Neujahr 2016

Wie das so an einem Neujahrstag ist, kam einer nach dem anderen runter in die Küche und nam dann je nach Kopfzustand etwas mehr oder weniger Frühstück zu sich, daneben liefen die letzten Aufräumarbeiten vom Abend vorher.

Um zwei Uhr wurden wir dann abgeholt und Neujahrsmittag bei L., wo es, wie auch schon bei unserem letzten Silvesterbesuch das traditionelle Pyttipanna gab, Kartoffeln mit Speck und Wurst (Kabanossi) gebraten, dazu ein Spiegelei und, wer wollte, Rote Bete- oder Gurkenscheiben.

Pyittipanna

Neben Bier und Wein gab es auch schwedische Schnäpse, wobei ich auf den mir bekannten Aquavit zurückgriff. Und nach alter schwedischer Sitte wurde dann vor jedem Schluck ein sogenanntes Schnapslied bzw. Trinklied gesungen.

Zum Schnapstrinken gehört eine reiche Tradition von Regeln über korrekte Trinkordnung, den Winkel des Armes beim Anstoßen, eine Vielfalt an Schnapsliedern und vieles mehr. Diese Traditionen sind insbesondere in Studentenkreisen, Vereinen und beim Militär lebendig, aber auch sonst in der Gesellschaft sind sie weit verbreitet und werden bei größeren Feiern weiter ausgeübt.

Das Singen hört sich dann in etwa so an

und geht dann mit zunehmender Stimmung dann aber ins Lachen über.

Aquavit

Zum Kaffee kam dann der Calvados und Pralinen, danach dann der Fahrdienst (Ole), der uns nach Hause brachte.

Ein anderer Hausgast bei (unserer) Elisabeth (E1) ist ihre Jugendfreundin Elisabeth (E2) – sie hatten zwar andere Spitznamen, die ich mir aber einfach nicht merken kann. E1 kramte aus ihren Archiven Briefe hervor, die ihr E2 während der Au-pair-Zeit in die Schweiz geschrieben hatte. Und das Archiv ist immer noch reichlich bestückt, da Elisabeth immer noch in dem Haus wohnt in dem sie aufgewachsen ist.

Die Briefe scheinen ein Riesenspaß zu sein, es wird immer von einem Rolf gesprochen, der für die 16 oder 17 jährigen Mädel im Jahr 1964 von Bedeutung war. Der Spaß war so groß, dass der Brief auch im großen Kreis herumgezeigt wurde.

KORREKTUR: E1 war nicht als Au Pair in der Schweiz, sondern in einem Mädchenpensionat, zum Lernen von gutem Benehmen. Die Au Pair Zeit war dann später in Belgien…

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