Januar – der Rest

Am 23. hatte ich einen Termin mit dem Alumniverein, die Besichtigung des Leibnizsaals in der Berlin Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Wir wollen den Saal nutzen für eine Veranstaltung am 15. Februar und es war sozusagen das Vorgespräch. So eine Veranstaltung mit Fingerfood für 120 Leute und allen Gegebenheiten kann ganz schön teuer werden. Ich hatte mich schon vorher in die Preisliste eingearbeitet und war dann doch ein wenig stolz, als die Ansprechpartnerin für den Veranstaltungsraum sagte, dass sie noch niemanden erlebt hat, der so gut über die Konditionen Bescheid wusste.

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Nach der wöchentlichen Nachhilfe mit M. ging es gleich weiter zum Savignyplatz in das Restaurant San Marino, wo sich Hannas Berliner Familie aus Anlass des beruflich bedingten Besuchs von Harald aus Hannover verabredet hatte. Alle waren schon da, auch Hanna, die sich eher quälte mit den Muscheln in Tomatensauce, weil sie nicht so schmeckten, wie sie sie in Erinnerung hatte. Anderthalb Wochen später hatte das dann Konsequenzen. Das Lokal selbst ist offensichtlich einer dieser Italiener, die irgendwann in den 60ern oder 70ern eine Studentenkneipe waren, die mit dem steigenden Gehaltslevel der ursprünglichen Klientel auch im Niveau nachzuziehen versuchte. Aber es war total voll, was allerdings auch der gerade stattfindenden Grünen Woche geschuldet sein mochte.

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Mittwoch war für mich ein Besuch beim Kieferchirurgen angesagt, der bei mir 2 Operationen durchgeführt hatte. War alles in Ordnung, aber er will mich nochmal Ende April sehen.

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Am Donnerstag habe ich noch einmal einen Ansatz gemacht, das Pan d’Oro zu backen, diesmal viel besser und es geht auf die Liste der Sachen, die ich noch einmal machen werde.

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Ich weiß nicht, wer von Euch Prokrastrination kennt, aber ich bin manchmal gut darin. Am Freitag Nachmittag habe ich endlich mit den Gutachten für die EU angefangen. Mitten in der ersten Arbeit bekam ich eine Mail, dass ich noch nichts gemacht habe. Aber Transparenz ist alles, von da an stand ich in Kontakt mit den Verantwortlichen bei der EU. Also habe ich das letzte Januarwochenende voll durchgearbeitet, hatte aber bis zur Deadline am Sonntagabend zwar das Meiste, aber nicht alles durch. Also auf Montag Abend verschoben, was allerdings auch bedeutete, dass ich meine Teilnahme an der Mitgliederversammlung des Theatervereins absagen musste, auf der die Vorstandswahl angesagt war nach dem etwas beleidigten Rückzug und Austritt von S. Gewählt wurde ich trotzdem und am frühen Abend des Montags waren dann alle Gutachten erledigt.

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Am Tag darauf war meine übliche Nachhilfestunde mit M., meinem arabischstämmigen Nachhilfeschüler, den ich über die Schülerpaten vermittelt bekommen hatte. Ich habe das Gefühl, dass er nach anfänglicher Distanz immer mehr auftaut und Zutrauen fasst. Diese Stund war schon etwas Besonderes, denn eigentlich waren Ferien in Berlin und obwohl er sich für die Ferien mit Freunden eigentlich täglich zum Schwimmen treffen wollte, hat er an diesem Tag darauf verzichtet, um mit mir an einer Präsentation über den Mond zu arbeiten, die er nach den Ferien halten wollte. Gerade als ich gehen wollte und mir die Schuhe wieder angezogen hatte, die in einem arabischen Haushalt vor der Tür gelassen werden, zeigte er mir noch stolz sein Zeugnis und die Urkunde, die ihn als Klassenbesten auswies. Wusste gar nicht, dass es sowas heutzutage gibt.

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An diesem Tag kamen auch detaillierte Hinweise von Natascha, Hannas Nichte, zu unserem geplanten Kubaurlaub. Wenn man sich das so anschaut, könnte man meinen, dass sie ein Reisebüro besitzt.

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