Ausflug in die die deutsche Provinz

Vorgestern ging es mit dem Zug auf die zur Zeit wegen einer gesperrten Elbbrücke auf die lange Zugfahrt zu einer Informationsveranstaltung zum neuen Marie-Skłodowska-Curie Programm der EU. Und wo fand die statt? Nicht nur in Bonn, der kleinen Stadt in Deutschland, wie sie John Le Carré nannte, sondern auch noch im ehemaligen Botschaftsviertel, Bad Godesberg. Dort reiht sich zwar eine große Villa an die nächste, aber sonst war zumindest in dem Viertel, wo ich war, nichts los. Das Hotel war ein Hotel garni, an sich schon ein Zeichen von Provinz, das Viertel hatte keinen vernünftigen Empfang für mobilen Datenempfang und die Alexander von Humboldt-Stiftung, der Ausrichter der Veranstaltung, bietet den besuchenden Wissenschaftlern in ihrem sparkassenähnlichen Bau aus dem Siebzigern noch nicht einmal einen WLAN-Zugang an.

Die Bundesregierung hat einen Großteil des Wissenschaftsministeriums und nachgeordnete Institutionen hier zurück gelassen. Ist das ein Hinweis darauf, dass Wissenschaft und Forschung für die Politik nur eine provinzielle Bedeutung hat?

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