Zweite Dezemberwoche

Und es schneite und schneite in Berlin, in Hamburg war Regen angesagt, und als ich dann eine Benachrichtigung der Deutschen Bahn in meinem elektronischen Postfach fand, dass mein Zug verspätet sei, beschloss ich, in Berlin zu bleiben und das Homeoffice zu nutzen. Wie ich später hörte, hatten alle im Büro großes Verständnis dafür, in und um Hamburg war es auch schon über kürzere Strecken nicht einfach, ins Büro zu kommen.

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Am Dienstag ging es dann mit kleineren Störungen dann doch relativ glatt nach Hamburg, nur ein Busausfall in Berlin, 10 Minuten Zugverspätung, leichte Störung bei der S-Bahn in Hamburg. Das kann alles auch an Tagen ohne Winterwetter passieren. Abends habe ich beim Betrachten von Facebook gedacht, dass das Medium offensichtlich viele Erwachsene wieder in die Pubertät treibt. Da werden Sinnsprüche und kitschige Bilder “geshared” und “geliked”, die ich eher bei 12-14 Jahre alten Mädchen im Poesiealbum vermuten würde.

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Für den Mittwoch stand in meinem Terminkalender um 10 Uhr eine Abteilungssitzung. 2 Minuten vorher ging ich zu unserer Sekretärin und fragte, was mit dem Termin sei, da von 8 Personen nur wir beide anwesend waren und eine weitere Kollegin in einer Konkurrenzsitzung saß. Da erfuhr ich dann, dass es zum “Meeting auf Abruf” gewandelt war, was ich so auch noch nicht gehört hatte. Später allerdings bekam ich dann so unter der Hand mit, dass die Sitzung schon am Vortag auf 11 Uhr verschoben worden war und kurze Zeit später dann auf 11:30 gelegt war, wo sie dann wirklich stattfand. Ich war ganz schön sauer und habe nur gedacht, warum kann man mit Kollegen nicht wenigstens so umgehen, wie man es im Umgang mit Kunden als selbstverständlich voraussetzt.

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Gegen Abend war dann Weihnachtsfeier, die in der Firma stattfand, was für die wirtschaftliche Situation einer Firma sicher nicht unangenehm ist, da sowas dann doch sehr früh aufhört. Ein bayrischer Kollege war für den Glühwein zuständig und als ich sah, dass er in einem Topf mit etwa 20 Litern Fassungsvermögen neben einem Kilo Zucker auch noch einen Liter Brandy und eine halbe Flasche Southern Comfort kippte, habe ich mich lieber an den unverfälschten nicht glühenden Rotwein gehalten. Ein interessantes Detail: neben diesem heftigen Glühwein gab es für die Biertrinker nur alkoholfreies Bier, davon dann allerdings drei Sorten.

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Am Donnerstag bekam ich eine Mail der Deutschen Bahn, in der sie die Beta-Version der neuen Reservierung ankündigte. Auf diese Variante hatte ich schon lange gewartet, Wagen und den Sitzplatz in dem selbigen auszuwählen, super. Gleich gemacht, klappt gut, auch die Bedienung ist fast intuitiv. Aber Pustekuchen, ich hatte mir natürlich einen Wagen in der Nähe er Rolltreppe ausgesucht. Und was passiert? Der gebuchte Zugteil ist nicht dabei, der ICE fährt nur mit der Hälfte. Und das am Freitag Nachmittag! Das Hauen und Stachen um einen Sitzplatz war mir zuviel, ich habe also die DB App strapaziert und einen Zug gefunden, der eine halbe Stunde später auf die Reise ging. Also schnell noch eine S-Bahn zum Bhf Dammtor genommen und einen Sitzplatz gefunden. Letztlich war ich dann 15 Minuten später in Berlin als mit dem gebuchten Zug, was will man mehr?

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Am Samstag war dann Besuch aus Westberlin angesagt, aber der hat kurzfristig abgesagt. Wir haben also das Wochenende ganz für uns. Das hat auch was für sich…

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