Das Theater mit dem Theater

An mein erstes ehrenamtliches Engagement nach dem Abschied aus Hamburg bin ich über eine gute Freundin von uns gekommen. Ihr habt sicher schon davon gehört, dass einige Schauspieler und Gewerke eines Köpenickers Theaters aus prekären, von der Arbeitsagentur finanzierten Beschäftigungen entlassen wurden, weil die Zukunft des Theaters sehr unsicher war. Sie gründeten daraufhin einen Verein mit dem Ziel, die Weiterführung des Theaters in die eigene Regie zu übernehmen und haben sich dann an mich gewandt als finanziellen Berater.

Die Verhandlungen mit den bisherigen (und immer noch jetzigen) Betreibern des Theaters verliefen allerdings sehr unerfreulich und erfolglos. Mit einer kleinen Förderung des Bezirksamts hat die Truppe dann trotzdem im Dezember eine wunderbare Aufführung des “Eingebildeten Kranken” von Molière im Vereinsheim eines Kleingartenvereins hingelegt, die Besucher der drei Vorstellungen waren begeistert.

Danach schlugen aber der Stress der Aufführungsvorbereitungen und danach das deutsche Vereinswesen zu. Mehrere Mitglieder der Truppe weigerten sich, weiter mit der Regisseurin und damaligen Vorsitzenden des Vereins weiter zusammen zu arbeiten. Es kam, wie es kommen musste, es gab eine Abspaltung: die Vorsitzende legte ihr Amt nieder und trat später auch aus dem Verein aus, ein (!) weiteres Mitglied folgte ihr.

Über einige unerfreuliche und nicht ganz saubere Begleitumstände will ich hier gar nicht reden. Mein Eindruck ist aber, dass das ganze so etwas wie eine Katharsis war, die bei den verbleibenden Mitgliedern eine große Energiereserve freigesetzt hat.

Mittlerweile bin ich auch laut Vereinsregister der Schatzmeister der Truppe und es gibt unheimlich spannende Projekte mit namhaften Personen. Und den Kampf um eine Spielstätte.

Mehr demnächst auf der Webseite: Andere Bühne Cöpenick e.V.

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2 Kommentare zu Das Theater mit dem Theater

  1. Manu sagt:

    Ich freu mich riesig das Du wieder schreibst, dann bin ich auch über den Urlaub auf dem Laufenden.
    Wir sind alle sehr froh das Du bei uns bist!

  2. Axel Wegner sagt:

    Ja, manchmal muss man einfach durchhalten, damit hoffentlich was Gutes dabei rauskommt.

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