Kuba (Achter Tag) – 13.3.2017

Wenn man die Beiträge erst nach fast vier Wochen schreibt, kann schon mal ein Fehler passieren. Ich hatte geschrieben, dass ich am 12.3. Internetzugang in einem Hotel hatte (das Hotel Plaza oben im Bild), das war aber erst heute, genauso wie der Gang zur Bank.

Am Sonntagmorgen hatten wir beschlossen, die Callejon de Hamel zu besuchen, einem Platz für Rumba und den Santeriakult. Wenn man auf Kuba komplett in weiß gekleidete Menschen sieht, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie diesem Kult folgen, denn nach der Initiierung müssen die Anhänger sich für 3 Jahre komplett in Weiß kleiden. Ein Beispiel ist auf dem nächsten Bild zu sehen, dass allerdings nicht aus Havanna, sondern aus Trinidad (Cuba) stammt.

Aber zurück zum Besuch in der Cajon de Hamel. Sandra, Hanna und ich fuhren mit einem Taxi dorthin, während der Rest der Gruppe den halbstündigen Spaziergang durch die Stadt bevorzugte, Als wir am Ziel ankamen, war die Menschenmenge schon groß und sie wuchs stetig, ein Sitzplatz war nicht zu finden und auch kaum ein Platz im Schatten zum Stehen. Und in der überwiegenden Mehrzahl Touristen, auch die Busladungen hatten den Platz schon entdeckt. Wir warteten noch ab, bis der Rest der Gruppe da war, aber dann flohen Hanna und ich mit leichter Panik wegen der Menschenmenge und fuhren zurück zur Unterkunft. Alles Weitere siehe den Beitrag für den 12.3.

*****

Für den Montag hatten sich fast alle eine Stadtrundfahrt mit dem üblichen „Hop On – Hop Off“-Bus vorgenommen, den es, wie in so vielen Städten auf der Welt, auch in Havana gibt. Der Bus fuhr ab vom Hauptplatz in Havana. Da es dort natürlich viele Touristen gibt, fuhren dort auch im Sekundentakt alte amerikanische Straßenkreuzer als Taxis vorbei.

Den größten Teil der Tour hatten wir schon mit Alejandro am ersten Tag gemacht, ergänzt um eine Rundtour zu abgelegenen Hotels in der Stadt. Einige Impressionen:

 

Nachdem wir wieder am Hauptplatz angekommen waren, verließen wir die Tour und trafen uns nach und nach im Café El Dandy. Die Bar gefiel uns ausgesprochen gut, nicht nur wegen des Essens (und der Drinks). Die Gerichte waren hauptsächlich Tapas, die auf einer großen Tafel aufgelistet waren.

Café El Dandy

Da dauert es dann schon mal, ein Gericht auszuwählen, wie man an Sean im Hintergrund sieht.

Nadya, Nata and Sean

Was ich besonders interessant fand, waren die Bilder in der Bar, besonders die Fotos von anderen Bars in Havana, fotografiert von einem Schweden (Anders).

Nach dem Essen gab es eine kleine Siesta, und da es unser letzter Tag in Havana war, hier ein Eindruck von der Straße, in der wir gewohnt haben und die unsere meist benutzte Straße während unseres Besuchs war (Villegas).

Abends trafen wir uns dann zum Abschluss alle im ARTPUB, wobei ich nicht mehr weiß, wo das folgende Bild an dem Abend aufgenommen war (wahrscheinlich aber auch dort), vorenthalten wollte ich es Euch allerdings nicht.

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Kuba (Siebter Tag) – 12.3.2017

Auch am nächsten Tag trennten sich die Pfade. Viele unserer Gruppe wollten in ein Schwimmbad gehen in einem Hotel, was nicht so unseres Ding ist. Hanna nutzte die Gelegenheit zur Ruhe, während ich wieder das Hotel Plaza aufsuchte, um eine Internetverbindung zu bekommen. Auf dem Weg zum Hotel fiel mir dieses Autowrack auf, es war mir nicht klar, ob es verlassen war oder für eine Aufarbeitung bereit stand.

Wrack

Diesmal hatte alles geklappt, ich habe die notwendigen Mails herunter laden können. Wahrscheinlich muss man in Kuba früh aufstehen, um Internetzugang zu bekommen. Nachdem ich noch Geld für den zweiten Teil der Reise gewechselt hatte (nach, wie in Kuba üblich einiger Zeit in der Warteschlange) ging es langsam zurück zu Hanna. Auf dem Weg zur Casa habe ich noch einige Fotos von wunderschöner Graffiti gemacht: Knapp hundert Meter unterhalb unserer Unterkunft war eine Galerie und in deren Umgebung waren einige schöne Wandmalereien.

Nachdem ich Hanna abgeholt hatte, ging es ab zum Mittagessen und ich suchte natürlich wieder ein zentrales, bei Touristen beliebtes Restaurant aus, Ich finde das übrigens nicht schlimm, besonders da wir selber Touristen waren. Die Wahl fiel auf ein Restaurant in der Straße Obispo, dessen Namen ich nachträglich leider nicht gefunden habe, weder auf Google noch auf Apple Maps. Das Essen war untermalt von einer der besten Liveband, die wir auf Kuba gehört haben (Axels Meinung).

Musik am 12.3.

Wir hatten auch nette Tischnachbarn und Hanna hatte mich gebeten, diese schöne Hispano-Kalifornierin zu fotografieren.

Kalifornierin

Für mich fast noch interessanter waren die Leute auf der Obispo, die in großer Zahl for dem Restaurant stehen blieben und zur Musik tanzten (oder Fotos machten).

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Kuba (Sechster Tag) – 11.3.2017

Der Samstag war ein ruhiger Tag. Wie immer waren wir früher als die Anderen auf und nahmen deshalb das Frühstück in unserer Casa ein, nicht wie am ersten Tag in einem Café. dem D’Next. Hanna las dann noch ein wenig. Ich machte mich zum gefühlt x-ten Mal auf, eine Karte für die WLAN-Hotspots in Kuba von der staatlichen Telekommunikationsgesellschaft ETESCA zu erwerben,, da ich wenigstens von Zeit zu Zeit die Kommunikation mit der EU für einen laufenden Vertrag überprüfen musste. Ein paar Mal hatte ich es schon aufgegeben, da die Schlange vor dem Laden einfach zu lang war und sich nicht bewegte. Der frühe Sonnabend Vormittag war aber offensichtlich ein günstiger Zeitpunkt und nach etwa 20 Minuten Wartezeit hatte ich meine Karte für 5 Stunden Internetzugang (für etwa 7 Euro) in der Tasche.

ETESCA Internet

Ansonsten war nichts geplant mit der Gruppe, deshalb machten Hanna und ich uns auf zu einem kleinen Rundgang in der Altstadt um unsere Casa. Der erste, sicher typische Eindruck, ist im folgenden Foto zu sehen.

Straße in Havana

Unser eigentliches Ziel war das in der Nähe gelegene Bacardigebäude, das ursprüngliche Hauptquartier von Bacardi, das nach der Revolution aufgegeben wurde (Originaler Rum aus Kuba ist jetzt hauptsächlich unter dem Namen Havana Club erhältlich, auch wenn die Marke bereits 1935 eingeführt wurde). Hanna wollte das Gebäude unbedingt sehen, und obwohl wir nicht, wie erwartet, ein Museum vorfanden, Aber trotzdem, wir wurden in die Eingangshalle eingelassen und es waren wunderschöne Jugendstilelemente zu sehen.

Halle Bacardi

Die Eingangshalle.

Briefkästen

Briefkästen.

Aufzüge

Aufzüge.

Nach dem Besuch in dem Gebäude bewegten wir uns wieder in die Seitengassen. Hanna fand einen Obst- und Gemüseladen und wollte ein paar Limonen erstehen für die unvermeidlichen Mojitos. Der Preis war mit 5 CUC (etwa 5 Euros) wahrscheinlich etwas überteuert. Hanna hatte nur einen 10 CUC schein und wir bekamen einen 5er Schein zurück. Es war halt kein Touristenladen und da kann man es ja einmal versuchen, denn bei genauerer Inspektion von mir stellte sich das Wechselgeld als ein 5 CUP Schein heraus. Ein CUC entspricht etwa 25 CUP, das wäre also ein schlechtes Geschäft gewesen. Zum Glück hatte ich es bemerkt und wir bekamen dann das korrekte Wechselgeld.

Ein paar Meter weiter hatten wir dann Lust auf einen Drink, einen Mojito, und gingen in eine kleine Bar. Diese war mit vielen Fussballinsignien ausgestattet, unter anderem waren der 1. FC Köln und der FC St. Pauli vertreten. Der Besitzer spracht ganz gut Deutsch und es stellte sich heraus, dass er in Berlin geboren war als Sohn eine Diplomatenehepaares.

Mosaik

Auf dem weiteren Weg (zum Mittagessen) fiel uns dieses schöne Mosaik an einem sonst nicht besonders ausgezeichneten Haus auf.

Beim Mittagessen im (wenn ich mich richtig erinnere) Ruinas del Parque hatte Hanna mal wieder ihren Hummer und wir beide einige Mojitos,Die Location war schön, unter Bäumen, und es gab wie so häufig gute Musik. Zwei junge Katzen wurden von Hanna ausgiebig gefüttert, bevor sie vom Kellner mit einer vorbereiteten Wasserflasche immer wieder weggescheucht wurden.

Hanna hat sich dann zur Ruhe begeben und ich versuchte, in einem nahegelegenen Hotel eine Internetverbindung zu bekommen, leider vergeblich, da wollten offensichtlich viele Leute das Gleiche.

Abends waren wir alle dan wieder im Van Van, das mir diesmal auch die Gestaltung der Toilette auffiel.

Toilette im Van Van 1   toilette2.jpg   

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Kuba (Fünfter Tag) – 10.3.2017

Nach den vielen Besichtigungen an den Tagen zuvor sollte es diesmal ein Strandtag werden. Drei Leute waren allerdings nicht dabei: Sean hatte offensichtlich ein schlechtes Sandwich erwischt am Tag zuvor und es war deshalb Bettruhe angesagt. Und unsere “Reiseleiterin” Natascha (auch immer wieder “La Commandanta” genannt) wollte den Tag nutzen, um Restaurants oder andere Sehenswürdigkeiten zu erkunden (und sicher auch, um Sean zu pflegen oder zu beobachten). Auch Brian kam nicht mit, was er allerdings machte, ist mir nicht so klar.

Warten

Zunächst war allerdings ein wenig Warten angesagt, weil die Familie Snow nacheinander erst Handtücher und dann Lesestoff holen musste. Das bedeutete für sie den Aufstieg in ihre Casa, jeweils über 72 Stufen. Für den Rest von uns, gab das die Gelegenheit, uns die Plaza del Cristo ein wenig umzusehen, zum Beispiel die Iglesia del Santo Cristo del Buen Viaje.

Kirche

Dann ging es aber mit zwei Taxis zum Tropicoco Strand, etwa 15 km von Havana entfernt. Und der Strand ist auch sehr einladend, allerdings auch gut besucht.

Ropicocbeach

Aber das hielt uns nicht davon ab, es uns gemütlich zu machen. Das Gute war dass einem nicht nur die Drinks, sondern auch das Essen an die Liege geliefert wurden. I hatte mir mit Hanna Hummer geteilt, der sehr gut war.

Greg, Erda, Hanna

Greg, Erda und Hanna, jeder mit einem Getränk in der Hand.

oliver.jpg

Auch Oliver mit Getränk, wohl kubanische Kola (ja, die gibt es).

Nadya

Nadya hatte Kokosmilch aus einer frisch aufgeschlagenen Kokosnuss, wobei aus dem Bild leider nicht hervorgeht, ob das mit oder ohne Rum war.

Sandra

Und die letzte aus unserer Strandgruppe, Sandra, mit einem Bier in der Hand wie oben Greg.

Hanna und ich waren übrigens die einzigen, die nicht ins Wasser gegangen sind.

Kubanerin mit Zigarre

Kubanerinnen sind da dann auch anderen landesüblichen Produkten zugeneigt.

Abends waren wir dann alle wieder zusammen, auch Sean war wieder auf den Beinen. Es gab ein gemeinsames gutes Abendessen im Van Van mit noch besserer kubanischer Livemusik. Das Restaurant wird von den Touristen auf TripAdvisor übrigens auf Platz 1 der Restaurants in Havana gesetzt.

Restaurant Van Van

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Kuba (Vierter Tag) – 9.3.2017

Am Donnerstag ging es dann wieder mit einem Großraumtaxi los unter Führung von Alejandro. Es ging zum zweiten Stopp unserer Fahrt, nach Havana. Die Fahrt dauert etwa 3 Stunden, unterbrochen von einem Aussichtspunkt, der von Touristen überlaufen war (alle Touren und Führen sehen den Punkt als Highlight auf der Strecke, mag daran liegen, dass die meisten Touristen eine Pina Colada aus der Kokosnuss absolut toll finden. Ich habe mich eingereiht in die Schlange, die auf unseren Fahrer gewartet hat, aber er erschien, bevor die Unruhe allzu groß wurde.

Irgendwann waren wir dann in Havana, es ging durch viele Straßen und dann hielt der Minibus an. Ehrlich gesagt, ich wusste nicht, was los war, bis es irgendwann dann klar war, dass wir bei der Unterkunft für Hanna und mich (und für Sandra, die später dazu stossen sollte) waren. Also wurde Gepäck abgeladen und dann ging es für uns eine abenteuerliche Treppe hinauf in den ersten Stock der Casa Carlos y Graciela hinauf. Hanna wird sicher gedacht haben, dass sie nie mehr wieder hinunter oder hinauf kommt, aber die wunderschöne Terrasse im 1. Stock hat sie dann doch überzeugt.

Hanna auf Terrasse

Es stellte sich heraus, dass diese Terrasse zu einem Treffpunkt unserer Gruppe in Havana werden sollte. Übrigens waren nicht nur die Werbeschilder ein Highlight, sondern auch die Pflanzen, um die sich Carlos jr. mit großer Hingabe kümmerte.

Pflanzen auf Terrasse

Eigentlich war es so verabredet, dass wir in unserer Casa gemütlich (siehe oben) auf die Schwester von Sean warten sollten, die an diesem Tag aus Kanada nach Havana fliegen sollte, während alle anderen ihre Unterkunft aufsuchen sollten, die etwa 500m bis 800m von unserer entfernt lag. Irgendwann aber kam Sean an (wie üblich mit einer Dose Bier in der Hand, und holte uns ab, da alle anderen in einem Restaurant warteten um ihren Hunger zu stillen. Sean hatte ein Sandwich in einem lokalen “Hole in the Wall” (Wandloch) gegessen, was sich am nächsten Tag noch etwas als fatal herausstellen sollte.

Als wir zum Restaurant wollten, wo die anderen waren, trafen wir dann Sandra, Seans Schwester, ganz zufällig eine oder zwei Ecken weiter. Ihr Taxifahrer hatte die Endadresse nicht gefunden, und ein Kubaner hatte sich angeboten, ihr den Weg zu zeigen. So ganz ist es nicht klar, ob das unser Tag war, wo wir beschimpft… werden sollten, jedenfalls hat diese Zufallsbekanntschaft auf die Frage, ob er etwas haben möchte, Sandra zielgerichtet in den Milchladen anderen Ecke geleitet und sich dann Trockenmilch für umgerechnet 10€ hat bezahlen lassen. Trockenmilch oder Milch ist schwer zu bekommen mit kubanischer Währung, allerdings hielt Hanna den Mann doch für unter Drogen stehend.

Nachdem Sean die Koffer von Sandra in unserer Casa abgeliefert hatte, ging es dann endlich zum Mittagessen in das Restaurant, in dem alle anderen schon warteten. Ein sehr traditionell aussehendes Restaurant.

Restaurant in Obispo

Hier haben sie uns allerdings versucht abzuzocken. Nach eindringlicher Prüfung hatten sie sich um über 40 Euro zu unseren Ungunsten verrechnet, was Alejandro sichtlich peinlich war, aber wir konnten es klären.

Bevor sich Alejandro für dieses Mal verabschiedete, gab es noch eine Rundfahrt durch Havana, von der diese Wandskulptur (Che Guevara) vom Platz der Revolution genügen soll, von einer zweiten Stadtrundfahrt gibt es später mehr.

Che

Am Abend haben wir dann ausführlich das “Essen Gehen” Spiel gespielt. Wir landeten in einer überfüllten Tapasbar, was aber klar ist, wenn der Lonely Planet das nicht nur aufnimmt, sondern auch noch positiv erwähnt. Wir bekamen einen Tisch im ersten Stock, beengt. Die Speisekarte war nicht so überzeugend, deshalb entschlossen wir uns, nur einen Drink zu nehmen. Zumindest der Mojito wurde sehr ansprechend und ungewöhnlich serviert.

Mojito

Hanna und ich wollten uns dann nicht mehr weiter mit auf die Suche machen und gingen in die Casa zurück, nicht ohne uns unterwegs in einem kleinem kubanischen Laden (der bot offensichtlich auch ein sehr beliebtes Getränk an, dass ich nicht identifizieren konnte) mit zwei Schinkensandwiches zu versorgen (1€ für beide!). Im Gegensatz zu anderen ist es uns gut bekommen!

Lamparilla Tapas & Cervezas

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Kuba (Dritter Tag) – 8.3.2017

Der dritte Tag war einem Ereignis gewidmet, das nur wenigen Kubabesuchern vergönnt ist: der Besuch in einer kubanischen Familie.

Nata und Nadya sind morgens mit Alejandro zum Einkaufen gefahren und haben dann ein Essen im Haus seiner Familie vorbereitet. Der Rest der Truppe ist dann später dazu gestoßen und wir haben einen fröhlichen Nachmittag verlebt.

Nata und Nadya beim Kochen

Zwischendurch auch einmal eine Diskussion mit der Schwiegermutter von Alejandro…

Nata und Alejandros Mutter

…während sein Vater sich um den Grill kümmert.

Alejandro's Vater

Hanna und ich wurden unterdessen von Alejandro Tochter Natalie belagert, die uns nach und nach ihre Spielzeugvorräte zur Verfügung stellte.

Hanna mit Spielzeug

Sie ist aber auch, wie man sieht, der ganze Stolz des Vaters. Es waren die Eltern von Alejandro da, seine Frau, seine Tochter, seine Schwester samt zweier Söhne und seine Schwiegermutter.

Vater und Tochter   Familie

Neffe   Familie

Andere sahen allerdings nicht so ganz glücklich aus.

Oliver

Aber irgendwann war dann endlich das Essen fertig.

Essen bei Alejandro

Und es bildeten sich dann gemischt kanadisch-kubanische Essensgruppen (oder auch rein kubanische oder kanadische).

Nata, Nadya und Alejandros Familie

Kanada

Sean und Alejandro

Nach dem Essen war dann Musik und Tanz angesagt. Musik ist auf Kuba allgegenwärtig, diesmal war es allerdings Greg der zur Gitarre griff. Er war mit Erda früh morgens aus Havana gekommen und spielte trotz seiner durchaus vorhandenen Müdigkeit.

Greg und Zuhörer

Tanz

Auch der schönste Tag geht einmal zu Ende und wie es sich für Kuba gehört, wurde für uns ein Oldtimertaxi gerufen. Dies war der am besten erhaltene Wagen aus den 50ern, den wir auf unserer Reise erlebten.

Chevrolet

Innen

Nach der Rückkehr fielen Hanna und ich ins Bett, vielleicht doch noch eine Auswirkung des Jetlags. Die anderen wollten das gleiche italienische Restaurant besuchen, in dem wir am Abend vorher waren, aber diesmal wurden sie von der Bedienung aus unerklärlichen Gründen nicht hineingelassen.

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Kuba (Zweiter Tag) – 7.3.2017

Erstaunlicherweise war unser Jetlag nicht so groß und wir konnten fast bis zur normalen Aufstehzeit durchschlafen.

Der zweite Tag war der Besichtigung von Matanzas und Umgebung gewidmet. Und da wir eine Gruppe von 7 Leuten waren, stand dann morgens ein entsprechend großes Taxi bereit.

Taxi Matanzas

Führer für den Tag war Alejandro, den unsere kanadische Familie schon von mehreren Besuchen kannte und den sie schon als Freund betrachteten. Sollte irgendeiner unserer Leser einmal Führungen in Kuba (Varadero, Matanzas, Havanna) buchen wollen: Wir können Alejandro nur empfehlen! (http://www.cubantripcompass.com). Alejandro stand dann auch bereit, um die Teilnehmer einzusammeln und natürlich wurde erst einmal geklönt.

Alejandro und Gruppe

Das erste Ziel unserer Rundfahrt war ein Ausflugsziel besonders für Kubaner, gelegen an einem Fluss östlich von Matanzas, der Club Nautico Canimar Abajo.

Kubanisches Ausflugsziel
Auf der anderen Seite des Flusses waren Campinghütten zu sehen, die mich sehr stark an die Hütten auf Plätzen in Jugoslawien erinnerten, in den ich auch das eine oder andere Mal in den 70ern übernachtet hatte.

Campinghütten
Das nächste Ziel war dann die Saturno Cave, eine Höhle auf dem Weg zum Flughafen von Varadero. Es geht tief hinunter und dann öffnet sich eine Höhle mit einem Wasserbecken, in dem man schwimmen kann, was auch drei aus unserer 7er-Gruppe ausgiebig nutzten.

Saturno Cave
Vor dem Mittagessen gab es dann noch einen Abstecher zum Parque de la Libertad in Matanzas. Es ist der zentrale Platz in der Stadt und auch ein Hotspot. In Kuba gibt es nur wenig Zugänge zum Internet. Private Zugänge kommen erst demnächst, und wenn man surfen will, ist man auf Zugang in freier Luft angewiesen, wenn man nicht in ein Hotel gehen möchte. Erkennbar is ein Hotspot an den Leuten, die auf irgendwelchen Bänken sitzen und auf ihre Telefone starren.

Hotspot
Und das gilt nicht nur für Mobiltelefone, sondern auch für Computer.

Internet and Oldtimers
Wir haben auch noch einen Blick ins Hotel Velasco geworfen, das unter Anderem eine wunderschöne Bar hat.

Bar im Hotel Velasco
Danach war dann aber eine Mittagspause angesagt. Da das Restaurant, das Alejandro ausgesucht hatte leider geschlossen war, gingen wir in ein Restaurant in der Nähe und fanden einen Sitzplatz direkt am Meer.

Restaurant am Meer
Alle hatten unterschiedliche Gerichte und wir lernten erstmals die (beschränkte) Auswahl an kubanischem Essen kennen. Ein typisches Gericht ist das “Ropa Vieja”, so ungefähr das einzige Gericht auf Kuba auf Rindfleischbasis. Ropa Vieja heisst übrigens soviel wie “Alte Kleidung”.

Ropa Vieja
Hanna war erschöpft nach dem Essen und wir lieferten sie erst einmal bei unserer Casa ab. Danach ging es zurück auf den zentralen Platz von Matanzas, auf dem wir schon am Vormittag einmal waren. Alejandro sagt immer, dass Matanzas die tollste Stadt Kubas sei (weil er dort lebt). Der Lonely Planet für Kuba hat da eine andere Meinung: Er meint, dass Matanzas uninteressant sei mit Ausnahme der alten Apotheke. Diese war unser nächstes Ziel und das war schon beeindruckend. Es ist die einzige Apotheke auf der Welt, die im Originalzustand des 19. bzw. des frühen 20. Jahrhundert erhalten ist.

Apotheke Matanzas

Zum Beispiel mit der alten Kasse.

Apotheke Kasse

Oder die Medikamente, die angeboten wurden. Man bemerke, dass Cognac und Vino Xeres (Sherry) unter den Medikamenten waren.

Arzneien

Auch die “Drogenküche” war interessant.

Drogenküche

Nach der Apotheke ging es dann in die Haupteinkaufsstraße von Matanzas.
Einkaufsstrasse in Matanzas
Auf Kuba gibt es zwei offizielle Währungen: den CUC, der frei konvertierbar ist und im Wert etwa dem US-Dollar entspricht, und den CUP, den kubanischen Peso, den die Einheimischen benutzen. Allerdings ist das Angebot an Waren, die mit CUP gekauft werden können, sehr beschränkt, wie ein Besuch in einem Laden uns deutlich vor Augen führte.

Kubanischer Laden

Nach dem Besuch in Matanzas ging es dann noch einmal in eine Höhle, die Bellamar Caves, deren Besuch ich leider abbrechen musste, da ich erhebliche Atemschwierigkeiten und etwas Panik bekam. Das war der hohen Luftfeuchtigkeit von bis zu 98% geschuldet, ein Effekt, den ich leider schon vor ein Paar jähren erfahren musste beim Besuch eines Hamams in Istanbul. Brian hat mich dankenswerterweise wieder aus der Höhle geführt, wo ich dann im Schatten eines Ficus auf die anderen wartete.

Ficus

Am Abend ging es dann in ein einfaches italienisches Restaurant in der Nähe unserer Casa. Bei dem Restaurant war ein Laden, der hauptsächlich Alkohol verkauft und wir sahen viele Kubaner mit einer Flasche Rum sitzen, den sie offensichtlich aus dem Laden mitgebracht hatten. Das hatten wir nicht, aber Alkohol gab es trotzdem genug für uns. Neben der Terrasse stand ein Taxi mit geöffnetem Kofferraum und aufgedrehter Stereoanlage, so dass wir Musik hatten, ohne dass das Restaurant dafür sorgen musste. Und sobald einer der einheimischen Gäste um Feuer bat, sprang Brian auf und spendierte eines seiner vielen mitgebrachten Feuerzeuge. Und die Bedienung bekam neben Trinkgeld auch noch einige Kugelschreiber spendiert.
Müde und zufrieden ging es dann ins Bett.

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Kuba (Erster Tag) – 6.3.

Ich weiß, dass ich mit den Berichten aus Kuba hinterher hinke. Grund ist, dass ich gleich nach der Rückkehr Arbeiten für die EU ausführen musste. Gutachten erstellen und dann in der letzten Woche in Brüssel ein Meeting nach dem anderen. Aber dazu später mehr.

Unser Flug mit AirBerlin nach Varadero war am Montag Morgen angesagt. Es war ein großer Vorteil, dass der Flug direkt von Berlin nach Varadero ging, ohne einen Zwischenstopp. Wir waren natürlich früh genug aufgestanden, besonders, weil wir noch nicht gepackt hatten, aber das ist ja mittlerweile Routine (im Großen und Ganzen). Irgendwann kam eine SMS der Fluggesellschaft, dass der Flug um eine Stunde verspätet ist. Wunderbar, dachten wir, dann kann das Taxi ja später kommen. Ok, trotzdem eingestiegen guten Mutes, allerdings hatte Hanna etwas Wichtiges vergessen, so dass wir noch einmal zurück fahren mussten.

Letztlich am Flughafen angekommen dachten wir dass alles noch rechtzeitig ist, Aber das Checkin meinte, wir hätten Glück, dass die Gepäckabfertigung noch nicht geschlossen sei. Also war Hektik angesagt, besonders da ich noch die Tourist Card für Kuba besorgen musste. Letztlich war alles ok, und wir waren rechtzeitig am Gate.

Der Grund des verspäteten Abflugs wurde schnell klar: die Flugzeit war viel kürzer als geplant und eine frühere Ankunft hätte wahrscheinlich alle Transferplanungen für die All-Inclusive-Touristen durchfindender gebracht. Der Flug war ok, besonders, da wir uns einen Aufpreis geleistet hatten, um in der Economy einen Sitz “XL” zu bekommen, der doch einige Beinfreiheit anbot.

Die Ankunft in Varadero war ok, auch wenn die Passkontrolle ein wenig an die Einreise in die DDR der 80er erinnerte. Total chaotisch war die Gepäckabfertigung: alles wurde auf drei Bändern geliefert und von gut meinenden Helfern vor der zweiten Runde vom Band herunter genommen,

Zollabfertigung war überraschend unproblematisch. Vor dem Terminal wartete dann Nata, nahm unsere Gepäck ab und wies uns auf die Wechselstube hin. War aber toll, dass sie erst einmal uns ein Bier in die Hand drückte, um die Wartezeit zu überbrücken. Unser Budget für die Reise hatten wir in Bargeld mitgenommen und wechselten dann einen großen Teil in die Touristenwährung CUC.Da unsere Abholer noch nicht da waren, gab es dann einem Imbiss neben dem Terminal die ersten Mojitos, die sich besonders für die weiblichen Mitglieder der Gruppe zum Hauptgetränk während der Reise entwickeln sollte. Irgendwann kamen dann die Wagen, Oldtimer aus den 50er Jahren, wie man es von Kuba erwartet, um uns in die Unterkunft zu bringen.

Varadero Airport to Casa

Unsere Unterkünfte während der Reise waren alles sogenannte Casas particulares. Unser erster Stopp war Matanzas nicht weit vom Flughafen und wir kamen dann doch mit ein wenig Timelag zufrieden in der von der Familie ausgewählten Unterkunft an. Koffer abstellen und das erste kubanische Essen an diesem Platz zu sich nehmen.

casa_matanzas.jpg

Die Unterkunft war sehr schön, auch wenn wir nicht alle Möglichkeiten ausnutzten, wie zum Beispiel die Küche.

Matanzas Küche

Aber das Wichtigste nach Flug war das Bett, und das war gut!

Bett Matanzas

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Zurück aus Kuba

Seit heute vormittag sind wir wieder aus Kuba zurück. Leider konnte ich nicht von unterwegs berichten. Wir waren nicht in Hotels und ansonsten gibt es Hotspots im Freien, in die man aber manchmal wegen Überlastung nicht rein kommt. Dafür gibt es schöne Oldtimer!

Internetzugang in Kuba

Aber keine Angst: nach und nach plane ich mehr Berichte und Fotos.

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Zweite Woche im Februar

Am Dienstag hat Hanna wieder ihre alle Bekannte Helga besucht und neben dem üblichen (selbst gemachtem) Heringssalat ein paar eingefrorene Gerichte mitgenommen. Sie legt die Besuche immer auf einen Tag, an dem ich eher nicht da bin, aber diesmal ist meine Nachhilfe kurzfristig auf Donnerstag verlegt worden,

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Stattdessen habe ich entdeckt, dass man für Sky Sports ein Tagesticket kaufen kann für 9,90€. Habe ich für das Pokalspiel vom HSV gegen Köln gemacht. Hat sich angesichts des Ergebnisses gelohnt und war letztlich nicht teurer als in eine Kneipe mit Sky zu gehen und ein paar Bier zu konsumieren. Nett war ein Spruch, den ich danach gelesen habe: Es ist gut, gegen den HSV zu wetten und Recht zu behalten, aber viel besser ist es, auf den HSV zu setzen und Recht zu behalten.

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Am Mittwoch war ich bei meiner Ärztin, einmal um einige Medikamente zu bekommen, aber hauptsächlich, um die Impfungen durchzusprechen für unsere Kubareise. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt neben der üblichen Grundimpfung eine Hepatitis A sowie eine Typhusimpfung. Für die Hepatitisimpfung war es schon fast zu spät, ich also runter in die Apotheke und den Impfstoff besorgt.Ist nicht billig und die Kasse zahlt nicht- Nächste Woche dann Grundimpfung oder Typhus und die Woche drauf den Rest.

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Und meine Ärztin hat mich dann nach der Touristcard gefragt und ich war ahnungslos. Für die Einreise nach Kuba braucht man diese, was ich übersehen hatte. Also müssen wir beide demnächst noch zur Botschaft Kubas, es ist die günstigste Methode, die Karte zu bekommen.

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Für den Alumniverein haben wir eine größere Veranstaltung für den 15.2. geplant. Es ist das Projekt unseres Koordinators, deshalb war ich sehr verblüfft, dass die Studienstiftung nicht ihn, sondern mich als Ansprechpartner genannt hat.

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Am Donnerstag war dann die nachgeholte Stunde mit meinem Nachhilfeschüler und wir das x-te Mal seine Präsentation über den Mond durchgegangen.

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Am Freitag ging es dann weiter mit den Reisevorbereitungen. Kuba verlangt den Nachweis einer Krankenversicherung, gesetzliche wird nicht akzeptiert. Also haben wir beide eine abgeschlossen, ein wenig chaotisch, bei Hannas Versicherung hätte ich wohl 10€ gespart.

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Eine Woche, nachdem ich meine Bedenken wegen der Internetproblematik wegen unseres Kubaurlaubs angemeldet hatte, hat sich die EU gemeldet und mir mitgeteilt, dass sie mir trotzdem den, zugegebenermassen lukrativen, Vertrag doch zuteilen werden.

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Auf Facebook wurde ich zum Troll erklärt, weil ich als langjähriger Hamburger bestritten habe, dass der Hamburger nicht aus Hamburg stammt, dass ich außerdem noch nie von einer Hamburgwurst oder einem Hamburgsteak gehört habe.

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Tchibo scheint wirtschaftliche Schwierigkeiten zu haben. Früher kam einmal in der Woche eine Mail zum Wochenangebot, jetzt kommen fast täglich irgendwelche Mails zu Sonderangeboten. Das Angebot, bei dem ich häufiger zugeschlagen hatte, spricht mich aber meistens nicht mehr an.

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Am Samstag habe ich auf das Skyticket verzichtet, da ich der Meinung war, dass der HSV gegen Leipzig sicher verliert. Und was passiert? Der HSV gewinnt klar und verpasst Leipzig die erste Heimniederlage.

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