Rumänien und die üblichen Orte

11.03.2013 (Mo.)

Eigentlich bin ich zu Hause geblieben, weil ich einen HNO-Termin hatte. Und dann kommt der Anruf, dass der ausfallen muss, wegen Krankheit derjenigen, die die Untersuchung durchführen sollte (Nasenfunktionsprüfung, was es alles gibt).

Hanna ist sicher nicht unglücklich darüber. Und draußen schneit es unerbittlich, es ist die Frage, warum der Winter nicht endlich dem Frühling Platz macht.

12.03.2013 (Di.)

Unter anderem aufgrund der Wettersituation habe ich keinen Bock, mich auf den Weg nach Hamburg zu machen. Also ist das Homeoffice angesagt mit langwierigen Telefongesprächen zu Budgetfragen, von denen mir einige vollkommen unlogisch erscheinen. Aber ich bin ja nur Mathematiker, die können ja nicht logisch denken.

13.03.2013 (Mi.)

Als ich mich gerade auf den Weg machen will dann doch nach Hamburg, bekomme ich einen Anruf von meiner Lungenärztin, die mit mir das Ergebnis des Labors besprechen will. und das geht dann nur am Donnerstag, sonst vor Ostern gar nicht mehr. Dann lohnt es sich dann aber auch gar nicht mehr, diese Woche nach Hamburg zu fahren, was bei Hanna zu einem richtig, richtig breiten Grinsen führt.

14.03.2013 (Do.)

Heute war so ganz richtig intensives Arbeiten angesagt, bis auf den Arzttermin. Es steht nun endgültig fest, ich muss nachts die Maske tragen, die in meinem Hals einen Überdruck erzeugt, damit die Atemwege richtig frei werden. Das Gerät wird dann irgendwann zu uns nach Hause geliefert. Die Ärztin sagte mir auch, dass sie es auf den niedrigsten Druck eingestellt hat, das wird dann irgendwann mal wieder überprüft, zum Glück nicht im Labor, sondern mit einem mobilen Gerät.

18.03.2013 (Mo.)

Heute ließ sich die Fahrt nach Hamburg nicht vermeiden. Zum Glück war ich nicht vom Bahnstreik betroffen, der Zug vor mir ist zum Beispiel als Ersatzzug gefahren.

19.03.2013 (Di.)

Nach einem halben Tag im Büro ging es dann nachmittags zum Flughafen in Hamburg, um dann über München nach Timiṣoara in Rumänien. Immer noch hat der Winter alles im Griff, das zu spät in Hamburg angekommene Fluggerät musste dann auch noch enteist werden, mit einer halben Stunde Verspätung ging es los und in München musste ich mich dann mächtig abhetzen, um dann als letzter Gast gerade noch auf den Bus zum Flugzeug nach Timiṣoara zu kommen.

Der Flughafen dort ist fast schon winzig zu nennen, und nach der Ankunft fand ich um 22.15 Uhr keinen offenen Schalter, an dem ich den für mich gebuchten Mietwagen in Empfang nehmen konnte. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich mit den Kollegen von der TU mitfahren können, die vor Ort abgeholt wurden. So musste ich dann mit mulmigen Gefühl auf das Taxi zurückgreifen, von dem unsere Gastgeber vorher abgeraten hatten, weil es zu teuer sei. Fahrpreis: noch nicht einmal 10 Euro…

20.03.2013 (Mi.)

Am Mittwoch konnte ich dann mal einen Vorgeschmack auf den Frühling gewinnen: sonnig bei schon 12-13 Grad am Vormittag. Zum Glück hatte ich auch ein wenig Zeit und konnte einen Spaziergang machen durch die Altstadt von Timiṣoara, einem Ort der irgendwann einmal Klein-Wien genannt wurde. Über diesen Spaziergang werde ich noch extra, auch mit ein paar Fotos, berichten.

21.03.2013 (Do.)

Unsere Projekttreffen finden immer über zwei Tage statt,, mindestens von Mittag zu Mittag. Dazwischen lädt der Gastgeber die Teilnehmer zu einem Essen ein. Dieses fand im Restaurant der Universität statt. Zunächst ging es durch die Mensa und dann irgendwie über Hintertreppen in einen Raum, der irgendwie halbfestlich hergerichtet war, mit Tischdecken und drapierten Stühlen. Angenehm war es, dass der Tisch rund war, so dass alle Teilnehmer Blickkontakt zueinander aufnehmen konnten.

Auffallend war es, dass im Gegensatz zum westlichen Europa reichlich Alkohol floss. Das fing schon mit dem Pflaumenschnaps als Aperitif an und ging dann nach dem Wein mit koscherem israelischen Brandy (echt wahr!) zu Ende. Kein Wunder dass ich an diesem Ort nach langer Zeit mal wieder ein Männerklo mit einem Kotzbecken gesehen habe, das letzte Mal war glaube ich vor fast 30 Jahren im Wendland in einem Landgasthof.

22.03.2013 (Fr.)

Das Treffen war dann um die Mittagszeit zu Ende, leider hatten wir Hamburger keinen Platz mehr bekommen auf dem Flug am frühen Nachmittag und mussten die Zeit, angesichts des mittlerweile nass und kalt gewordenen Wetters, die Zeit mit Arbeiten im Meetingraum verbringen. Der Jet kam pünktlich rein, verspätete sich dann aber doch, da in Österreich ein neues Flugsciherungssystem größere Abstände zwischen den Flügen bedingte in der Einführungsphase. Und was bedeutet das für München? Dass ich mich nach der obligatorischen Warteschleife dann doch wieder auf dem Weg zum Anschlussflug abhetzen musste.

In Berlin leistete ich mir dann auf meine Kosten ein Taxi, denn nach Bundesreisekostengesetz, das für uns als (halb)öffentliche Angestellte gilt, ist das nur in Ausnahmefällen möglich.

25.03.2013 (Mo.)

Endspurt zur Arbeit nach Hamburg. Abends hatte ich einen Termin im Osten Hamburgs, um ein sogenanntes DVT anfertigen zu lassen. Es ist schon traurig, wie so eine Vorstadt aussehen kann. Das war eine verkehrsreiche Kreuzung nicht weit von der Autobahn nach Lübeck und Berlin entfernt und die Läden, die dort in Backsteinbauten aus den fünfziger Jahren untergebracht waren, waren, neben dem Matratzendiscount, der immer ein Zeichen für eine Einkaufsgegend der unteren Kategorie ist, daneben gab es Hundefriseur, Nagelstudio, Fahrschule, einen Netto und ein, jawohl die gibt es noch, griechisches Restaurant „Bei Dimitri“.

26.03.2013 (Di.)

Eigentlich wollte ich bis Donnerstag in Hamburg bleiben, da ich keinen Urlaubstag nehmen wollte und meine Stunden, die ich für Gleittage verwenden kann, so langsam knapp werden. Aber da wir am Donnerstag Doppelkopfabend haben und am Samstag schon um 3 Uhr Gäste, wäre das mit dem EInkaufen sehr hektisch geworden. Ich machte also Hanna besonders glücklich, als ich mich dann doch zu einem Gleittag entschloss.

27.03.2013 (Mi.)

Ab geht es nach Hause, und wir beide freuen uns riesig.

Es ist schon ein wenig ironisch, wenn man auf dem Weg zum Bahnhof in der S-Bahn jemanden sieht, der richtig fett ist, also so fett, dass er echt zwei Sitze braucht. Und dann einen Rucksack bei sich hat, auf dem Elephant als Markenzeichen steht.

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