Klimawandel
https://steady.page/de/nminkmar/posts/9f4d58f5-4103-4719-8532-b5998cb08ad8
Nils Minkmar schreib über den gegenwärtigen Zustand der Politik. Nicht nur, aber wert zu zitieren.
Es gibt für die Europa heimsuchende Klimakatastrophe noch nicht mal eine Rubrik. Wo soll man die Berichte über diese schreckliche Lage einsortieren? Umwelt? Wetter? Klima? Gesundheit? Lokales? Haushaltstipps? Sehr, sehr viele Menschen werden an den Folgen der europaweiten Hitzewelle sterben, aber eben nacheinander, isoliert und ohne passende Bilder und Berichte. Keine Aufnahmen von einer Sturmflut, von Blitzen und Donner – auf den Bildschirmen sieht alles aus wie schönes Wetter. Daher gibt es auch keine warnenden Schlagzeilen, die zu einem Politikwechsel mahnen. Keine PolitikerInnen, die in den Nachrichten erklären, dass wir nicht mehr so weitermachen können mit fossilen Energien. Die kleinen Lösungen werden hingegen rauf und runter berichtet: Wie halte ich mich kühl und sicher? Die berühmten Tricks und Tipps. Aber das Problem ist groß und verlangt nach großen, strategischen Entscheidungen. Große Themen haben es schwer, sie erfordern Mut. Also bleibt die Medienkost kleinteilig: Man muss sich die Wahrheit mühsam zusammensuchen wie Puzzleteile.
Sommer im Dachgeschoss
https://www.buddenbohm-und-soehne.de/2026/06/29/einige-wellenabschlussbemerkungen/
Max Buddenbohm wohnt wie wir im Dachgeschoss. Wir haben dabei aber noch relativ viel Glück, da unsere Fenster keine heftige Sonne abbekommen. Aber auch bei uns war es schon unerträglich und nur mit heftigen Durchzug zu ertragen. Die Hitzewelle war schlimm und wie man gelesen hat, sind circa 5000 Leute deswegen gestorben. Wie problematisch das ist, beschreibt auch diese Artikel.
Das schrieb ich so, also die obigen Absätze. In vergleichsweise munterer Stimmung schrieb ich sie, und zwar in meiner Dachgeschosswohnung, die in den letzten Tagen von einem leistungsstarken Dörrautomaten kaum zu unterscheiden war. Direkt nach dem Tippen sah ich erst, denn heiteres Timing gelingt mir offensichtlich nach wie vor sehr gut, eine Meldung aus Köln, die mir dann doch etwas bedenklich vorkam. Auch in Bezug auf meine eigene Lage.
Rettete dort doch die Feuerwehr, es wurde auf mehreren Kanälen gemeldet, etliche Menschen aus überheizten Dachgeschosswohnungen. Dazu gab es Bilder mit angelehnten Drehleitern. Außerdem wurde in der Stadt ein Notlazarett eröffnet, ein Hitzelazarett also, und ich nehme an, dass ich von beiden Umständen in Bezug auf Hitze zum ersten Mal gelesen habe. So ist das mit den Rekordwerten, sie bringen dann auch neue und ungeahnte Ereignisse mit sich. Aber Rettung aus besonnten Dachgeschosswohnungen? Bitte was, sind wir schon so weit? Was ist denn?
Darm mit Charme
Video eines etwas älteren TED-Talks, zu einem Thema, das mir aufgrund meiner Beschwerden etwas am Herzen liegt. Die Autoren hat das später zu ihrem Schwerpunktthema gemacht und ein Bestseller geschrieben über den Namen, der 8 Millionen mal verkauft wurde.
Texas
https://zwetschgenmann.de/vor-dem-fernseher/
Der Zwetschgenmann erinnert an ein Fernsehereignis vor 45 Jahren.
Sagen Sie nicht, wenn Sie ein gewisses Alter haben, dass Sie nicht wissen, was am Dienstag, dem 17. November 1981 geschah und wo Sie da waren. Ich rate mal, dass Sie wie Millionen Anderer aus unserem Land vor dem Fernseher saßen. Ebenso am 20. Mai 1987, auch ein Dienstag.
Im November 1981 feuerte wer vor aller Augen Schüsse auf J.R. Ewing ab, im Mai 1987 starb sein jüngerer Bruder Bobby nach einem Autounfall – es sollte bis zum 20. Juni 1988 dauern, bis dessen Frau Pam sich die Augen rieb als Bobby aus der Dusche stieg und wir alle plötzlich an Nenas Nur geträumt erinnert wurden.
Rechtschreibung
https://www.buddenbohm-und-soehne.de/2026/07/01/ein-anblick-graesslich-und-gemein/
Max Buddenbohm hat ähnliche Gefühle wie ich, wenn es um die Rechtschreibung geht.
So muss ich mich etwa mittlerweile und nach jahrelanger, durchaus schwieriger Gewöhnung durch penetrant wiederholte Fehler wegen dem Genitiv (sic!), den kein Mensch mehr richtig benutzt, sei es in der Schrift oder im gesprochenen Dialog, nicht mehr aufregen. Das nehme ich einfach so hin. Gelassen wie ein buddhistischer Mönch höre und sehe ich das, denn das sind dem Mönch seine Fähigkeiten (okay, doch leichte Schmerzen).
Es gibt ein Aber:
Was mich aber wahnsinnig und tendenziell aggressiv macht, und es ergibt gar keinen tieferen Sinn, das sind unterlassene Bindestriche. Ich denke, wenn ich die im Morgensternschen Sinne grässlichen und gemeinen Lücken zwischen unverbundenen Begriffen sehe, den altgedienten Imperativ „Im Deutschen wird durchgekoppelt!“ stets in Fraktur und in einem verdächtig historischen Tonfall. Was auch immer da genau in mir vorgehen mag.
Wirtschaftskraft
https://zynaesthesie.wordpress.com/2026/07/14/wirtschaftskraftzersetzung/
Zynische (erfundene) Politikerzitate, die wahr sein könnten
„… dass eine 40-Stunden-Stelle ab sofort als Teilzeitbeschäftigung gelte. Merz verbinde mit dem Begriff das Stigma ekelerregender Faulheit, die bald dazu führe, dass sich die wirklich am Aufbau eines ökonomisch Erfolges interessierten Bürger durch viele zusätzliche…“
oder
„… wolle sich Bas erst nach einer gründlichen Evaluierung der Folgen damit befassen. Es sei nach Ansicht der SPD-Vorsitzenden nicht zu beurteilen, ob eine Steigerung der Wochenarbeitszeit auf 60 Stunden tatsächlich einen höheren Krankenstand erzeugen würden, da die Arbeiter dann ja gar keine Zeit mehr hätten, sich persönlich beim Arzt zu…“
Nokia
https://spectrum.ieee.org/nokia-phones-history
Mein erstes Mobiltelefon war ein Nokia 1610.Ich hatte es mir angeschafft, weil ich für ein Projekt Treffen in London während der Semesterferien ein Zimmer in einem Studentenwohnheim bekommen habe, in dem es kein Telefon kam. Also musste ich mein eigenes Telefon mitbringen. War relativ früh in den neunziger Jahren, als Mobiltelefone eher Luxus waren. Das ist zehn hab ich in einem Taxi in Brüssel vergessen und es kam ein neues Nokia. Irgendwann bin ich auf ein Sony Ericsson umgestiegen, weil die Synchronisation mit dem Adressbuch auf meinem Mac einfacher zu bewerkstelligen war. Und dann natürlich das iPhone, als es bei Vodafone zu einem 24-Monate-Vertrag dazu gab.
Der Artikel beschreibt nachdrücklich den Niedergang von Nokia, als die Firma wurden, iPhones und Androidtelefonen in die Zange genommen wurde.
The company itself ultimately survived, even if the transition wasn’t painless. Nokia’s revenues, which peaked in 2007, fell sharply through the mid-2010s before the company refocused on a decades-old business line—telecom infrastructure—that many had forgotten Nokia was even in. Nokia now ranks among the world’s top three suppliers of 5G network equipment, serving carriers across more than 125 countries, alongside Ericsson and Huawei. Although the company could never quite crack the smartphone, it now plays a key role in providing the network backbone those smartphones run on.






































































—










Der Oleander ist uns ans Herz gewachsen, aber ich musste ihn immer wieder beschneiden. Und das finde ich unfair. Übrigens…