Mal wieder was von der Bahn

Diese Woche hart ich am Donnerstag und Freitag mit Ärzten zu tun und musste dann schon Mittwoch nach Berlin. Da abends um 21:00 Uhr noch eine Telekonferenz angesagt war, verließ ich kurz nach 16:00 das Büro, ums den Zug um fünf zu erreichen, mit dem ich normalerweise um halb acht zuhause bin.

Am Hamburger Hauptbahnhof kam ich wie üblich 10-15 Minuten vor der planmäßigen Abfahrt des Zuges an und fand es etwas ärgerlich, das bei der Eiseskälte eine Verspätung von 10 Minuten angesagt war, das ist allerdings in Hamburg mit seinem überlasteten Bahnhof nichts Ungewöhnliches.

Ungewöhnlich war es dann allerdings, als eine Gleisänderung angesagt war und die Verspätung auf 25 Minuten erhöht wurde. Als dann nach Ablauf dieser Zeit die Verspätung kurz nacheinander auf 35 und 45 Minuten erhöht wurde, setzte ich darauf, dass der Zug ausfällt, denn in Hamburg fahren sie alle Stunde nach Berlin.

Nun ist es allerdings so, dass bei Ausfall der nächste Zug überfüllt ist und die Reservierungen für den alten nicht gelten. Clever, wie Axel sich fühlte, fuhr er eine Station mit der S-Bahn zum vorherigen Stop der Züge, um den Massen auszuweichen. Einige andere hatten das offensichtlich auch so gemacht. Kaum auf dem Bahnsteig angekommen, fuhr ein leerer ICE durch, und ein Check der Bahn-App ergab, dass der Zug den ich eigentlich nehmen wollte, aufgrund der Verspätung erst ab Hauptbahnhof fahren sollte. Etwas ärgerlich, aber nächste Zug kam pünktlich gute 10 Minuten später, also kein Verlust, und er war recht leer, so dass es kein Problem war einen Sitzplatz zu finden. Und mit diesem Zug würde ich dann um 20:30 Uhr zuhause sein, immer noch rechtzeitig für die Konferenz.

Soweit so gut. Gemütlich sitzend, erlebte ich die pünktliche Abfahrt des Zuges und musste dann erleben, wie der schon in Hamburg-Bergedorf auf unbestimmte Zeit stehen blieb wegen eines liegen gebliebenen Zuges im Gleis voraus. Da konnte es sich doch nur um den ursprünglich gebuchten Zug handeln, der wegen eines technischen Defekts schon richtig verspätet war. Die Zugführer ließen sogar die Türen öffnen, für die Raucher unter den Fahrgästen, das verhieß nichts Gutes.

Umso erfreulicher war es dann, dass der Zug schon nach 15 Minuten wieder los fuhr und noch größer war die Freude, als in Ludwigslust der problematische vorausfahrende ICE überholt wurde. Allerdings hielt die Freude nicht lange, ein paar Kilometer hinter Ludwigslust kam unser Zug zum Stehen und wir mussten ernüchtert feststellen, dass der vorige Zug nun doch wieder überholte und einen Vorsprung von ein paar Minuten hatte.

Nicht schlimm, bis dann vor Berlin die Ankündigung kam, dass ein Notarzteinsatz im Gleis voraus stattfände und der Zug umgeleitet werden müsse. Alles in Allem war ich dann um 21:30 daheim und Pustekuchen war es mit der Telefonkonferenz.

Zum Glück kommt sowas doch sehr selten vor.

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