Letzte Arbeitswoche 2012

WeihnachtsbeleuchtungAm Montag ist mir auf einen Schlag klar geworden, dass ich alt bin. Der Bus war gut 5 Minuten verspätet, dementsprechend voll. Und mir hat ein junger Mann seinen Sitzplatz angeboten. Was für ein Schock. Nun gut, ich hatte die Busfahrt darüber nachzudenken. Oder auch nicht, denn das Denken wurde gestört durch das markerschütternde Geschrei eines Zwillingspaares in einem riesigen Doppelkinderwagen.

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Die Kollegen meinten, da ich manchmal etwas übrig lasse beim Essen, dass ich dann doch besser ab sofort Seniorenteller ordern sollte.

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In Hamburg hatte ich dann irgendwie das Gefühl, als ob der Tag dazu da ist, die Stunden zu zählen bis zum Beginn des Weihnachtsurlaubs.

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Auf Facebook spiele ich seit etwa eineinhalb Jahren ein Spiel, dass eines der besten Browsergames ist, dass ich bisher kennengelernt habe. Mittlerweile bin ich da in einer Gruppe von etwa 350 Mitgliedern und gehöre zu den 14 Administratoren der Gruppe.

Am Mittwoch wurde plötzlich die Gruppe der Administratoren verkleinert und ein neuer Chat eingerichtet. Grund war, dass einer der Administratoren beschuldigt wird, eine sechzehnjährige für sexuelle Dienstleistungen bezahlt zu haben. Das ist in Neuseeland seit 2003 strafbar, so wie auch seit 2008 in Deutschland. So weit, so gut, eigentlich sollte es ja egal sein, wenn irgendein Typ zu einer Prostituierten geht, und wenn ein 47jähriger Mann es nötig hat zu jungen Frauen zu gehen, dann kann ich ihn nur bedauern.

Darum soll es mir aber nicht gehen hier. Wie das so ist, wurde in der Gruppe er dann erst einmal als Administrator ausgeschlossen und dann wurde diskutiert, ob er auch aus der Spielegruppe ausgeschlossen werden soll. Wohlgemerkt, es gibt bis jetzt nur eine Beschuldigung, keine Äußerung des Beschuldigten selbst, keine Hinweise über de Umstände oder ähnliches.

Wie heißt es so schön: in dubio pro reo, im Zweifel für den Angeklagten. Offensichtlich ist das aber nicht so, wenn es von 14 Leuten 10 für richtig hielten, den „Angeklagten“ ohne weitere Kenntnisse bedingungslos auszuschließen. Drei weitere meinten, man solle ihn wieder aufnehmen, wenn er unschuldig ist.

Und dann war da noch Axel, der als einziger meinte, man könne so jemanden doch nicht vorverurteilen. Der sogar meint, dass diese Beschuldigung selbst dann nicht ausreicht, ihn aus der Gruppe auszuschließen, wenn sie sich als wahr erweisen würde. Ehrlich, wer ist schon präzise in der Lage zu entscheiden, ob ein Mädchen 16 oder 18 Jahre alt ist. Und was hat das mit einem Spiel zu tun, in dem es darum geht, irgendwelchen Freunden Züge zu schicken.

Irgendwann habe ich die Diskussion aufgegeben, mir war nicht klar, warum man so reagieren musste. Es wurde geredet von einer Bedrohung, die man von der Gruppe abwenden müsse, von Kindern, die in der Gruppe mitspielen. Das klingt so, als ob diese Beschuldigung aufgebläht wird zu Vergewaltigung oder Kinderschändung.

Jedenfalls war ich fassungslos!

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Und meine arme Freundin Ursel hat das dann abbekommen, ich habe auf einen ihrer Posts auf Facebook etwas heftig reagiert. Tut mir Leid, aber manchmal kann man die pauschalen Gefühlsanleitungen in den Social Networks einfach nicht ab!

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Am Mittwochabend war es dann soweit: zuhause und für fast drei Wochen nicht davor Angst haben, wieder nach Hamburg zur Arbeit fahren zu müssen.

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Eigentlich wäre ich erst am Freitag nach Hause gekommen, aber ich hatte einen Termin am Donnerstag, bei dem ich mir ein Atemmessgerät abholen musste. Ich frage mich immer, warum die im Krankenhaus nicht nach der Ursache meines Sauerstoffmangels gesucht haben. Aber jetzt habe ich eine Pneumologin, der ich vertraue und die tatsächlich danach sucht, warum es mich auf die Intensivstation verschlagen hatte. Also habe ich mich kompliziert verdrahtet vor dem Schlafen: Bauchgurt, Brustgurt, Nasenschlauch.

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Und sie hatte Recht, die Ergebnisse weisen auf eine Mangelversorgung an Sauerstoff hin und auf Atemaussetzer. Also werde ich demnächst ins Schaflabor gehen. Habe schon einiges darüber gelesen, aber nicht gedacht, dass ich das einmal selber ausprobieren würde.

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Das Foto hat Hanna übrigens mit ihrem neuen iPad mini gemacht, aber darüber soll sie selber berichten, wenn sie will. Wir genießen jetzt die Tage gemeinsam!

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2 Kommentare zu Letzte Arbeitswoche 2012

  1. susanne sagt:

    Lieber Axel, auf Schlafapnoe hatte ich Hanna damals hingewiesen, als dein Zustand dramatisch war; auch hatten wir die Frage diskutiert, ob das von deinem damaligen Lungenarzt ausreichend berücksichtigt wurde.
    Aber jetzt ist es gut, es wird detailliert untersucht.
    Für Euch alle, Zwei- und Vierbeinern fröhliche Weihnachten und ruhige Tage.

  2. Clarissa sagt:

    Hallo Axel, erst einmal wünsche ich euch allen einen schönen vierten Advent. Ich habe ein App auf meinem Androiden, vielleicht gibt es so etwas ja auch für die Obstkiste. http://www.androidpit.de/de/android/market/apps/app/com.urbandroid.sleep/Sleep-as-Android
    Ich konnte damit bei mir schon so einiges herausfinden, z.b. habe ich immer zur selben Zeit extreme Schnarchanfälle aber das liegt auch daran wie ich liege, ich habe einfach meinen Lattenrost etwas erhöht im Kopf und Beinbereich, wenn ich säge, vibriert das Mobilphone und ich höre sehr schnell damit auf, mein Tiefschlafphasen haben sich von knapp 40% auf gute 60% verbessert mein Schlafdefizit ist nicht mehr 2 Stunden sondern nur noch ca. 15 Minuten je Nacht. Insgesamt bin ich morgens jetzt wesentlich fitter und auch über den Tag nicht mehr so kaputt, dazu das perfekte Wecken und nicht aus dem Tiefschlaf heraus reißen lassen. Ich habe es erst einmal 10 Tage getestet und dann den Freischaltcode erworben.

    Die App ersetzt natürlich kein Schlaflabor bietet aber sehr viel Anhaltspunkte und Auswertungsmöglichkeiten über den eigenen Schlaf.

    Eine Freundin hat damit heraus gefunden das sie in der Nacht heftigts mit den Zähnen knirscht, jetzt hat sie eine Aufbeißschiene und morgens keine Kopfschmerzen mehr.

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