Theater (fast) ohne Theater und Elite

Am Montag waren 2 Termine in meinem Kalender (ja ich muss schon einen Terminkalender führen, sonst könnte ich durcheinander kommen).

Der erste war eine außerordentliche Mitgliederversammlung der Andere Bühne Cöpenick e.V., die äußerst harmonisch verlief, anders als viele andere Sitzungen zuvor. Zweck war die Verabschiedung einer neuen Satzung mit einem geänderten Vereinszweck, da das Fördern des Stadttheaters Cöpenick als ursprünglicher Zweck ausgedient hatte. Nicht nur, weil die Führung desselben uns nicht mehr wollte, sondern auch weil das Theater zum 30.6. schließen muss. Die Änderung der Satzung ging durch, das “fast” im Titel bezieht sich darauf, das 2 Mitglieder im April ausgeschieden sind und eins ausgeschlossen werden musste, da es seien Austritt durch mündliche Erklärungen erklärt hatte, aber trotz langer Facebookposts nicht in der Lage war, den Austritt schriftlich zu erklären.

Am Abend dann nahm ich an einer Preisverleihung der Studienstiftung teil, bei der herausragende Promotionen und Initiativen zum gesellschaftlichen Engagement ausgezeichnet wurden. Hauptredner des Abends war Dr. Eckhard von Hirschhausen (aus meinen angelsächsischen Erfahrungen bin ich geneigt, diesen akademischen Titel wegzulassen, aber viele packen den ja sogar in ihren Pass oder Personalausweis gemäß deutschen Gesetzen). EvH war insofern ein geeigneter Redner, als dass seine beiden Studien (Medizin und Wissenschaftsjournalismus) von der Stiftung finanziert waren, außerdem, wenn ich es richtig verstanden habe, gehört er einer Gruppe an, die lange die Stiftung dominiert hat: der Vater war auch Akademiker und durch die Stiftung gefördert. Bei mir war es ein wenig das Gegenteil, ich war der erste Akademiker in meiner Familie (wenn ihr solche Leute unterstützen wollt, empfehle ich Mitarbeit oder Spende an Arbeiterkind e.V.).

Die Rede fand ich sehr gut, humorvoll mit einigen Sticheleien gegen kopfbetontes Elitedenken und einem Appell an das Herz, sich eigenen Träumen und besonders dem sozialen Engagement zu widmen. Auch die Vorstellung der Preisträger über Einspielfilme, einer (verständlichen) Laudatio und einem kurzen Interview fand ich gelungen. Nicht so gut ist das neue “Corporate Design” der Stiftung mit der dominierenden gelben Farbe, die die Untertitel in den Filmen oder die Schrift auf Folien nur sehr schwer lesbar machen.

Ich wollte eigentlich auch beim folgenden Empfang länger bleiben, aber ich musste wieder einmal feststellen, dass Veranstaltungen, bei denen sich erst lange Schlangen am Buffet bilden, die sich dann in kleine Grüppchen mit bereits bekannten Leuten um Stehtische versammeln, nicht so mein Ding sind. Ich mag nicht die Schlacht ums kalte (oder auch warme) Buffet, und ich mag es auch nicht, mich in Grüppchen hinein zu drängen, um Konversation zu machen oder neue Leute kennen zu lernen.

Als ich dann früher als gedacht zuhause war, gab es von Hanna eine Nachricht, die zunächst nicht so erfreulich war, aber dazu mehr im nächsten Post.

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