Kuba (Vierter Tag) – 9.3.2017

Am Donnerstag ging es dann wieder mit einem Großraumtaxi los unter Führung von Alejandro. Es ging zum zweiten Stopp unserer Fahrt, nach Havana. Die Fahrt dauert etwa 3 Stunden, unterbrochen von einem Aussichtspunkt, der von Touristen überlaufen war (alle Touren und Führen sehen den Punkt als Highlight auf der Strecke, mag daran liegen, dass die meisten Touristen eine Pina Colada aus der Kokosnuss absolut toll finden. Ich habe mich eingereiht in die Schlange, die auf unseren Fahrer gewartet hat, aber er erschien, bevor die Unruhe allzu groß wurde.

Irgendwann waren wir dann in Havana, es ging durch viele Straßen und dann hielt der Minibus an. Ehrlich gesagt, ich wusste nicht, was los war, bis es irgendwann dann klar war, dass wir bei der Unterkunft für Hanna und mich (und für Sandra, die später dazu stossen sollte) waren. Also wurde Gepäck abgeladen und dann ging es für uns eine abenteuerliche Treppe hinauf in den ersten Stock der Casa Carlos y Graciela hinauf. Hanna wird sicher gedacht haben, dass sie nie mehr wieder hinunter oder hinauf kommt, aber die wunderschöne Terrasse im 1. Stock hat sie dann doch überzeugt.

Hanna auf Terrasse

Es stellte sich heraus, dass diese Terrasse zu einem Treffpunkt unserer Gruppe in Havana werden sollte. Übrigens waren nicht nur die Werbeschilder ein Highlight, sondern auch die Pflanzen, um die sich Carlos jr. mit großer Hingabe kümmerte.

Pflanzen auf Terrasse

Eigentlich war es so verabredet, dass wir in unserer Casa gemütlich (siehe oben) auf die Schwester von Sean warten sollten, die an diesem Tag aus Kanada nach Havana fliegen sollte, während alle anderen ihre Unterkunft aufsuchen sollten, die etwa 500m bis 800m von unserer entfernt lag. Irgendwann aber kam Sean an (wie üblich mit einer Dose Bier in der Hand, und holte uns ab, da alle anderen in einem Restaurant warteten um ihren Hunger zu stillen. Sean hatte ein Sandwich in einem lokalen “Hole in the Wall” (Wandloch) gegessen, was sich am nächsten Tag noch etwas als fatal herausstellen sollte.

Als wir zum Restaurant wollten, wo die anderen waren, trafen wir dann Sandra, Seans Schwester, ganz zufällig eine oder zwei Ecken weiter. Ihr Taxifahrer hatte die Endadresse nicht gefunden, und ein Kubaner hatte sich angeboten, ihr den Weg zu zeigen. So ganz ist es nicht klar, ob das unser Tag war, wo wir beschimpft… werden sollten, jedenfalls hat diese Zufallsbekanntschaft auf die Frage, ob er etwas haben möchte, Sandra zielgerichtet in den Milchladen anderen Ecke geleitet und sich dann Trockenmilch für umgerechnet 10€ hat bezahlen lassen. Trockenmilch oder Milch ist schwer zu bekommen mit kubanischer Währung, allerdings hielt Hanna den Mann doch für unter Drogen stehend.

Nachdem Sean die Koffer von Sandra in unserer Casa abgeliefert hatte, ging es dann endlich zum Mittagessen in das Restaurant, in dem alle anderen schon warteten. Ein sehr traditionell aussehendes Restaurant.

Restaurant in Obispo

Hier haben sie uns allerdings versucht abzuzocken. Nach eindringlicher Prüfung hatten sie sich um über 40 Euro zu unseren Ungunsten verrechnet, was Alejandro sichtlich peinlich war, aber wir konnten es klären.

Bevor sich Alejandro für dieses Mal verabschiedete, gab es noch eine Rundfahrt durch Havana, von der diese Wandskulptur (Che Guevara) vom Platz der Revolution genügen soll, von einer zweiten Stadtrundfahrt gibt es später mehr.

Che

Am Abend haben wir dann ausführlich das “Essen Gehen” Spiel gespielt. Wir landeten in einer überfüllten Tapasbar, was aber klar ist, wenn der Lonely Planet das nicht nur aufnimmt, sondern auch noch positiv erwähnt. Wir bekamen einen Tisch im ersten Stock, beengt. Die Speisekarte war nicht so überzeugend, deshalb entschlossen wir uns, nur einen Drink zu nehmen. Zumindest der Mojito wurde sehr ansprechend und ungewöhnlich serviert.

Mojito

Hanna und ich wollten uns dann nicht mehr weiter mit auf die Suche machen und gingen in die Casa zurück, nicht ohne uns unterwegs in einem kleinem kubanischen Laden (der bot offensichtlich auch ein sehr beliebtes Getränk an, dass ich nicht identifizieren konnte) mit zwei Schinkensandwiches zu versorgen (1€ für beide!). Im Gegensatz zu anderen ist es uns gut bekommen!

Lamparilla Tapas & Cervezas

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