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Archiv für die Kategorie » Rumpelkammer «

Von Hollywood gelernt

Dienstag, 9. März 2010 | Autor: Axel

Das Drama um klemmende Gaspedale bei Toyota ist schon schlimm, da können manch gravierende Sachen passieren. In den USA sollen dadurch schon 58 Personen getötet worden sein. Wenn ich mir allerdings diese Geschichte einer Horrorfahrt ansehe, habe ich den Eindruck, das manche Amerikaner das Autofahren aus Hollywoodfilmen gelernt haben. Da klemmt das Gaspedal, der Wagen wird schneller, bei fast 150 km/h ruft der Fahrer die Polizei (hoffentlich mit Freisprechanlage), ein Polizeiwagen setzt sich neben ihn, die Polizisten fordern ihn auf, die Bremse bis zum Anschlag durchzutreten und eine Böschung hinaufzufahren. Der Polizeiwagen setzt sich als Prellbock vor den Toyota, bis dieser schließlich zum stehen kommt.

Also, ich weiß ja nicht, warum die das so kompliziert gemacht haben. Ich jedenfalls hätte die Kupplung getreten oder die Automatik auf “N” gestellt und dann ganz in Ruhe gebremst.

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Bier und meine Katze

Dienstag, 23. Februar 2010 | Autor: Axel

Verschüttetes Bier oder Wasser scheint manchmal richtig menschlich zu sein in seiner Unentschiedenheit, ob es Wert ist oder nicht, ein bisschen näher an den Erdmittelpunkt zu kommen durch nur eine ganz kleine Bewegung vorwärts.

Ich habe meine Katze beobachtet, wie sie unentschieden war, ob sie auf den Tisch springen sollte, um die Reste meines Abendessens zu stehlen oder nicht. Der Stuhl war ungefähr 50 cm entfernt, mit der Lehne zum Tisch, es war also etwas schwierig, erst die Füße auf die Stuhlstreben und dann auf den Tisch zu bekommen. Sie war absolut nicht hungrig, aber sie versuchte es, erkannte, dass es nicht so einfach war und gab auf. Dann besann sie sich eines Anderen und versuchte es noch einmal, erkannte wieder, dass es nicht so einfach war. So ging es hin und her mit dem Erstens-Wollen-Und-Dann-Nicht-Wollen, bestimmt von einem Geist so fast im Gleichgewicht, dass es nur des Gewichtes eines Haares bedurfte, um die Waage in die eine oder andere Richtung zu bewegen.

Mir schien es absolut vergleichbar mit Bier, das sich tropfenweise auf einem leicht geneigtem Tisch vorwärts zu bewegen versucht.

Aus: The Notebooks of Samuel Butler

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Esskultur

Mittwoch, 17. Februar 2010 | Autor: Axel

Was die einzelnen Nationen essen, hat viel mit der lokalen Kultur zu tun. Ich möchte keine Schafsaugen zu mir nehmen, und auch bei so manchen chinesischen Gerichten möchte ich zumindest nicht wissen, woraus sie bestehen.

Die meisten Kulturen haben aber Haustiere und es besteht die Konvention, diese nicht auf ihren Speisezettel zu setzen. Hier in Europa gilt das unter anderem für Hunde und Katzen. Hanna hat den Verdacht, dass einer der Gäste im Internationalen Begegnungszentrum, als sie es noch geleitet hat, eine ihrer Katzen abgegriffen und zu einer Mahlzeit verarbeitet hat.

Dass aber ein Mann in Italien, einem Land, dessen Küche ich durchaus schätze, sich im Fernsehen hinstellt und ein Rezept für die Zubereitung von Katzen empfiehlt, das ist aller Proteste Wert, die da aufbranden in diesem Land. Nein, ich denke da an unsere vier Kater und es schüttelt mich.

Lachen kann ich da nur bei einem Außerirdischen wie Alf, der dem Hauskater permanent nachstellt. Aber lachen kann ich da auch nur, weil die Jagd nie erfolgreich ist.

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Esel

Mittwoch, 17. Februar 2010 | Autor: Axel

Im Zusammenhang mit den Äußerungen unseres Bundesaußenguidos habe ich ein schönes Zitat von Heiner Geissler gelesen:

“Die spätrömische Dekadenz bestand darin, dass die Reichen nach ihren Fressgelagen sich in Eselsmilch gebadet haben und der Kaiser Caligula einen Esel zum Konsul ernannt hat. Insofern stimmt Westerwelles Vergleich: Vor 100 Tagen ist ein Esel Bundesaußenminister geworden.”

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Schnippsel

Dienstag, 16. Februar 2010 | Autor: Axel

Bahn. Montag hatte ich zwischen Spandau und Hamburg Hbf eine Verspätung von 30 Minuten bei einer geplanten Fahrzeit von 90 Minuten. Grund war angeblich ein defektes Triebfahrzeug des ICE, das nicht die Höchstgeschwindigkeit erlaubte. Da war die Hoffnung groß, als die Bahn ankündigte, ein wenig kundenfreundlicher zu werden. Nichts da mit Pünktlichkeit, die Bahn will Anglizismen durch deutsche Ausdrücke ersetzen. Das englische Wort Hotline soll zum Beispiel durch das äußerst deutsche Wort “Service-Telefon” ersetzt werden.

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Buch. Viel Aufregung gab es um das Buch von Fräulein Hegemann. Sie hat offensichtlich eine ganze Menge abgeschrieben. Das Feuilleton verteidigt sie, die Bloggerszene listet die Plagiate detailliert auf. Ich weiß nicht, die heutigen jungen Leute sehen das Kopieren aus dem Internet einfach als selbstverständlich an, also wenn Axolotl gut ist, warum nicht? Airen soll mir verzeihen, er hat ja auch gewonnen. Spiegel SPAM schreibt: “Schreiben Sie schon Ihr nächstes Buch ab, Frau Hegemann?”

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Battlefield. Das ganz andere Suchen nach dem Superstar.

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Biathlon. Ja, Gold. Wer es noch nicht mit bekommen hat: es sind Olympische Winterspiele in Vancouver. Wer sich dafür nicht interessiert, könnte Gefallen finden an den The Be Good Tanyas aus der Stadt. Einfach mal reinhören. Hanna, wir sollten mal wieder loslegen.

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Berlin im Winter. Zu diesem Thema hier ein paar Fotos.

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Beliebtheit

Montag, 1. Februar 2010 | Autor: Axel

Was das Internet zu Axel meint

Erstaunlich, was für eine positive Meinung das Internet von Axel hat. Es ist sogar leicht besser als bei Hanna, wobei man fairerweise sagen muss, dass in absoluten Zahlen ein paar mehr Leute ein Meinung zu Hanna haben.

Was das Internet zu Hanna meint
via: franziskript

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Eisvergnügen

Sonntag, 31. Januar 2010 | Autor: Axel

Zugefrorene Außenalster in Hamburg

Offiziell freigegeben ist die Alster in Hamburg zwar nicht, aber das Begehen wird toleriert. Das Einzige, worauf die Spaziergänger verzichten müssen, sind Bratwurstbuden und Glühweinstände auf dem Eis. Die gab es zuletzt vor dreizehn Jahren im Jahr 1997.

Photo: Andreas Mohr

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Fleisch

Dienstag, 26. Januar 2010 | Autor: Axel

SchweinJa, ich gebe es zu, ich esse Fleisch, auch Schwein. Meistens kaufe ich es in irgend einem Supermarkt, verpackt in Styroporschachteln, weit entfernt vom eigentlichen Lebewesen. Es gibt aber auch Leute, die sich dem Prozess der Fleischproduktion nähern möchten.

Allen Fleischliebhabern möchte ich diesen Artikel von Stevan Paul nahe legen, ohne irgendwelche Wertung. Sven war beim Schlachten eines Schweins dabei und hat den Prozess ausführlich beschrieben.

Bild: Zufriedenes Schwein in Le Prese. Autor: Roland Zumbühl (Picswiss, Arlesheim (Commons:Picswiss project)

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Beobachtungen einer Kaffeemaschine

Dienstag, 19. Januar 2010 | Autor: Axel

Kaffeemachine mit ThermoskanneJa, ich bin eine Kaffeemaschine in einem Büro. Nein, kein Kaffeevollautomat, mein moderner Bruder, bei dem man ein oder zwei Knöpfe drückt und dann kommt ein Espresso, ein Latte Macchiato oder ein simpler Milchkaffee heraus. Ich brauche noch Handarbeit: Filter mit Kaffeesatz entsorgen, frischen Filter einlegen, mit Kaffee füllen, etwas über zwei Liter Kaffee in meinen Bauch, anschalten und nach ein paar Minuten ist mein Inhalt in der Thermoskanne frisch abgefüllt zum Verbrauch.  

Es sind also einige Schritte notwendig, bis frischer Kaffee zur Verfügung steht, deshalb haben meine Benutzer die stillschweigende Übereinkunft getroffen, dass der- oder diejenige, der den letzten Kaffee nimmt, mich wieder frisch befüllt, damit weitere Durstige ihren Kaffeewunsch mit meinem Inhalt stillen können. Normalerweise funktioniert das ganz gut, die meisten unterwerfen sich klaglos diesen Regeln und weigern sich nur, wenn sie das dritte oder vierte Mal dran sind oder wenn die Höchststrafe droht: Filter alle, Kaffee alle, alles muss erst organisiert werden. Trotzdem kann ich nicht umhin, einige Spezialtypen zu beobachten.

Der Sensible. Der hat mich schon lange kennen gelernt und weiß, wie lange man drücken muss, damit noch 2 ccm Kaffee übrig bleibt, dann hat er ja nicht den letzten genommen und muss nicht neu kochen.

Der Tiger. Der schleicht um mich herum, bis er sicher gehen kann, dass mein Inhalt frisch ist und er nicht in Gefahr gerät, mich bedienen zu müssen.

Die Pedantin. Das sind meistens Frauen, die es sich zum Prinzip gemacht haben, mich erst einmal sorgfältig zu reinigen einschließlich meines Pumpsystems, während sie ein Schwätzchen halten. Dass sich dann eine Schlange bildet von bereit gestellten Kaffeebechern bildet, kümmert sie nicht im Geringsten.

Der Rücksichtslose. Er nimmt sich Kaffee, egal wie viel übrig ist und verschwindet schnell mit dem Kaffee wieder an seinen Arbeitsplatz.

Der Zerstreute. Der bedient Filter, Kaffee und Wasser, aber vergisst, mich anzustellen. Der nächste bringt dann meinen Wasserbehälter zum Überlauf.

Über die Auseinandersetzungen bezüglich der Kaffeestärke will ich lieber schweigen. Auch die Geschirrspülmaschine nebenan kann sicher einige Geschichten erzählen über Füllen oder Nichtfüllen, über Ausräumen oder Nichtausräumen. Aber das ist eine neue Geschichte.

Thema: Arbeitszimmer, Rumpelkammer | 2 Kommentare

Marktwirtschaft

Dienstag, 19. Januar 2010 | Autor: Axel

Es gibt viele ökonomische Theorien, die Nichtökonomen nicht kennen, oder habt Ihr schon einmal etwas von Hotellings Gesetz gehört? Das Wesen der meisten Theorien ist es aber, dass die Wirklichkeit übermäßig vereinfacht wird, so dass Details erklärt werden, das Große und Ganze dann aber doch anders läuft.

Volker Strübing hat sich das Modellbeispiel für Hotellings Gesetz, nämlich zwei Eisverkäufer am Strand einmal vorgenommen und weiter gesponnen in einer amüsanten und kurzweiligen Beispielsanalyse der Marktwirtschaft. Ist nicht so optimal, bedeutet aber auch nicht, dass die sozialistische Mängelwirtschaft besser ist.

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