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Archiv für die Kategorie » Arbeitszimmer «

Dienstreisen

Dienstag, 23. Februar 2010 | Autor: Axel

Wenn ich montags nach Hamburg fahre, ist es zwar hart, aber erträglich, von zu Hause weg zu fahren. Nach einer unruhigen Nacht geht es dann im Halbschlaf auf die Reise, auch Hanna ist zu verschlafen, um das so richtig mit zu bekommen.

Anders ist es, wenn es notwendig wird, dass ich am Sonntag abends los muss. Irgendwie hängt dann die Abreise fast das ganze Wochenende vor Augen, schlafen ist nicht so richtig angesagt und ich fühle die Minuten zur Abfahrt langsam vor sich hin tropfen.

So war es an diesem Wochenende, als ich am Sonntag aufbrach nach Greifswald, um an einem Treffen am Montag um 10 Uhr rechtzeitig da zu sein, denn die Alternative wäre gewesen, einen Zug in Berlin um sechs Uhr morgens zu nehmen.

Das mit den Verbindungen in den äußersten Osten Deutschlands ist sowieso eine Sache, für die Weiterfahrt nach Hamburg habe ich dann viereinhalb Stunden in drei verschiedenen Regionalzügen der DB benötigt. Zu Glück war die Verbindung einigermaßen pünktlich.

In drei Wochen werde ich eine Fünftagestour durch Mecklenburg-Vorpommern machen, das wird dann aber voraussichtlich mit einem Mietwagen passieren.

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Klassentreffen

Dienstag, 9. Februar 2010 | Autor: Axel

Ganz entgegen meiner Gewohnheit bin ich in der letzten Woche nicht am Freitag, sondern erst am Sonnabend nach Berlin gefahren. Anlass war am Freitag ein Klassentreffen zum vierzigjährigen Abitur, meine Güte ist das lange her. Am 20. Januar 1970 war alles vorbei, mit dem Tag der mündlichen Prüfungen (oder Bekanntgabe der Nichtprüfung, wie bei mir).

Von 17 Klassenkameraden sind zwei gestorben, einer war nicht auffindbar, einer so krank, dass er sicher nicht kommen konnte, einer musste kurzfristig wegen Krankheit absagen, einer war in Argentinien im Urlaub, und zwei, die zugesagt hatten, sind wohl aufgrund des Wetters und der eisglatten Rutschbahnen in Hamburg nicht gekommen. Ja, Ihr habt richtig gelesen, alles männliche Kandidaten, den wir waren eine reine Jungsklasse beim Abitur.

Und so trudelten am Freitag nach und nach neun gesetzte Herren von fast 60 in den “Lehmitz Weinstuben” in Hamburg-Eimsbüttel ein, einer Örtlichkeit, die im Design und Aussehen der Zeit vor 40 Jahren durchaus angemessen war. Es war nicht schwer, sie wieder zu erkennen, schließlich habe ich ja 3 Jahre mit ihnen verbracht. Ich fühlte mich ein wenig an den Effekt von Morphingsoftware, wie sie bei der Polizei eingesetzt wird, erinnert, die aus den Bildern junger Leute das Aussehen im Alter hochrechnet. Und wenn man dann das Mienenspiel beobachtet und die Klassenkameraden reden hört, dann wird die Schulzeit doch recht schnell lebendig, das hat sich gar nicht groß verändert.

Interessanterweise war das Treffen organisiert vom Einzigen, der dauerhaft aus Hamburg weg gegangen ist. Ich bin es wegen meiner Arbeit ja nur halb, alle anderen sind in Hamburg geblieben oder wieder da, nicht untypisch übrigens für Hamburger.

Aber der Abend war sehr nett, auch wenn alle dachten, das letzte Treffen sei viel länger her (es war vor sieben Jahren). Und es kamen auch keine Spannungen auf, wie bei mindestens einem früheren Treffen, als dann doch über Mobbing und ähnliches geklagt wurde und einige, die diesmal dann doch wieder dabei waren, geschworen hatten, nie wieder an einem solchen Treffen teilzunehmen.

Die Schule an sich gibt es nicht mehr, sie wird seit 1987 interessanterweise genutzt als Bildungszentrum für die Hamburger Steuerverwaltung.

Einige Bilder der Schule finden sich hier, hier und hier.

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Eisvergnügen

Sonntag, 31. Januar 2010 | Autor: Axel

Zugefrorene Außenalster in Hamburg

Offiziell freigegeben ist die Alster in Hamburg zwar nicht, aber das Begehen wird toleriert. Das Einzige, worauf die Spaziergänger verzichten müssen, sind Bratwurstbuden und Glühweinstände auf dem Eis. Die gab es zuletzt vor dreizehn Jahren im Jahr 1997.

Photo: Andreas Mohr

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Notfahrpläne

Montag, 25. Januar 2010 | Autor: Axel

Eigentlich haben es die Berliner noch ganz gut. Das Chaos bei der S-Bahn ist allgemein bekannt, man kann sich also irgendwie drarauf einrichten. Ich zum Beispiel versuche zwischen Ostbahnhof und Hauptbahnhof die meist übervolle S-Bahn zu vermeiden und nehme statt dessen den Regionalexpress, in dem ich sogar meist einen Sitzplatz finde.

Ich habe aber den Eindruck, dass auch in anderen Bereichen der Deutschen Bahn klammheimlich ein Notfallfahrplan in Betrieb ist. Normalerweise fahre ich montags um 8:17 von Berlin Hbf nach Hamburg und freitags um 16:06 in umgekehrter Richtung. Letzten Montag fiel der um 8:17 ersatzlos aus, ich hatte instinktiv schon einen Zug eine Stunde später gebucht. Dieser war auch sehr voll und hielt an drei Stopps unterwegs, um Fahrgäste aus einem vorherigen, noch volleren IC aufzunehmen.

Am Freitag fiel mein üblicher Zug auch aus, ersatzlos. Allerdings wusste die Bahn das schon 7 Stunden vorher, so dass ich auf einen Ersatzzug ausweichen konnte. Erstaunlich aber, dass die Bahn innerhalb von 7 Stunden (oder länger) keinen Ersatz beschaffen kann.

Heute dann fiel der Zug wieder aus wegen technischer Probleme, aber die Bahn hatte es geschafft einen Erastzzug einzusetzen. Dieser hatte aber nur etwa die Hälfte der Sitzplätze, so dass sich die Leute in den Gängen drängelten. Sitzreservierungen für den Originalzug waren dementsprechend natürlich auch nicht gültig.

Und die S-Bahn in Hamburg? Da habe ich auch schon uralte Züge gesehen auf Strecken, auf denen sie sonst nicht fahren. Und meine Anschlussbahn heute hatte nur die Hälfte der fahrplanmäßigen Wagen und war entsprechend überfüllt.

Wie war das mit dem Wetter?

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Beobachtungen einer Kaffeemaschine

Dienstag, 19. Januar 2010 | Autor: Axel

Kaffeemachine mit ThermoskanneJa, ich bin eine Kaffeemaschine in einem Büro. Nein, kein Kaffeevollautomat, mein moderner Bruder, bei dem man ein oder zwei Knöpfe drückt und dann kommt ein Espresso, ein Latte Macchiato oder ein simpler Milchkaffee heraus. Ich brauche noch Handarbeit: Filter mit Kaffeesatz entsorgen, frischen Filter einlegen, mit Kaffee füllen, etwas über zwei Liter Kaffee in meinen Bauch, anschalten und nach ein paar Minuten ist mein Inhalt in der Thermoskanne frisch abgefüllt zum Verbrauch.  

Es sind also einige Schritte notwendig, bis frischer Kaffee zur Verfügung steht, deshalb haben meine Benutzer die stillschweigende Übereinkunft getroffen, dass der- oder diejenige, der den letzten Kaffee nimmt, mich wieder frisch befüllt, damit weitere Durstige ihren Kaffeewunsch mit meinem Inhalt stillen können. Normalerweise funktioniert das ganz gut, die meisten unterwerfen sich klaglos diesen Regeln und weigern sich nur, wenn sie das dritte oder vierte Mal dran sind oder wenn die Höchststrafe droht: Filter alle, Kaffee alle, alles muss erst organisiert werden. Trotzdem kann ich nicht umhin, einige Spezialtypen zu beobachten.

Der Sensible. Der hat mich schon lange kennen gelernt und weiß, wie lange man drücken muss, damit noch 2 ccm Kaffee übrig bleibt, dann hat er ja nicht den letzten genommen und muss nicht neu kochen.

Der Tiger. Der schleicht um mich herum, bis er sicher gehen kann, dass mein Inhalt frisch ist und er nicht in Gefahr gerät, mich bedienen zu müssen.

Die Pedantin. Das sind meistens Frauen, die es sich zum Prinzip gemacht haben, mich erst einmal sorgfältig zu reinigen einschließlich meines Pumpsystems, während sie ein Schwätzchen halten. Dass sich dann eine Schlange bildet von bereit gestellten Kaffeebechern bildet, kümmert sie nicht im Geringsten.

Der Rücksichtslose. Er nimmt sich Kaffee, egal wie viel übrig ist und verschwindet schnell mit dem Kaffee wieder an seinen Arbeitsplatz.

Der Zerstreute. Der bedient Filter, Kaffee und Wasser, aber vergisst, mich anzustellen. Der nächste bringt dann meinen Wasserbehälter zum Überlauf.

Über die Auseinandersetzungen bezüglich der Kaffeestärke will ich lieber schweigen. Auch die Geschirrspülmaschine nebenan kann sicher einige Geschichten erzählen über Füllen oder Nichtfüllen, über Ausräumen oder Nichtausräumen. Aber das ist eine neue Geschichte.

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Binnenhafen im Winter

Montag, 18. Januar 2010 | Autor: Axel

Seute Deern im Harburger Binnenhafen

Die Woche in Hamburg hat wieder angefangen und ich bin im Binnenhafen Hamburg (Harburg) gelandet. Gestern hat es hier noch einmal Neuschnee von 3 Zentimetern gegeben. Der Binnenhafen sieht eigentlich ganz schön aus: die Seute Deern ist durch den zugefrorenen Hafen immobilisiert und liegt still und friedlich im Eis.

Leider hat es heute dann zu regnen begonnen, und Schnee, der durch Regen langsam zu schmelzen beginnt, ist nun wirklich nicht angenehm. Wenn dann vielleicht noch Nachtfrost dazu kommt, wird es richtig unangenehm.

Der Channel Hamburg gilt übrigens als aufstrebendes Industrie- oder Gewerbegebiet. Auf dem Foto unten sind drei Gebäudetypen vereinigt. Links der alte Palmspeicher, in der Mitte ein Industriegebäude aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts und links eines der modernen Bürogebäude von der Stange, von denen hier 7 oder 8 fast baugleiche Exemplare stehen.

Drei Generationen von Bürogebäuden im Harburger Binnenhafen

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Greifswald

Sonntag, 17. Januar 2010 | Autor: Axel

Dom St. Nikolai Greifswald

Am Freitag hatten wir eine Startbesprechung für ein neues Projekt an der Uni Greifswald (ich pflege immer zu sagen: Die älteste Universität Schwedens). Das Projekt wird über 2 Jahre laufen und uns häufiger nach Greifswald oder Rostock bringen, vielleicht auch noch an andere Orte in Mecklenburg-Vorpommern.

Nach dem Wetterchaos Anfang der Woche hatten wir schon große Bedenken, was die Anreise angeht, aber der durchgehende Intercity von Hamburg war dann super pünktlich, er hatte noch nicht einmal eine Minute Verspätung. Allerdings lag dann in und um Greifswald erheblich mehr Schnee als in Hamburg oder Berlin. Es war also gut, dass ich eine Reisetasche genommen hatte statt des üblichen Rollenkoffers, den der hat weder einen Schneepflug vorgebaut, noch Winterreifen oder Allradantrieb.

Die Besprechung startete um 9:30 Uhr, so dass es sinn machte, am Tag vorher auf die dreieinhalbstündige Bahnfahrt zu gehen und vorher im Hotel zu übernachten. Wir landeten im Alten Speicher an der Ryck, dem Flüsschen, das durch Greifswald fließt mit Blick auf den Hafen und die winterlich eingeschneiten Segeljachten. Ich fand es fast bewundernswert, dass die Betreiber das Hotel offen halten bei dem Winterbetrieb. Insgesamt zähle ich 4 gedeckte Plätze beim Frühstück, und da das Frühstück im Wintergarten serviert wurde, musste für jeden Platz ein eigener elektrischer Heizlüfter aufgestellt werde, damit der Kaffee nicht so schnell kalt wird.

Hotel Alter Speicher Greifswald

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Wieder losgelegt

Montag, 11. Januar 2010 | Autor: Axel

Heute morgen habe ich mich dann wieder von Hanna und auch von den vier Katzen lösen müssen. Die Katzen haben ganz schön enttäuscht geschaut, als ich mich mit Rucksack, Mantel und Tasche auf den Weg machte, so sah es jedenfalls aus nach den fast 3 Wochen.

Der geplante Bus war natürlich zu früh, der nächste zu spät, die S-Bahn ließ auf sich sich warten, dafür war sie so voll, wie ich sie noch nie erlebt habe. Vielleicht hätte der Betreiber ein paar mehr robuste Wagen aus DDR-Zeiten aufbewahren sollen, in Hamburg fahren die 70er Jahre Waggons bei dem Wetter jedenfalls offensichtlich auf Strecken, auf denen sie sonst nie zu sehen sind.

Dafür hat die Bahn die Strecke nach Hamburg dann recht gut gemeistert, 10 Minuten Verspätung sind ja fast als normal zu bezeichnen. Hamburg begrüßte mich dann mit Dauerschneegegriesel und die Kollegen mit besten Wünschen zum neuen Jahr.

Am Donnertag geht es dann nach Greifswald, es ist doch hoffentlich anzunehmen, dass das Wetterchaos sich dort bis dahin einigermaßen gelegt hat.

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In vollen Zügen

Montag, 7. Dezember 2009 | Autor: Axel

Der Spruch ist zwar etwas abgedroschen, aber für mich trifft das zu: das Leben in vollen Zügen genießen. Naja, vielleicht nicht genießen, aber in vollen Zügen.

Seit Mittwoch bin ich stolzer Besitzer eines USB-Sticks für mobile Datenkommunikation und kann auch vom Zug aus ins Netz gehen mit meinem MacBook. Eigentlich habe ich gedacht, dass die Abdeckung mit UMTS schon ganz gut ist, muss aber feststellen, dass die Verbindung häufig auf GPRS geht, da fühlt man sich gleich in alte Modemzeiten zurück versetzt, denn schneller als vor 15 Jahren, als man in Hotelzimmern immer zum Techniker wurde, um das Laptop an die Telefonleitung zu klemmen, ist die Verbindung nicht.

Aber eine Premiere ist dieser Artikel dennoch: Live aus dem ICE geblogt.

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Rauchen gefährlich oder unmöglich

Freitag, 4. Dezember 2009 | Autor: Axel

Raucher an der Uni Regensburg

Entweder werden Raucher hier in den Unfall gelockt oder ausgesperrt.

Gesehen an der Universität Regensburg

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