Kuba (Vierzehnter Tag) – 19.3.2017

Am Sonntag waren wir mit dem Rest der Gruppe an deren Casa verabredet. Hanna hatte sich schon an den holprigen Weg gewöhnt und wir waren rechtzeitig unten.

Für dien Tag war ein Ausflug zu den El Nicho Wasserfällen geplant und das nicht mit einem Jeep, sondern mit einer Kutsche.

Zunächst nahm unsere ganze Gruppe Platz, so dass das arme Pferd einiges zu tun hatte. Auf der Fahrt aus der Stadt folgte uns ein als Cowboy gekleideter Mann, von dem ich erst später wusste, warum er uns begleitete.

Es ging vorbei an einem „Pferdeparkplatz“ und dann hinunter in die Ebene.

Der Abstieg hinunter war für das arme Pferd zu viel, so dass alle außer Hanna absteigen mussten. Im Folgenden gibt es einige Impressionen vom Weg hinunter (und wieder hinauf). Bitte beachtet das letzte Foto.

Auf dem letzten Foto waren zwei Pferde hinter der Kutsche zu sehen und am Ende des Abhangs wurde auch klar, warum wir sie mitgeführt hatten. Brian hatte einen Ritt gebucht und der „Cowboy“ war sein Begleiter.

Nach kurzer Übung hat er es dann sehr gut gemacht. Nach etwa einer Stunde machten wir dann Pause in einem Restaurant auf dem Weg zu den Wasserfällen. Zwei interessante Beobachtungen gäbe es zu machen. Es wurde uns gezeigt, wie der Saft aus dem Zuckerrohr gewonnen wird.

Allerdings wollte keiner von uns probieren, der Saft war schon ein paar Tage zuvor viel zu süss. Die zweite Vorführung war viel interessanter, weil das auch relevant war für unser Mittagessen.

Zwei Männer wechselten sich ab, um ein ganzes Schwein über dem Grill zu garen, welches wir dann zum Mittagessen genießen sollten. Bis dahin sollte es aber noch ein wenig dauern, es stand noch der Besuch der Wasserfälle bevor. Hanna wollte verzichten, da es nicht klar war, wie lange es dauern sollte und wieviel Fussweg zu erwarten war. Ich entschied, bei ihr zu bleiben.

Wir beobachteten statt dessen den Betrieb an der Bar und später das Anrichteten des gegrillten Schweins.

Der Rest der Gruppe kam dann erheblich später als wir erwartet hatten. So richtig begeistert waren sie vom Besuch des Wasserfalls aber eigentlich nicht. Aber alle genossen das Schwein, wobei es den Kubanern erstaunlich vorkam, dass wir immer mehr von der kross gebratenen Haut haben wollten.

Auf dem Rückweg mussten wir dann wieder den Hang in die Stadt hoch. Hanna durfte in der Kutsche bleiben, selbst der Kutscher stieg ab, um das arme Pferd nicht zu stark zu strapazieren. Und ich hechelte hinter allen langsam den Abhang hinauf, schwitzend und in voller Sonne. Sean war immer in meiner Nähe, wohl um einzugreifen, falls ich zusammen brechen sollte. Aber ich hab es dann alleine geschafft.

Als wir dann in der Nähe der Unterkunft der Familie abgesetzt wurden, versammelten wir uns erst einmal auf ein paar Mojitos oder Biere in deren Unterkunft. Dann ging es hoch in die Stadt, wobei unterwegs das eine oder andere Mal Halt gemacht wurde für einen Drink, schließlich war es unsere Abschiedstour von Trinidad (und letztlich auch von Kuba).

Zunächst (siehe unten) war die Erschöpfung noch sehr anzumerken, dann (nachdem wir noch einen besonders schönen Oldtimer gesehen hatten) ging es in eine Bar, in der ein einzelner Gitarrenspieler gute Stimmung verbreitete und uns zum Mitmachen animierte (in der Bilderserie feiert Hanna nicht Ostern sondern bedient ein rasselndes Ei, das als Rhythmusinstrument dient). Wir wären gerne noch geblieben, aber Oliver musste ins Bett gebracht werden. Hanna mit ihren beiden Nichten und ich machten dann noch Stopp vor einem Lokal, dass so voll war, dass wir nicht hineinkamen, zum Glück servierten sie aber auch Drinks „to stay outside“.

Wir verabschiedeten uns dann und gingen zum Schlafen, die Pläne der anderen liefen offensichtlich anders als geplant.

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