Friedrichshain, Berlin und die Welt

Gegenwärtiges und Vergangenes

Tank füllen

Kaffeevollautomat

Es hat sich bei uns so eingebürgert, dass ich morgens zwischen 6:30 Uhr und 7:00 Uhr Kaffee für mich und Hanna koche. Wenn es angesagt ist, räume ich dabei die Spülmaschine aus. Zunächst mache ich einen großen Becher für mich mit zwei großen Tassen und dann einen für Hanna mit zwei normalen Tassen, weil bei ihr dann noch einmal die Menge an Milch hinzukommt.

Ich hatte gerade meinen Kaffee gemacht, da meldete sich der Automat mit der Anzeige „Tank füllen“. Soweit normal. Da der Tank nur eine endliche Größe hat, passiert das eigentlich recht häufig. Also routinemäßig den Tank gefüllt und wieder in die Maschine gegeben. Doch der Hinweis weigerte sich zu verschwinden. Routinemäßig, wie man es gewohnt ist. Bei elektronischen Maschinen schaltete ich also die Maschine aus und dann wieder ein. Es änderte sich nichts. Ich rief Hanna zur Hilfe und bat sie, den Stecker zu ziehen und nach etwa 10 Sekunden wieder einzustecken. Keine Änderung.

Da erinnerte ich mich daran, dass die Maschine schon seit einiger Zeit zum Entkalken aufgefordert hatte. Weder ich noch Manu hat diesen Hinweis so richtig ernst genommen und gedacht, das macht ja nichts, wenn man es etwas später macht. Ich suchte also im Internet nach Hinweisen und fand tatsächlich die Möglichkeit, dass sich der Schwimmer im Tank, der für die Kontrolle des Wasserstandes zuständig ist, verkantet hatte. Ich habe also mit einem langen Löffelstiel versucht, den kleinen Magneten wieder frei zu bekommen und siehe da: ich war erfolgreich.

Hanna hatte schon Angst, dass wir eine neue Maschine kaufen müssten, da diese schon einmal für ein paar 100 € repariert worden war. Jetzt konnte ich ihren Kaffee machen und sie bat mich sogar darum, den Rest des Ersatztees, ich hatte machen sollen, wegzugießen.


Hanna hat dann am Dienstag ihren Hörtest nachgeholt. Nach fast 2 Stunden wurde ihr Test dann nach etwa 3 Minuten abgebrochen. Der Grund war, dass es sich sehr schnell gezeigt hatte, dass ihr Gehör exzellent war und sie alles hören konnte bis auf vielleicht einige hohe Töne. Also liegt es daran, dass sie offensichtlich sehr selektiv wird, wenn sie, wie so häufig, mich nicht versteht.

Außerdem sind wir beide am Donnerstag gegen Grippe und gegen COVID geimpft worden. Die Grippeimpfung durfte die MTA eigenständig in den linken Arm durchführen, für COVID kam dann der Arzt selber und setzte die Spritze in den anderen Arm.

Video der Woche

via https://www.buddenbohm-und-soehne.de/2026/10/30/linkwerk-zum-wochenende-37/

Ich kenne jemanden, der sehr gut die Technik des Klaviers beherrscht, aber solche Musik sicher nicht machen könnte, da man dazu nicht nur tieferes Musikverständnis benötigt, sondern auch einen gewissen Grad an Empathie.

Per Anhalter durch Europa

Andreas an der Straße

in den drei aufeinanderfolgenden Sommern 1967-1969 waren Andreas und ich auf Tour durch Europa als Anhalter. Die erste Tour führte uns quer durch Süddeutschland von West nach Ost, die zweite nach England bis hinauf nach Schottland und die dritte dann nach Frankreich bis hinunter nach Avignon.

Über die Englandreise, habe ich schon geschrieben in diesem Beitrag.

Bei der ersten Tour bin ich nicht ganz sicher, wo die entlang führte. Momentan bin ich der Meinung, dass wir uns von Straßburg nach Osten vorgearbeitet haben über Würzburg und Bamberg. Dabei gab es auch ganz lustige Begegnungen. Ein Mann, zum Beispiel wurden wir von einer Frau mitgenommen in einem Mini, die dann sagte: „ich weiß gar nicht, warum ich euch mitgenommen habe, eigentlich müsste ich Angst haben.“

In Würzburg habe ich mich in eine gleichaltrige Dänin verliebt. Ich weiß den Namen noch genau, Ellen. F.-S. Wir haben kräftig geknutscht beim Besuch des Schlosses in Würzburg. Ich glaube ich habe sie dann noch mal in Bamberg gesehen. Dort erinnere ich mich auch daran, dass wir irgendeine Art großes Autoevent besucht haben. Nach der Rückkehr nach Hamburg erhielt ich sofort eine Einladung nach Kopenhagen mit einer Liste von Alkoholika, die ich mitbringen sollte. Leider haben mir meine Eltern den Besuch nicht erlaubt.

Axel bei Rast am Straßenrand

Die letzte Reise war nach Frankreich. Sie führte uns unter anderem Aubenas, wo wir bei einer bekannten Familie Unterschlupf fanden. Aubenas war eine Partnergemeinde von Schwarzenbek, wo mein Vater damals einen Spielmannszug leitete. Das Trampen wurde auf dieser Reise immer schwieriger. Einmal hat uns ein junger Mann mitgenommen mit anderen Anhaltern und uns einen Dachboden mit Heu zum Übernachten angeboten.

Neben einem Imbiss mit Baguette und Käse unter der berühmten Brücke von Avignon erinnere ich mich daran, dass wir dort eine Ausstellung mit dem Spätwerk von Picasso gesehen haben, die nicht so ganz jugendfrei war, weil er in dieser Phase hauptsächlich nichts anderes als Vulvas gemalt hatte.

Andreas bei der Rast

Meine Eltern beziehungsweise meine Mutter war mit der Reise einverstanden. Nach der ersten bin ich dann in den Familienurlaub in eine Pension am Rhein gefahren.

Das fröhliche Bild von mir gefällt mir übrigens ausgesprochen gut. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die Bilder von der Frankreichreise sind oder von der ersten durch Deutschland. Auf jeden Fall sind sie in oder um Straßburg entstanden.

Chaos Routing

Neues T-Shirt

Gestern kam das oben abgebildete T-Shirt bei mir an. Es klingelte, und Hanna war an der Gegensprechanlage. Sie sagte mir dann, es käme jemand mit einem Paket, der ausgesprochen gut Deutsch spricht. Ich hab mich gewundert, denn ich habe kein Paket erwartet. Der Überbringer war ein junger Mann mit herrlich blauen Haaren und er gab mir das Paket, wobei er fragte, ob ich das im letzten Jahr bestellt hätte.

Hatte ich aber nicht. Die Bestellung hatte ich im Juni gemacht. Dabei handelte es sich um eine Sammelbestellung, bei der der Versand erst erfolgte, nachdem alle Bestellungen gesammelt worden waren. Anfang Juli bekam ich dann eine Mail mit der Frage, wie ich das T-Shirt haben wolle.

E-Mail mit dem Text:
Hi Axel,
ich habe grade deine T-Shirt-Sammelbestellung in der Hand und gemerkt, dass du es irgendwie geschafft hast die Bestellung abzusetzen ohne eine Versandoption zu wählen. Wie kommt das Shirt nun zu dir? ;)

Wir hätten anzubieten:

Chaos Routing
Warenversand (ohne Tracking, +3€)
Paketversand (mit Tracking, +6€)
Persönliche Übergabe
Schöne Grüße,
Cheatha

E-Mail mit der Versandanfrage

Manchmal bin ich abenteuerlustig und deshalb entschied ich mich für das Chaos Routing. Dann passierte ganz lange nichts. Irgendwann frag ich einmal nach, was denn aus dem T-Shirt geworden ist und erhielt die Antwort, das ist schon in Magdeburg sei. Wie auch immer, gestern war es dann da und auf der Sendung fand sich dann auch der „Laufzettel“.

Umschlag mit Laufzettel

Ich gehe davon aus, dass diese Aktion zumindest von einem der Mitglieder des RaumZeitLabors Mannheim stammt. Diese Angabe ist allerdings ohne Gewähr.

Da ich gerade von Überraschungssendungen spreche: am Donnerstag wurde ein Päckchen beim Nachbarn abgegeben, von dem ich nicht wusste, von wem es kommen sollte. Es passt zumindest nicht zu einer Bestellung. In dem Päckchen von Harald war ein SSD-Speicher, den er schon vor Monaten für mich besorgt hatte, wobei wir immer wieder vergessen hatten, die Übergabe durchzuführen. Ich speicher es jetzt in meinem Verbatim-Hub eingebaut, über den ich die Peripherie für mein MacBook organisiere, welche selber nur zwei USB-C Ports hat.

Ansonsten ist nicht viel passiert diese Woche. Es ging alles, wie man so sagt, „seinen sozialistischen Gang“.

Fütterungsstelle für Spatzen

Diesmal sieht es zwar immer noch etwas schief aus, aber zumindest scheint es stabil zu sein. Die Schräge hat natürlich auch den Vorteil, dass das Wasser ablaufen kann. Hanna hat sich diesmal ordentlich Gedanken gemacht und für die Arbeiten nicht nur viel Werkzeug benutzt, sondern auch ein Bauzeichnung gemacht.

Bauzeichnung für Futterhäuschen

Aus meiner Leseliste

https://wirres.net/articles/heilbronner-strasse

Felix Schwenzel beschreibt in diesem Artikel sehr köstlich, seine Erinnerung an eine Wohngemeinschaft in Heilbronn, die er mal gegründet hatte. Besonders die Erinnerung an ein Bewohner ist einfach köstlich.

ber­nie war nicht das hells­te licht in der heil­bron­ner stras­se, aber er war auch nicht dumm. axel fand den ge­ruch der räu­cher­stäb­chen, die ber­nie im flur ab­brann­te nicht be­son­ders an­ge­nehm und frag­te ber­nie, ob er den ge­ruch gut fän­de. ber­nie moch­te den ge­ruch auch nicht: „des­halb bren­ne ich sie ja auch nicht bei mir im zim­mer ab.“

Video der Woche

Max Buddenbohm hat nach Coverversionen von Tom Waits und seinen Liedern gesucht. Das habe ich mit Interesse gelesen, da ich doch einigermaßen Fan von Tom Waits bin. Und deshalb ist das Video der Woche diesmal eine dieser Coverversionen..

Möbelrücken

In Erwartung der Gäste

Am Sonntag hatten wir Mohameds Familie zu Gast. Mohamed kenne ich, seit er in der achten Klasse war. Ich habe ihm seitdem mit Mathematik geholfen und mache das auch jetzt noch, wo er schon ein paar Semester Pharmaziestudium auf dem Buckel hat. Wir waren bei ihm und seiner Familie im letzten Ramadan zum Fastenbrechen eingeladen, und dies war sozusagen eine Gegeneinladung. Es kamen seine Mutter, zwei seiner drei Schwestern und Mohamed.

Hühnerfrikassee

Zu essen gab es Hühnerfrikassee mit Schwarzwurzeln, dazu Reis, Möhren-Erbsengemüse und grünen Salat. Zu trinken gab es für die Gäste Minz-Ingwer-Tee, für Hanna und mich jeweils unsere Fruchtsaftschorlen. Unter normalen Umständen hätte ich sicher eine Weinscholle dazu getrunken, aber dies das aus Respekt vor unseren Gästen bleiben. Und Hanna trinkt zur Zeit sowieso nicht.

Hanna und ich hatten schon vorher beschlossen, nach diesem Event das Wohnzimmer etwas umzugestalten. Wir denken, dass es nicht mehr sobald Essen mit einer solchen Menge an Gästen geben wird. Früher war das anders da wäre dieser Tisch sogar zu klein gewesen in den frühen Jahren dieses Jahrtausend hatten wir zum Beispiel zum Heiligabend zehn oder mehr Gäste zu Besuch. Zum Glück ist unser Tisch variabel und vom etwa dem gleichen Standpunkt sieht unser Wohnzimmer jetzt so aus:

„Neues“ Wohnzimmer

Ein Bild habe ich noch von den Experimenten mit dem Stativ/Selfiestick. Es ist eines von zwei oder drei Selfies, die ich (bisher) in meinem Leben gemacht habe.

Axel auf die Kamera starrend


Video der Woche

Vogelhäuschen fotografieren

Vogelfutterhäuschen

Nachdem unser letzter Kater gestorben war, konnten wir daran denken, den letzten Winter über die Vögel auf unserer Terrasse zu füttern. Wir fing an mit gefüllten Kokosnüssen und Meisenknödeln. Dazu kam Körnerfutter in Schalen. Die Vögel kamen zunächst ein paar Spatzen, Meisen, Tauben und Krähen. Irgendwann fing Hanna an, spezielles Futter für Spatzen zu kaufen, in denen auch tierisches Protein in Form von Mehlwürmer enthalten war. Das musst du natürlich vor den anderen Vögeln und auch vor unserem Hauseichhörnchen geschützt werden, und es wurde das obige Futterhäuschen erstanden.

Futterhäuschen mit Unterbodenschutz

leider waren die Spatzen etwas wild und verteilten das Futter sehr schnell auf dem Terrassenboden, was dann natürlich das Futter auch den Tauben zugänglich machte. Zudem sah das auf dem Terrassenbuden leider nicht so prickelnd aus.

Pfiffig wie Hanna ist, hat sie auch hierfür eine Lösung gefunden und befestigte einen Blumenuntersetzer unter dem Vogelhäuschen. Und siehe da es landete viel weniger Futter auf dem Terrassenboden.

Futterhäuschen mit Unterbodenschutz und Dach

Den Sommer über hat es ja kaum geregnet, aber mit dem beginnenden Herbst zeigte sich, dass bei Regen das Futter doch ein wenig feucht wurde und anfing zu klumpen. Aber auch hier zeigte sich wieder Hannas Erfindungsreichtum und sie bastelte dem Häuschen ein Dach. Das passierte gestern und wie man sieht, ist das leicht schief und etwas verbesserungswürdig.

Stativ und Selfiestick

Leider fliegen die Vögel sofort hoch, wenn man nur an die Scheibe tritt. Dabei hätte ich so gerne mal die Spatzenbande beim Futtern aufgenommen. Ich habe mir daher ein Stativ besorgt, das auch als Selfiestick benutzt werden kann. Das Gerät kommt mit einem Fernauslöser, der 10 m Reichweite hat, so dass ich nicht an die Scheibe treten muss.

Stativ im ausgezogenen Zustand

Ich habe die ersten Versuche schon gemacht, musste dann aber abbrechen, zum einen, weil der Regen etwas stärker wurde, zum anderen, weil Hanna das Häuschen abgehängt hatte, um es zu verbessern.

Spatz am Futterhäuschen

Dies ist der erste Eindruck, eine Ausschnittvergrößerung aus einem größeren Bild. Ich muss noch mit der Vergrößerungseinstellung experimentieren. Leider ist das beim Telefon etwas schwieriger, da es unter Umständen in den Ruhezustand geht, bevor die Spatzen überhaupt auftauchen.

Ansonsten war es eine recht normale Woche ohne größere Begebenheiten. Heute allerdings wird es noch einmal lebendig in unserer Wohnung, es kommen Mohamed, seine Mutter und drei Schwestern zu uns zum Essen. Und wir haben ein schönes Essen vorbereitet, das aus gegebenem Anlass vollkommen halal ist.

Der Herbst wird spürbar

Gesundheitszentrum Mathiasstraße

Am Montag hatte ich dann in obigen Gesundheitszentrum die Untersuchung meiner Hörfähigkeit. Anders als beim Hörgeräteakustiker war die Untersuchung ein wenig komplizierter. Jeweils auf dem linken und dem rechten Ohr wurden zunächst einmal Töne verschiedene Lautstärke und Höhen aufs Ohr gespielt, und ich musste immer drücken, wenn ich den Ton erkannte. Dann wurden wir Wörter angesagt und ich musste sie wiederholen und danach waren es Zahlen, die ich auch wiederholen musste. Das Ergebnis war un eindeutig. Mir wurde gesagt ich könnte ein Hörgerät haben, müsste aber nicht. Deshalb habe ich diesmal drauf verzichtet und einen Termin für den nächsten Oktober abgemacht.

Eisbeinauflauf

in dieser Woche hatte Hanna mal wieder Lust, ihren Eisbeinauflauf zu machen. Eisbein klingt vielleicht erst einmal schlimm, aber nach dem Kochen wird sämtliche Schwarte und alles fett entfernt und das magere Fleisch in kleine Stückchen gerissen. Dann wird es auf eine Schicht gekochtes Sauerkraut gelegt, und oben drauf kommt eine Kartoffelsauce mit Stampfkartoffeln, Butter und Senf.

Hanna beim Schneiden von Gemüse

Vor einiger Zeit habe ich für ein Interview bei einer Firma einen Amazon-Gutschein bekommen. Diesen habe ich eingelöst für drahtlose Kopfhörer, die Hanna jetzt sehr für sich entdeckt hat. Damit kann sie auf der Terrasse die Blumen pflegen oder, wie man oben sieht, Gemüse putzen und dabei entweder klassische Musik oder irgendeinen Geschichtspodcast hören.

Ehemaliges Kirchenpauergymnasium

Zufällig bin ich auf einen Wikipediaeintrag gestoßen über die Nachfolgeschule meines alten Gymnasiums. Das Bild oben zeigt die Eingangstür und ist insofern für mich interessant, als daß meine Abiturklasse genau in dem Raum saß, der sich hinter den kleinen Fenstern links vom Eingang versteckt.

Video der Woche

Ich hatte erfahren, dass unsere früherer Nachbar und Freund Bert seit kurzem das Schlagzeug in einer zweiten Band bedient. Nach kurzer Recherche habe ich herausgefunden, dass diese Band Pothead ist, in der er schon vor circa zehn Jahren einmal ein Gastspiel hatte. Auf der Facebookseite der Band steht folgender Text:

Da es umfangreicher Vorbereitungen bedarf, kurzfristig einen neuen Bassisten einzuarbeiten, haben wir uns außerdem dafür entschieden, Bert wieder am Schlagzeug dabei zu haben. Für alle, die sich vielleicht nicht mehr daran erinnern, Bert hat bereits 2016 Robert vertreten.

Und beim näheren Suchen habe ich dann noch ein Amateurvideo von dieser Formation aus dieser Woche gefunden.

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