürchten. Es gab natürlich keine Erklärung. Am Freitag dann das Gleiche beim gleichen Zugtyp. Diesmal hieß es, die Verspätung käme von einem „technischen Defekt am Zug“.

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Bis Mittwoch war dann heftigste Arbeit angesagt. Wir halfen einem Professor der TU bei einem Antrag für ein Forschungsprojekt, in dem es um den Wissenstransfer über erneuerbare Energien in die Partnerländer der EU am Mittelmeer ging. Neben „uns“ Hamburgern trafen eine schottische, eine französische und eine spanische Universität auf Akteure aus Ägypten, Tunesien und Marokko. Ich muss mich schon manchmal darüber wundern, wie Professoren über das Feilen an Details in der Beschreibung der Arbeit das große Ganze aus den Augen verlieren können. Drei Wochen erinnert man sie daran,d ass sie doch gefälligst (neben anderem natürlich) Budgetzahlen liefern sollen und dann kommt einer am Tag nach dem Abgabetermin mit den Zahlen und der Bemerkung, er hoffe das sein noch rechtzeitig.

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Natürlich weiß man nach solch einer Arbeit, wo alles hätte viel besser sein können, und man gibt dem Antrag eigentlich gar keine Chance, gerade nicht in diesem Fall. Aber die Zusammensetzung des Konsortiums ist gut, da weiß man nicht, ob da das Projekt nicht doch eine Chance hat. Ironischerweise würde das Projekt, wenn es käme, mir vielleicht doch noch die Arbeit bis zum Renteneintritt mit sichern könnte. Ehrlich gesagt, ich weiß gar nicht, ob ich das so richtig gut fände, das hieße ja noch gut vier Jahre pendeln.

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Der Rest der Woche war dann relativ ereignislos, ich hatte wieder Zeit für den Sportspass in Hamburg. Es tut gut, so zweimal, manchmal dreimal ins Studio zu gehen.

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Linus im Schnee

Und pünktlich zum Wochenende fing es dann in kräftigen Flocken an zu schneien, Schnee, der natürlich nicht liegen blieb, der aber bei unseren Katzen für großen Spaß sorgte. Linus und Camillo jagten hinter den Flocken her und Cooper und Buddy sahen sich das Treiben vom geschützten Unterstand aus an.

Drei Katzen beim Schnee

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5 Kommentare zu In den Dezember

  1. susanne sagt:

    Cooper und Buddy sind halt die gemütlichen Zwei

  2. Axel sagt:

    Soo gemütlich ist Cooper gar nicht. Mittlerweile halte ich ihn für den Chef der Viererbande. Mit Camillo kloppt er sich übrigens äußerst gerne und in der Regel versteckt sich Camillo dann vor ihm.

  3. susanne sagt:

    mein klitzekleiner Cooper? Glaub ich sowieso nicht, hihihih

  4. Axel sagt:

    Kannst du aber wohl glauben. Camillo bringt sich dann häufig zwischen den Beinen von Hanna in Deckung. Und Cooper schreckt auch nicht davor zurück, Linus anzugehen, wenn der ihm einen Platz streitig machen will. Die anderen beiden würden in dem Fall lieber einen großen Bogen um Linus machen.

  5. susanne sagt:

    sehr selbstbewußt!Siehe mein Hänschen, der lässt sich hier auch nix gefallen!Ist der heimliche Chef meiner Bande, selbst Bonny hat er im „Griff“

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