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Fremd im eigenen Land

Donnerstag, 2. September 2010 | Autor: Axel




Kloß und Spinne No. 19 vom Schnipselfriedhof.

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Ganz schön schlau

Dienstag, 31. August 2010 | Autor: Axel

Nein, dumm ist er nicht der Thilo Sarrazin. Da macht er einige Jahre einen anerkannt guten Job als Finanzsenator von Berlin, schafft es sogar im Jahre 2007 zum ersten (und einzigen?) Mal einen Haushaltsüberschuss zu erwirtschaften. Ein paar Anklagen wegen Vorteilsgewährung können ihm nichts anhaben und rechtzeitig vor dem Höhepunkt der Finanzkrise gibt er sein Amt auf und wechselt zur Bundesbank.

Immer mal wieder macht er durch krude Thesen auf sich aufmerksam und erreicht damit einen Bekanntheitsgrad, der es ihm angemessen erscheinen lässt, diese kruden Thesen in einem Buch zu verarbeiten, wohl wissend, dass wahrscheinlich über 50% der Deutschen klammheimlich diese Thesen für richtig halten und dass die Medien über ihn herfallen werden und für die nötige Aufmerksamkeit sorgen werden.

Und richtig, so kommt es. Kaum erscheint das Buch, wird er Star aller Nachrichtensendungen und Zeitungen, ja, sogar ich schreibe über ihn. Wenn man bedenkt, das 30 Sekunden Werbung vor der Tagesschau einige zehntausend Euro kosten, er aber mehr in der Tagesschau bekommt, in allen Nachrichtensendungen, ja, sogar eine ganze Sendung bei Beckmann, dann ist die unbezahlte Werbung einige hunderttausend Euro wert. Und sie ist erfolgreich (laut Amazon am 31.8. um ca. 19:00 Uhr):

Sarrazins Buch

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Ein Spaziergang durch Friedrichshain

Montag, 23. August 2010 | Autor: Axel

Einen netten kleinen Artikel zu einem Spaziergang durch Friedrichshain schreibt Axel (nicht verwandt und nicht verschwägert, schon gar nicht identisch) im Blog Unser Garten.

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Little Big Berlin

Donnerstag, 19. August 2010 | Autor: Axel

Ein wunderschönes kleines Filmchen über Berlin, unterlegt mit Liszts Ungarischer Rhapsodie. Der Film ist mit einer speziellen Technik bearbeitet, so dass die Stadt ein wenig so aussieht wie eine Modellbahnanlage. Mehr Informationen gibt es hier.

via: Modersohn Magazin

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Straßenansichten

Dienstag, 17. August 2010 | Autor: Axel

So langsam geht mir das Getue um Google Streetview auf die Nerven. Ich werde das Gefühl nicht los, als ob die Medien das dankbar zum Sommerloch aufbauschen, man kann ja nicht nur über Überschwemmungen in Pakistan berichten, und die Kamerawagen, die die Straßenbilder aufnehmen und die meisten Berichte illustrieren, erinnern viele wohl an irgendwelche Außerirdischen oder an Werkzeuge geheimer Mächte oder Dienste.

Und dann kommt es dazu, dass irgendwelche Rentner öffentlich kund tun, dass sie ihre Häuser nicht im Internet sehen wollen und lassen sich dazu vor ihren Häusern von einer Zeitung fotografieren, die dann nichts Besseres zu tun hat, als, na, ihr wisst schon, diese Bilder mit voller Namensnennung ins Internet zu stellen (siehe Pro Google Streetview).

Die Politiker springen natürlich auf, besonders diese Dingsda von der CSU, aber von Politikern kann man ja keinen vernünftigen Umgang mit dem Internet erwarten. Dabei ist seit einiger Zeit das deutsche Angebot “Sightwalk” im Netz, das nichts Anderes macht, als das, was Google erst vor hat. Von Beschwerden hierzu habe ich allerdings noch nicht gehört.

Aber naja, was will man anderes erwarten: Google strebt sowieso die Weltherrschaft an und steht sicher mit den Einbrechern im Bund, die anhand von ein oder zwei Jahre alten Fotos ihre Streifzüge ausbaldowern. Warum sagt man das nicht vom Autohersteller, der die Fahrzeuge herstellen, mit denen sie ihre Beute abtransportieren?

Einen Lichtblick gibt es allerdings: die Berliner scheint das ganze Theater kalt zu lassen, denn laut Abendschau freuen sich die meisten auf das Angebot.

Nachtrag: Für alle, die ihr Haus nicht im amerikanischen Internet sehen wollen, hier noch ein kleiner städtebaulicher Tipp.

Nachtrag 2: Ein Tweet von @KlausAufSendung: #streetview Wär ich ein Einbrecher, dann würde ich in die verpixelten Häuser gehen. Da gibt es bestimmt was zu holen…

Nachtrag 3: Erste Kirchen wappnen sich gegen Google Streetview.

Nachtrag 4: Ausgerechnet Bielefeld. Die sind doch für viele sowieso nicht auf der Landkarte.

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Völlegefühl

Freitag, 6. August 2010 | Autor: Axel

Hanna und Michael im Schneeweiß

Mittlerweile ist Michael wieder zurück auf dem Weg nach London. Gestern hat er uns als Gegengeschenk zu einem Essen eingeladen und wir waren mal wieder im Schneeweiß in der Simplonstraße. Ich hatte eine exzellente Tomatensuppe mit einem kleinen Stück Ziegenkäse, danach ein Schweinekrustenbraten auf grünen Bohnen mit Backpflaumenknödeln. Dazu ein kräftig gewürzter Bratenjus.

Im Moment des Essens schmeckte mir alles gut, irgendwie fand ich die beiden Gänge aber einfach zuviel und verzichtete auf einen Nachtisch. Ein paar Stunden nach dem Essen wachte ich auf und hatte absolut Probleme, fast hatte ich das Gefühl, k*tzen zu müssen. Zunächst schob ich das auf die Backpflaumenknödel, denn die waren das einzige, was weder Hanna noch Michael gegessen hatte, aber letztendlich musste ich erkennen, dass es das sicher nicht war, denn meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass ich einen Ekel empfinde vor einem Essen, dass irgendwie schlecht war, das war diesmal aber nicht der Fall.

Es war wohl zuviel, vielleicht hätte ich nicht das Brötchen essen sollen vorher oder mich doch für die leichte Forelle entscheiden ollen, wie es Michael nach langer Überlegung getan hat.

Dem Schneeweiß messe ich keine Schuld zu, im Gegenteil, das Essen war wie immer bisher absolut exzellent und bei dem warmen Sommerabend, den wir gestern hatten, ist es dort sehr angenehm auf dem Bürgersteig zu sitzen, die Simplonstraße ist eine wenig befahrene Nebenstraße und davon geht die Sackgasse ab, an der wir saßen, 20 m lang und fast ganz ohne Fahrzeugbewegungen.

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Deutsches Historisches Museum

Freitag, 6. August 2010 | Autor: Axel

Deutsches Historisches Museum Berlin

Ursprünglich ein Tipp meiner Chefin, hatte Hanna unsere kanadischen Besucher schon vor ein paar Wochen ins Deutsche Historische Museum geführt und war begeistert. Heute bin ich dann mit Michael dorthin und auch uns hat es sehr gut gefallen, man bekommt einen guten Überblick nicht nur über die deutsche Geschichte sondern auch einen Einblick in die Alltagskultur der jeweiligen Zeit. Ich schaffe es etwa 2 bis 3 Stunden am Stück im Museum und das hat gerade einmal gereicht für die Zeit von 1918 bis zum Ende des letzten Jahrtausend und das auch noch unter Auslassung der Nazizeit. Also haben wir vielleicht knapp 20 % der ständigen Ausstellung gesehen, mal ganz abgesehen von den Wechselausstellungen, von denen es zur Zeit drei gibt.

Das Museum hat auch ein nettes Kaffee, bei dem man draußen sitzen kann, und dort hörte man schon sehr viele Fremdsprachen. Ich war schon erstaunt, wie viele Touristen unterwegs sind, Trauben an den Haltestellen der von Reiseführern empfohlenen Buslinie 100, ganze Pulks auf Mietfahrräder und viele Leute unterwegs auf Segways, die man sich offensichtlich als touristisches Fortbewegungsmittel mieten kann.

Segways

Schade finde ich es dann allerdings, wenn mitten im touristischen Zentrum an der im Umbau befindlichen Alten Bibliothek ein Sponsor für das nicht unbedingt so interessante Schwabenland wirbt. Oder noch schlimmer mit einem Spruch, der Deutschland zu einem Land einer Baussparkasse deklariert.

Plakatwand an der Alten Bibliothek Berlin

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Auswahl

Freitag, 6. August 2010 | Autor: Axel

Spätkauf

Dafür, dass er in türkischer Hand ist, hat unser lokaler Spätkauf (Ecke Wühlischstraße/Knorrpromenade) eine beeindruckende Auswahl an Alkoholika. Alles Nichtalkoholische ist im Nebenraum.

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Neue Nationalgalerie

Donnerstag, 5. August 2010 | Autor: Axel

Neue Nationalgalerie Dauerausstellung

Es gibt so Dinge, die macht man nur, wenn Gäste da sind. Ich bin jetzt seit 10 Jahren in Berlin ansässig, aber in die Neue Nationalgalerie habe ich es noch nicht geschafft. Da aber unser guter Freund Michael zur Zeit auf Besuch ist und sich speziell für etwas modernere Kunst interessiert, war es gestern so weit und ich bin mit ihm in die Dauerausstellung im Keller der Nationalgalerie gegangen.

Schwerpunkt der Ausstellung sind Bilder und Plastiken von deutschen Künstlern oder Künstlern, die in Deutschland gearbeitet haben, aus der Zeit von 1900-1945. Darunter waren viele Werke von Künstlern, die ich durchaus schätze, von Georg Grosz und Otto Dix über Max Beckmann zu Hannah Höch, Ernst Ludwig Kirchner nicht zu vergessen.

Die Ausrichtung auf deutsche Künstler fand ich gut, nur hätte das etwas konsequenter durchgezogen werden können. Aber man konnte sich nicht verkneifen, auch einen kleinen eher unbedeutenden Picasso aufzuhängen oder den in Deutschland kaum vertretenen Surrealismus durch Dali und Magritte vorzuführen. Da hätte ich mir ein wenig mehr Konsequenz gewünscht.

Etwas nervig war es auch, dass Bilder, die unterwegs waren zu anderen Ausstellungen, kommentarlos durch Schwarz-Weiß-Reproduktionen in Originalgröße ersetzt waren. Ich möchte nicht wissen, wie viele Besucher sich angesichts eines schwarz-grauen Bildes von Franz Marc gefragt haben, warum es “Turm der blauen Pferde” heißt.

Alles in Allem ist der Besuch dieser Sammlung sehr zu empfehlen, da der Überblick über die deutsche Kunst in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts doch recht umfassend ist.

Michael in der Neuen Nationalgalerie Berlin

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Fallobst

Freitag, 30. Juli 2010 | Autor: Axel

Fallobst

Es ist jetzt wieder die Zeit der Obsternte und es ist alles reichlich vorhanden. Deshalb haben wir vor einiger Zeit für die Dauer des Sommers unseren Landkorb auf eine Obstkiste mit etwas Gemüse umgestellt.

Es gibt aber in unerem Kiez auch eine andere Weise an Obst zu kommen. In der ehemaligen DDR stehen viele Obstbäume auf öffentlichem Grund, vielleicht einmal angepflanzt als Notreserve oder Militärversorgung oder was auch immer.

Wusstet ihr, dass am Anfang der Warschauer Brücke (auf dem “Pennerplätzchen”) oder in der Wendkehre der M13 Aprikosenbäume stehen? Oder dass in der Mainzer Straße zwischen Krossener und Simplonstraße an zwei Stellen Sauerkirsch- und Kirschbäume zu finden sind? Und dass man Obst, dass auf öffentlichem Gelände steht ganz unbesorgt einsammeln kann, weil es sich nicht um Diebstahl handelt, im Gegensatz zu den Kirschen an Nachbars Baum?

Mehr Informationen findet ihr auf Mundraub, dort könnt ihr auch einsehen, wo Obstbäume im freien Raum stehen, oder ihr könnt euer Wissen über Standorte preisgeben.

Foto: Wikimedia Commons

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