Kuba (Neunter Tag) – 14.3.2017

Am Dienstag hieß es Abschied zu nehmen von Havana und weiter zu fahren nach Trinidad. Carlos, der Chef unserer Casa, half uns dabei, einen Transfer zu organisieren, was bei 8 Personen nicht so einfach ist. Das erste Taxi, das kam, war ein Toyota Landcruiser oder so etwas, bei dem 4 Leute auf Bänken quer zur Fahrtrichtung hätten sitzen müssen und man hätte das ganze Gepäck auf dem Dach verstauen müssen. Der Fahrer versicherte uns, dass es nicht regnen würde, aber wir waren skeptisch. Das stellte sich auch als richtig heraus, es gab Regen, wenn auch nicht richtig viel. Das Taxi wurde abgelehnt.

Das zweite kam dann eine halbe Stunde später, ein Minibus, in dem alle normal sitzen konnten und auch alles Gepäck bis auf zwei Koffer im Innenraum untergebracht werden konnten. Es konnte also losgehen nach Trinidad de Cuba. Die Fahrt dauert etwa 4 Stunden.

Alles wenig ereignisreich bis auf den Stopp in Cienfuegos, einen der vielen Orte, die zum Weltkulturerbe der UNESCO in Kuba gehören. Aber es ging nicht um das Weltkulturerbe, sondern es war Zeit für ein Mittagessen. Wie üblich, steuerte unserer Fahrer zielgerichtet ein Restaurant (Restaurante Bahia) an, das gehobene Preise hatte und von dem er wahrscheinlich Provision kam. Die Hälfte unserer Gruppe brach aus und suchte sich ein billiges Restaurant in der Nähe, während Hanna und ich mit Nadya und Natascha sowie dem Fahrer ein nicht so schlechtes Essen zu uns nahmen.

In Trinidad wurde der Rest der Gruppe zunächst an ihrer Casa abgesetzt. Sie hatten eine Unterkunft gewählt, die etwas unterhalb der Altstadt lag. Der Hauptgrund war, dass diese Casa bei ihrem letzten Besuch einen funktionierenden Swimmingpool hatte, was diesmal nicht so war. Es herrschte Wassermangel in Kuba und der Betrieb von Pools war einfach nicht erlaubt. Natascha bedauerte, dass sie sich nicht auch in unsere Casa eingebucht hatten.

Diese lag nämlich mitten in der historischen Altstadt, zu der uns unser Taxifahrer dann bringen wollte. Das Problem war, dass dieser Teil der Stadt für Autos im Prinzip gesperrt war. Am ersten Einlass war ein Wächter, der sich nicht dazu erweichen ließ, uns in das abgesperrte Gebiet hinein zu lassen. Aber unser Fahrer war hartnäckig und fand einen Zugang, in den er ohne Widerstand hineingelassen wurde. Schließlich setzte er uns direkt vor der Casa ab.

Bei unserer Ankunft saßen die Eltern der jetzigen Besitzerin im Fenster und warteten auf uns, es gab eine herzliche Begrüßung. Dazu muss man wissen, dass Nata versucht hatte, die Unterkunft für uns zu buchen, aber keine Antwort bekam. Wir haben dann eine Email auf Spanisch geschickt und uns beschrieben. Sofort bekamen wir die Bestätigung, vielleicht, weil den Vermietern klar wurde, dass wir nicht zu den vielen Sextouristen auf Kuba gehören.

Die Eltern hatten „Elda y Roberto“ an ihre Kinder übergeben. Mercedes war in vielerlei Hinsicht typisch für Kuba: Ärztin, arbeitete im Krankenhaus, führte die Case mit aktiver Mitarbeit und hatte auch noch eine zweiwöchige Radiosendung zu Ernährungsfragen.

Das Haus war wunderschön, hier ein paar Eindrücke:

 

Post to Twitter Post to Delicious Post to Digg Post to Facebook

Dieser Beitrag wurde unter Hotelzimmer veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich stimme zu.