Jubiläen

Heute habe ich viele Tweets gesehen auf Twitter zu einer Abschlussveranstaltung anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Firma, für die ich zuletzt gearbeitet habe und die mir zwei Jahre vor der Rente keinen Vertrag mehr geben konnte oder wollte nach 13  Jahren Arbeit mit Zeitverträgen. 13 Jahre heißt: ich habe ungefähr die Hälfte der Existenz für diese Firma gearbeitet. Die Information zu Veranstaltungen habe ich nur zufällig im Netz gesehen.

Dabei fällt mir ein: in den 90ern habe ich für eine andere Firma gearbeitet, die im letzten Jahr auch Jubiläum hatte, das 20-jährige. Aus diesem Anlass wurde ich nach Spanien in die Nähe von Barcelona eingeladen. Und der Flug und die Hotelkosten wurden übernommen.

Ok, einen kleinen Unterschied gab es: ich war an der Firma beteiligt. Trotzdem bemerkenswert.

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2 Kommentare zu Jubiläen

  1. Hättest Du den Arbeitsrechtler gefragt, wäre er vielleicht zu dem Ergebnis gekommen, dass solche Kettenarbeitsverträge zu einem dauerhaften Anstellungsverhältnis geführt haben, und wenn man nur eine vernünftige Abfindung aushandelt. Viele Arbeitgeber vertrauen darauf, dass sich keiner wehrt. Ich sehe nicht nur die Zahl der unterbezahlten Jobs in Deutschland (den Du hoffentlich nur manchmal gefühlt hattest), sondern auch die sinkende Moral und zunehmender Verantwortungslosigkeit vielfach auf der Arbeitgeberseite, wie sie eigentlich lange nicht fühlbar war. Ich weiß, dass es nicht leicht ist, Arbeitgeber zu sein – das kenne ich aus eigener leidiger Erfahrung – irgendwie lernt man das nur selten und man ist auch fast immer der Dumme; es sei denn man hat kein Gewissen. Also einfach eine Flasche Wein an die Geschäftsführung mit Gratulation schicken, mitteilen, dass man wegen des mehrwöchigen Urlaubs in Kanada eh keine Zeit zu kommen gehabt hätte und sich freuen, dass man diesen stillosen Arbeitgeber nicht mehr besuchen muss.

  2. Axel sagt:

    Ist halt universitätsnaher öffentlicher Arbeitgeber gewesen. So war das immer mal wieder stressig, aber die Alternativen mit über 50 sind nicht so doll. Und die Abfindung hätte mich nicht sehr weit gebracht.

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