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Archiv für die Kategorie » Vorgarten «

Kommt er?

Mittwoch, 10. März 2010 | Autor: Axel

Es ist ungewöhnlich für mich, an einem frühen Mittwochnachmittag in Berlin anzukommen, aber vielleicht sind die Vorboten des Frühlings ja doch schon da.

In Friedrichshain waren jedenfalls sehr viele Mütter mit kleinen Kindern in der Nachmittagssonne unterwegs und der Spielplatz auf dem Boxhagener Platz war fast schon überfüllt. Und dazu habe ich Leute in diesem Jahr draußen sitzen und ESSEN gesehen, was ich sehr bemerkenswert finde, auch wenn die Sonne um diese Zeit direkt auf das Fargo scheint. Sie gibt also doch so langsam Wärme ab.

Vielleicht kommt er ja, der Frühling.

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Missbrauchsbeauftragter

Dienstag, 9. März 2010 | Autor: Axel

Die Bischofskonferenz der katholischen Kirche hat Bischof Ackermann von Trier zum Missbrauchsbeuftragten benannt.

Ich kenne ja eine ganze Menge Beauftragter:

  • Der Datenschutzbeauftragte sorgt dafür, dass das mit dem Datenschutz klappt.
  • Die Gleichstellungsbeauftragte sorgt dafür, dass das mit der Gleichstellung klappt.
  • Der Sicherheitsbeauftragte sorgt dafür, dass das mit der Sicherheit klappt.

Braucht die katholische Kirche wirklich einen Missbrauchsbeauftragten?

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Stones in the Park

Mittwoch, 3. März 2010 | Autor: Axel

Stones in the ParkUnsere Freundin Ursel aus Köln bezeichnet sich selbst durchaus als ein wenig verrückt. Sie geht so häufig auf Konzerte, wie ich es vorher noch nicht kennen gelernt habe und nimmt dabei durchaus anstrengende Touren auf sich. Über die Konzerte berichtet sie nicht immer, aber wenn, dann ausführlich auf ihrem Blog. Vor kurzem ist sie an einem Sonnabend für ein Konzert von Köln nach Kiel gefahren und nach dem Konzert mehr oder weniger direkt zurück, wenn ich mich recht erinnere, war es ein Konzert der Wise Guys. Im Dezember war sie dann auf einem Konzert von Paul McCartney, dass ihr so gut gefallen hat, dass sie mir heute erzählt hat, dass sie ernsthaft überlegt, für ein Konzert des Ex-Beatles im Hyde Park nach London zu fahren und gleich wieder zurück. Und das, obwohl sie noch nie vorher in London war.

Das Stichwort von einem Konzert im Hyde Park hat mich erinnert an eine Tramptour mit Andreas im Jahr 1969, also vor über vierzig Jahren. Es war eine ereignisreiche Reise, mit Verlieben, der Mondlandung auf einer Großleinwand auf dem Trafalgar Square, schlafen im St. James Park, bewacht von besorgten Bobbies.

Und dabei war auch der Besuch eines legendären Free Concerts im Hyde Park, über das viele Informationen im Netz zu finden sind unter dem Stichwort “Stones in the Park”, unter anderem auch eine Aufzeichnung des Fernsehsenders Granada auf DVD.

Kurz vor dem Konzert war Brian Jones auf Druck der anderen Bandmitglieder ausgeschieden und durch Mick Taylor ersetzt worden. Das Konzert im Hyde Park sollt der Einführung von Mick dienen, aber es geschah ganz anders, denn ein paar Tage vor dem Event wurde Brian Jones tot in seinem Swimming Pool aufgefunden.

Daraufhin wurde der Auftritt der Stones natürlich zu einem Brian Jones Gedächtniskonzert, einschließlich des Freilassens von tausenden weißen Schmetterlingen. Der Auftritt der Stones war verständlicherweise nicht so besonders unter diesen Umständen, aber es war schon ein einzigartiges Erlebnis.

Was weniger bekannt ist, das war kein reines Stones-Konzert, sondern es traten einige andere Gruppen auf, wie hier nachzulesen ist: Family, Battered Ornaments (without Pete Brown), King Crimson, Roy Harper , Third Ear Band, Alexis Korner’s New Church, Screw. Ich erinnere mich natürlich an die gewaltige Menschenmenge von 250.000 Leuten, an die Mods, die ein wenig agressiv durch eben diese Menschenmenge tobten. Ich hatte allerdings auch ein wenig von einem Mod an mir, da ich in einem von Andreas Bruder geliehenen Bundeswehrparka unterwegs war (einschließlich deutscher Flagge auf dem Ärmel).

Musikalisch haben mich nicht die Stones am meisten beeindruckt, sonder Alexis Korner und besonders Family mit Roger Chapman.

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Sturmschäden

Montag, 1. März 2010 | Autor: Axel

Sturmschaden am Gerüst

Xynthia hat in Berlin nicht so heftig zugeschlagen wie anderswo in Europa, aber war auch zu sehen, dass der Sonntag schon heftig war. Herabgefallene Äste, zerissene Werbeplanen oder heftige Schäden an nicht genügend gesicherte Planen wie an diesem Haus in der Wühlischstraße/Ecke Knorrpromenade.

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Frühlingserwachen

Freitag, 26. Februar 2010 | Autor: Axel

Die BSR beginnt mit den Aufräumarbeiten und fegt vor unserem Haus den Split auf kleine Haufen, die dann bald wohl abgefahren werden.

Am Hackeschen Markt beginnen die Restaurants die Terrassen vom Restschnee zu räumen und bereiten sich auf die ersten “Draußensitzer” vor.

Die Frühpensionärin versucht aufzustehen, aber der Tumor im Rücken verursacht heftige Schmerzen und fesselt sie immer wieder ans Bett, die einzige Ablenkung ist das Spielen am Computer, aber sie würde lieber aufstehen und am Leben teilnehmen. Statt dessen schreit sie vor Schmerzen, trotz stärkster Schmerzmittel.

Die Hartz IV-Empfänger sind erschöpft, sie spielen ja nicht nur am Computer oder liegen im Bett. Deshalb bereiten sie sich auf ihren wohlverdienten Urlaub an der Algarve vor.

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Spätrömische Dekadenz

Donnerstag, 11. Februar 2010 | Autor: Axel

Da hat sich Westerwelle ja mal wieder was geleistet, indem er “Hartz IV”-Mentalität mit der “spätrömischen Dekadenz” verglich, die zum Untergang des römischen Reichs geführt hat.

Die passende Antwort gibt es bei Spiegel Online. Der ist nichts hinzu zu fügen.

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Klassentreffen

Dienstag, 9. Februar 2010 | Autor: Axel

Ganz entgegen meiner Gewohnheit bin ich in der letzten Woche nicht am Freitag, sondern erst am Sonnabend nach Berlin gefahren. Anlass war am Freitag ein Klassentreffen zum vierzigjährigen Abitur, meine Güte ist das lange her. Am 20. Januar 1970 war alles vorbei, mit dem Tag der mündlichen Prüfungen (oder Bekanntgabe der Nichtprüfung, wie bei mir).

Von 17 Klassenkameraden sind zwei gestorben, einer war nicht auffindbar, einer so krank, dass er sicher nicht kommen konnte, einer musste kurzfristig wegen Krankheit absagen, einer war in Argentinien im Urlaub, und zwei, die zugesagt hatten, sind wohl aufgrund des Wetters und der eisglatten Rutschbahnen in Hamburg nicht gekommen. Ja, Ihr habt richtig gelesen, alles männliche Kandidaten, den wir waren eine reine Jungsklasse beim Abitur.

Und so trudelten am Freitag nach und nach neun gesetzte Herren von fast 60 in den “Lehmitz Weinstuben” in Hamburg-Eimsbüttel ein, einer Örtlichkeit, die im Design und Aussehen der Zeit vor 40 Jahren durchaus angemessen war. Es war nicht schwer, sie wieder zu erkennen, schließlich habe ich ja 3 Jahre mit ihnen verbracht. Ich fühlte mich ein wenig an den Effekt von Morphingsoftware, wie sie bei der Polizei eingesetzt wird, erinnert, die aus den Bildern junger Leute das Aussehen im Alter hochrechnet. Und wenn man dann das Mienenspiel beobachtet und die Klassenkameraden reden hört, dann wird die Schulzeit doch recht schnell lebendig, das hat sich gar nicht groß verändert.

Interessanterweise war das Treffen organisiert vom Einzigen, der dauerhaft aus Hamburg weg gegangen ist. Ich bin es wegen meiner Arbeit ja nur halb, alle anderen sind in Hamburg geblieben oder wieder da, nicht untypisch übrigens für Hamburger.

Aber der Abend war sehr nett, auch wenn alle dachten, das letzte Treffen sei viel länger her (es war vor sieben Jahren). Und es kamen auch keine Spannungen auf, wie bei mindestens einem früheren Treffen, als dann doch über Mobbing und ähnliches geklagt wurde und einige, die diesmal dann doch wieder dabei waren, geschworen hatten, nie wieder an einem solchen Treffen teilzunehmen.

Die Schule an sich gibt es nicht mehr, sie wird seit 1987 interessanterweise genutzt als Bildungszentrum für die Hamburger Steuerverwaltung.

Einige Bilder der Schule finden sich hier, hier und hier.

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Zur Wetterlage

Mittwoch, 3. Februar 2010 | Autor: Axel

Der Winter hat Berlin im Griff. Streusalz ist alle, jetzt gibt es sogar keinen Komfort mehr für Autofahrer (für Fußgänger und Radfahrer gibt es den schon seit Weihnachten nicht mehr).

Und wenn es wirklich noch einmal tauen sollte, wird es noch schrecklicher:

Denn wenn die Schnee- und Eisberge tauen, tauchen darunter zehntausende Tonnen Split, große Mengen Hundekot und die Böller von Silvester wieder auf. Berlin werde jedenfalls bis Ostern nicht wieder sauber sein.

Mehr im Tagesspiegel

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Oettinger

Dienstag, 26. Januar 2010 | Autor: Axel

So mancher mag bei diesem Titel an das relativ bekannte Billigbier denken, aber davon soll hier nicht die Rede sein, sondern von einem vielleicht nicht ganz so bekannten deutschen Politiker.

Deutschland ist jetzt seit 1956 in der Europäischen Union und hat in all den Jahren nach einem Motto verfahren: Hast Du einen Opa, schick in nach Europa. Andere Länder, wie Frankreich, schicken fähige Leute nach Brüssel, die nach dem Ende ihrer dortigen Amtszeit durchaus noch Chancen auf weitere Karriere im Heimatland haben. Prodi konnte zum Beispiel nach seiner Heimkehr noch Ministerpräsident in Italien werden, hätte sich das jemand von Verheugen oder Bangemann vorstellen können?

Deutschland dagegen schickt verdiente Politiker nach Brüssel, die man los werden möchte, ohne sie gänzlich abzusägen oder in den Ruhestand zu schicken. Das ist zur Zeit Günther Oettinger, ehemaliger Ministerpräsident von Baden-Württemberg, der als neuer EU-Kommissar für Energie vorgesehen ist.

Richtig erkannt hat er ja, wie wichtig Englisch ist. Denn obwohl Deutsch eine offizielle Amtssprache bei der EU ist, wird das meiste doch in Englisch abgehandelt, besonders der Smalltalk, der so wichtig ist, wird durch Dolmetscher eher gestört als gefördert. Oettinger ist zuversichtlich, dass er gut Englisch spricht und er versucht das auch, wie in dem folgenden Video zu sehen ist.

Nach Ansehen des Videos sollte man sich vor Augen führen, dass es sich bei dieser Kostprobe um eine abgelesene Rede handelt, wie mag das in freier Rede aussehen? Spötter meinten schon, dass Oettinger seine Rede in Hochdeutsch gehalten hat, den bekanntermaßen können Württemberger ja alles außer Hochdeutsch.

Vielleicht hätte man auf die Nominierung verzichten und dafür eine Palette anderes Oettinger nach Brüssel schicken sollen?

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Notfahrpläne

Montag, 25. Januar 2010 | Autor: Axel

Eigentlich haben es die Berliner noch ganz gut. Das Chaos bei der S-Bahn ist allgemein bekannt, man kann sich also irgendwie drarauf einrichten. Ich zum Beispiel versuche zwischen Ostbahnhof und Hauptbahnhof die meist übervolle S-Bahn zu vermeiden und nehme statt dessen den Regionalexpress, in dem ich sogar meist einen Sitzplatz finde.

Ich habe aber den Eindruck, dass auch in anderen Bereichen der Deutschen Bahn klammheimlich ein Notfallfahrplan in Betrieb ist. Normalerweise fahre ich montags um 8:17 von Berlin Hbf nach Hamburg und freitags um 16:06 in umgekehrter Richtung. Letzten Montag fiel der um 8:17 ersatzlos aus, ich hatte instinktiv schon einen Zug eine Stunde später gebucht. Dieser war auch sehr voll und hielt an drei Stopps unterwegs, um Fahrgäste aus einem vorherigen, noch volleren IC aufzunehmen.

Am Freitag fiel mein üblicher Zug auch aus, ersatzlos. Allerdings wusste die Bahn das schon 7 Stunden vorher, so dass ich auf einen Ersatzzug ausweichen konnte. Erstaunlich aber, dass die Bahn innerhalb von 7 Stunden (oder länger) keinen Ersatz beschaffen kann.

Heute dann fiel der Zug wieder aus wegen technischer Probleme, aber die Bahn hatte es geschafft einen Erastzzug einzusetzen. Dieser hatte aber nur etwa die Hälfte der Sitzplätze, so dass sich die Leute in den Gängen drängelten. Sitzreservierungen für den Originalzug waren dementsprechend natürlich auch nicht gültig.

Und die S-Bahn in Hamburg? Da habe ich auch schon uralte Züge gesehen auf Strecken, auf denen sie sonst nicht fahren. Und meine Anschlussbahn heute hatte nur die Hälfte der fahrplanmäßigen Wagen und war entsprechend überfüllt.

Wie war das mit dem Wetter?

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