Die Woche danach

Man sollte denken, dass ich die frisch renovierte Wohnung erst einmal genießen möchte. Stimmt. Aber ging nicht, die Woche ab dem 21. war die erste volle Fünftagewoche in Hamburg. Also alles wieder auf „Normal“ gestellt.

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21.01.2013 (Mo.)

Die erste volle Arbeitswoche in Hamburg, d.h. ich bin von Montag bis Freitag unterwegs.und so fängt die Woche auch an: der Zug bleibt auf freier Strecke stehen, natürlich nicht weit vom Ziel. Grund war offensichtlich, dass der Zugführer irgendwelche Bremsen überprüfen müsste. Resultat waren dann 30 Minuten Verspätung. Nein, exakt waren es 29. Ist es euch schon einmal aufgefallen, dass die Bahn bei ihren Anzeigen immer abrundet? 9 Minuten sind dann „etwa 5“ und 29 etwa 25.

Neben mir im Zug saßen zwei Models, die sich auf Englisch unterhielten. Die eine war offensichtlich aus Toronto, die andere aus Österreich. Sie unterhielten sich über ihre Jobs, die Agenturen und die Fotografen. Und der Job kann ja wohl recht hart sein, die eine hatte Angst vor einem Termin am nächsten Tag, bei dem es im Aufnahmen von Sommermode ging. Angst deshalb, weil der Fotograf offensichtlich gerne im Freien fotografierte, wohl auch bei den damaligen Minusgraden. Was mir auffiel an den Mädels war, dass sie sehr groß und, naja, sehr schlank waren, dabei aber vollkommen nichts sagende Gesichter hatten. Muss wohl so sein, damit die Visagisten sich austoben können.

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22.01.2013 (Di.)

In Harburg habe ich ein neues italienisches Restaurant ausprobiert, das Ristorante Mercato in der Neuen Strasse. So richtig trattoriamäßig dekoriert, natürlich mit rot karierten Tischdecken, vielen Flaschen, Ferrarimodellen bis hin zu einer ausgewachsenen Vespa. Ich hatte sehr gute Spaghetti Vongole, mit sehr viel frischem Knoblauch und ein wenig auf der scharfen Seite. Als Nachtisch gab es ein Halbgefrorenes, außen mit Kokosraspeln und innen mit einer Limoncellofüllung. Sehr lecker.

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24.01.2013 (Do.)

Und noch ein Besuch im Ristorante Mercato, obwohl ich sonst eigentlich selten abends essen gehe. Diesmal habe ich den Test gemacht, den ich immer bei Italienern durchführe: wie sind die Spaghetti Carbonara? Nach Schulnoten würde ich diesen eine 2- geben. Eigentlich waren sie gut, leider wurde der Parmigiano aber schon in der Küche auf die Nudeln getan, das mache ich dann aber doch lieber selbst am Tisch.

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25.01.2013 (Fr.)

Für die Rückfahrt am Freitag habe ich jetzt einen angenehmen ICE entdeckt. Üblicherweise fahren die Züge nach Berlin in Hamburg kurz nach der vollen Stunde, dieser aber fährt seit Beginn des neuen Fahrplans als Extrazug um 14:38. Da er offensichtlich noch nicht so bekannt ist, ist er so schön leer, dass ich (am Freitag!!!!) ohne Reservierung einsteigen kann und einen ganzen Tisch für mich alleine habe. Ok, er fährt etwas länger, weil er in Ludwigslust und Wittenberge hält, aber den Zug eine halbe Stunde später hatte ich schon mehrfach nicht nehmen können, weil alle Plätze reserviert waren.

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26.01.2013 (Sa.)

Wie habe ich es vermisst! Als ich noch in Hamburg wohnte, hatte ich eine regelmäßige Doppelkopfrunde. Wir trafen uns monatlich reihum und hatten viel Spaß. Hier in Berlin hatten wir immer wieder Ansätze dazu gemacht, es hat sich aber nie ergeben. Heute kamen dann Manuela und Michelle, die sonst bei uns sauber machen, einfach ganz privat mit Flo vorbei und es ergab sich eine lustige runde, von der ich hoffe, dass se auch zu einer regelmäßigen Institution werden kann. Das Essen zwischendurch, die Wan Tans, habe ich oben ja schon kurz erwähnt.

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